Mi., 10.04.2019

Stall an der Wagenfelder Straße in Varl brennt bis auf die Grundmauern nieder 2000 Ferkel sterben bei Brand in Rahden

Diese Luftaufnahme zeigt, wie groß das Ausmaß des Brandes gewesen ist. Die Feuerwehr war mit 70 Kräften im Einsatz und konnte das Übergreifen der Flammen auf Hauptgebäude und zwei weitere Stallungen verhindern.

Diese Luftaufnahme zeigt, wie groß das Ausmaß des Brandes gewesen ist. Die Feuerwehr war mit 70 Kräften im Einsatz und konnte das Übergreifen der Flammen auf Hauptgebäude und zwei weitere Stallungen verhindern.

Von Elke Bösch

Rahden-Varl (WB). »Es ist rasant schnell gegangen und der Stall stand in kürzester Zeit lichterloh in Flammen«, beschrieben Zeugen am Mittwochnachmittag der Polizei den Brandverlauf auf einem Hof in Varl. In dem völlig niedergebrannten Gebäude an der Wagenfelder Straße verendeten 2000 Ferkel und 150 Schweine.

Das berichtete Polizeihauptkommissar Jan van Zütphen noch direkt am Unglücksort. Die Schadensumme, die laut Polizeiangaben von den Eigentümern genannt wurde, soll sich auf geschätzte mehrere Hunderttausend Euro belaufen.

70 Rettungskräfte im Einsatz

Es war kurz nach 17 Uhr, als Feuerwehr und Polizei alarmiert wurden. Der Löschzug Rahden mit den Löschgruppen Varl/Sielhorst, Tonnenheide und Wehe rückte aus. Die Kameraden aus Oppenwehe eilten zur Hilfe und auch die Stadtfeuerwehr Lübbecke war im Einsatz, musste aber nicht mehr eingreifen. Aus Espelkamp kamen Teleskopmast und zudem die Drehleiter, um die Flammen von oben zu löschen. Die Einsatzleitung hatte Rahdens stellvertretender Wehrführer Carsten Kunter. Auf dem Dach des 1200 Quadratmeter großen Objektes habe sich eine Photovoltaikanlage befunden, informierte van Zütphen.

Vier Polizisten vor Ort

Neben den 70 Rettungskräften der Feuerwehr waren vier Polizeibeamte vor Ort. Sie sorgten für die Sperrung der Durchfahrtstraße und leiteten den Verehr ab. Tierärzte kümmerten sich um möglicherweise noch lebende Tiere.

Wie es zu dem Unglück kam, das konnte Jan van Zütphen am Mittwoch noch nicht sagen. Allerdings gab es dank Zeugenbeobachtungen schon einen ungefähren Unglücksverlauf. So soll um 16.45 Uhr einer Eigentümer – dabei handelt es sich um zwei Brüder – den Stall ordnungsgemäß kontrolliert und sich dann wieder auf dem Heimweg nach Sielhorst gemacht haben. Zu diesem Zeitpunkt sei alles in Ordnung gewesen, habe er der Polizei mitgeteilt, sagte Jan van Zütphen.

Lauten Knall gehört

Der Bruder – der andere Eigentümer, der auf dem Hof an der Wagenfelder Straße wohnt – sei im südlich gelegenen Gebäude gewesen, um dort Tiere zu füttern, als er plötzlich einen lauten Knall hörte, diesem aber keine weitere Bedeutung beigemessen habe.

Radler entdeckt Feuer

Kurze Zeit später entdeckte ein Radler, der den Landwirt kannte, Rauch und informierte ihn. Doch da war es bereits für die Rettung der Tiere zu spät. Autofahrer bestätigten, dass es zuerst nur eine kleine Rauchwolke zu sehen war und dann plötzlich alles in Flammen stand.

»Die Polizei geht erst einmal nicht von einem Fremdverschulden aus. Es könnte ein technischer Defekt gewesen sein. Das vermutet auch der Eigentümer. Aber unsere Brandermittler wollen noch heute den Unfallort untersuchen«, kündigte van Zütphen an.

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