Di., 21.05.2019

UfR fordert Vergrößerung des Eingangs vor St. Johannis Stolperfalle: Sturz vor Kirche

»Diese Stolperstelle muss entschärft werden, sonst kommt es zu weiteren Stürzen«, ist Gundel Schmidt-Tschech überzeugt. Sinnvoll wäre eine Vergrößerung des Bereichs am Haupteingang. Zumindest müsse zur Sicherheit der Kirchgänger ein Geländer her.

»Diese Stolperstelle muss entschärft werden, sonst kommt es zu weiteren Stürzen«, ist Gundel Schmidt-Tschech überzeugt. Sinnvoll wäre eine Vergrößerung des Bereichs am Haupteingang. Zumindest müsse zur Sicherheit der Kirchgänger ein Geländer her. Foto: Elke Bösch

Von Elke Bösch

Rahden (WB). »Der Eingangsbereich zur St.-Johannis-Kirche ist zu eng bemessen und führt zur Gefährdung von Kirchenbesuchern, besondere, wenn sie aus dem Gotteshaus heraustreten. Die erste Person ist schon nach dem Gottesdienst am 19. Mai gestürzt.«

Das berichtet die Vorsitzende der Fraktion »Unabhängig für Rahden« (UfR), Gundel Schmidt Tschech: »Der Haupteingang muss auch erweitert werden, damit eine größere Fläche nach rechts vom Kircheneingang aus gesehen entsteht und die links befindliche Schräge auf zwei Meter verbreitert werden.«

Kircheingang zu eng

Die UfR habe deshalb einen Antrag an die Stadt Rahden gestellt. Die Schräge sei für Rollstühle und Kinderwagen ebenfalls zu eng bemessen. Man sollte zudem überlegen, die Kanten der Plattform optisch noch mehr hervor zu heben.

Außerdem schlägt die UfR vor, statt der eventuell geplanten Poller auf dem Kirchplatz zur Gerichtsstraße hin Blöcke zu installieren, auf denen man noch sitzen kann. Auch so könnten die Autofahrer vom Parken auf einer Freifläche abgehalten werden.

»Mehrfach wurde zudem seitens der Bürger der Wunsch geäußert, in der Nähe der Eisdiele Spielgeräte aufzubauen. Wir sind der Auffassung, dass dadurch die Aufenthaltsqualität der Eltern und Kinder erhöht wird, ohne den großzügigen Charakter des Platzes zu stören.« Auch wünsche sich die UfR einen Laubbaum mit großer Krone zwischen Eisdiele und Brunnen, sagte Schmidt-Tschech. Eine ausladende Krone könne Schatten spenden. Ein Dorn im Auge sind der UfR die Bänke direkt an der neuen Mauer. »Das hält doch die Leute davon ab, die Mauer als Sitzfläche zu nutzen«, glaubt die UfR-Ratsfrau.

Bücherei in Grundschule

Ein weiterer Punkt im Antrag ist die Stadtbücherei. »Sie ist unstreitig seit langem in einem sehr maroden Zustand. Es existiert bereits ein Förderbescheid für den Abriss des Gebäudes und die Schaffung eines dort dringend benötigten Parkplatzes«, schreibt Schmidt-Tschech. In der Grundschule seien Räume frei, die ohne große Sanierungsmaßnahmen von der Bibliothek genutzt werden könnten. Die Bücherei bleibe so im Zentrum bestehen und die Grundschüler müssten keine weiten Wege zurücklegen. Es sollte unser aller Anliegen sein, das Lesebedürfnis der Kinder zu fördern.

Diese Maßnahmen sollten zeitnah in Angriff genommen und die Fördermittel auch möglichst bald abgerufen werden, sie seien möglicherweise befristet.

Ortstermin an Turnhalle

Die UfR beantragt weiterhin einen Ortstermin auf dem Platz vor der Grundschulturnhalle, der umgestaltet werden soll. »Dort können wir dann die beabsichtigten Maßnahmen an Ort und Stelle besprechen. Schließlich ist der Förderantrag bereits gestellt. Durch unseren Antrag, wollen wir die Angelegenheit jetzt endlich beschleunigen«, betont Gundel Schmidt-Tschech.

Ein Kommentar von Elke Bösch

Über diese Stolperstelle kann Gundel Schmidt-Tschech nur noch mit dem Kopf schütteln. Und die Ratsfrau hat völlig Recht, sich über diese »Fehlplanung« zu ärgern. Denn dort, vor dem Haupteingang zur St.-Johannis-Kirche, sind weitere Stürze doch vorprogrammiert. Nur eine Fußbreite vor der Kante reicht nicht aus. Wie schnell passiert ein unachtsamer Schritt, besonders im Gedränge. Natürlich ist nicht immer ein Sturz die Folge, aber auch Umknicken kann zu Verletzungen führen. Und zu schmal ist es dort auch. Barrierefrei sollte der Eingangsbereich sein. Ja, die Rampe hilft, aber sie ist nicht gerade breit. Also hier muss Abhilfe geschaffen werden. Ein Geländer könnte zwar vor Fehltritten schützen, ändert aber nichts an der schmalen Rampe. Und zum Laubbaum: tolle Idee. Das sollte wirklich mehr als eine Überlegung wert sein.

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