Mo., 22.04.2019

Zweiter Großbrand für die Rahdener Wehr in wenigen Tagen Feuer zerstört Wohnhaus in Varl

Nachbarlöschgruppen helfen: Auch der Teleskopmast der Espelkamper Feuerwehr ist beim Brand im Einsatz gewesen.

Nachbarlöschgruppen helfen: Auch der Teleskopmast der Espelkamper Feuerwehr ist beim Brand im Einsatz gewesen. Foto: Andreas Kokemoor

Von Elke Bösch

Rahden-Varl (WB). Wieder ein Großbrand in Varl: Nachdem am 10. April eine Stallung an der Wagenfelder Straße bis auf die Grundmauern niederbrannt ist und 2150 Ferkel und Schweine verendeten, wurde am Karfreitag ein Wohnhaus samt Nebengebäuden an der Straße »Bulzendorf« ein Raub der Flammen.

Etwa um 14.20 Uhr alarmierte die Leitstelle der Feuerwehr Minden über Funkmeldeempfänger die Rahdener Wehr, dass es auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieb brennt. »Als unsere ersten Fahrzeuge eintrafen, hatte sich das Feuer schon über den gesamten Dachstuhl ausgebreitet und Dachpfannen waren ins Gebäude gefallen«, erklärte Rahdens Wehrführer Mark Ruhnau.

Bewohner bemerken Qualm

Die beiden Bewohner selbst hätten den Notruf gewählt. »Sie hielten sich bei Ausbruch des Brandes im Außengelände auf.« Der Mann habe berichtet, dass er Qualm bemerkt und kurz darauf auch schon die Flammen gesehen habe«, sagte Ruhnau. 120 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer. Vor Ort waren die Löschgruppen Varl-Sielhorst, Rahden, Wehe und Tonnenheide sowie aus der Nachbargemeinde Stemwede die Löschgruppen Oppenwehe und Oppendorf. Auch der Tele­skopmast der Feuerwehr Espelkamp wurde zum Unglücksort gerufen.

Die Feuerwehrleute versuchten, den Brand von außen unter Kon­trolle zu bringen. Was ihnen letztlich auch gelang. Bis in den späten Nachmittag dauerte der Einsatz an der Straße »Bulzendorf« 9 in Varl.

Nachlöscharbeiten

Das galt aber nicht für alle. Die Kameraden der Löschgruppe Varl-Sielhorst übernahmen die Wache und fuhren auch am Samstagmorgen noch einmal zum Brandobjekt, um Kontrollen und Nachlöscharbeiten durchzuführen. Immer wieder flackerten nach Angaben der Wehr Glutnester auf, die gelöscht werden mussten. Beendet war der Einsatz erst am späteren Vormittag.

Über Schadenshöhe und die Ursache für den Ausbruch des Feuers konnten noch keine Angaben gemacht werden. Das Gebäude war nicht mehr zu rette, teilweise besteht Einsturzgefahr. Die Brandstelle wurde von der Polizei beschlagnahmt. Sachverständige haben ihre Ermittlungen aufgenommen.

Gefahr durch Osterfeuer

Ein erstes Aufatmen gab es bei Wehrführer Ruhnau aus einem anderen Grund. »In Rahden waren an die 300 Osterfeuer angemeldet. Ich hatte große Befürchtungen, dass es zu Bränden kommen könnte, da die Trockenheit sehr groß ist. Und bei Wind entsteht schnell Funkenflug. Allerdings ist glücklicherweise nichts passiert. Bei uns haben wir vorsichtshalber das Osterfeuer sogar abgesagt.«

Angesichts der Vorfälle in Nachbarkommunen wohl eine kluge Entscheidung. Denn in den Landkreisen Diepholz und Osnabrück kam es zu mehreren Zwischenfällen. Einer ereignete sich ganz in der Nähe von Preußisch Ströhen. In Hann. Ströhen gerieten nach Angaben der Polizei Tannen in Brand. Am Samstagabend kam es in der Jahnstraße zu einem Feuer. Das dortige Osterfeuer schlug aufgrund einer Windböe und Funkenflug auf die umliegende Grünfläche sowie Tannen über. Etwa 20 Meter der Baumreihe gerieten dadurch in Vollbrand. Bei den ersten eigenständigen Löscharbeiten wurde eine Person durch oberflächliche Brandverletzungen an den Händen leicht verletzt. Die weiteren Löscharbeiten erfolgten durch die Feuerwehr Ströhen, heißt es im Bericht der Polizei Diepholz.

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