Di., 10.09.2019

Bauausschuss berät über Antrag an den Kreis Minden-Lübbecke Neue Nutzung für Ulmenhof

Neue Nutzung für den Ulmenhof, vor dem Gasthaus sind jetzt zwei vertrocknete, hohle Ulmen gefällt worden.

Neue Nutzung für den Ulmenhof, vor dem Gasthaus sind jetzt zwei vertrocknete, hohle Ulmen gefällt worden. Foto: Michael Nichau

Von Elke Bösch

Rahden (WB). Dass der Ulmenhof in Stelle zum Jahresende schließt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Auch dass in dem Traditionsgasthaus keine Gastronomie mehr betrieben werden soll, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Von einem weiteren Seniorenheim war die Rede und etwas in der Art ist auch geplant.

Mit der zukünftigen Entwicklung wird sich am Donnerstag, 19. September, der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Rahden beschäftigen, denn es ist bei der Genehmigungsbehörde, dem Kreis Minden Lübbecke für das Grundstück Mindener Straße 111 vom Architekten Mario Holste ein Bauantrag zum Umbau und zur Umnutzung des bisherigen Gastronomiebetriebes in Tagespflege, Pflegeberatungsbüro und Wohngemeinschaft Ulmenhof eingereicht worden.

Mit Beschlussvorschlag

Und – um es vorwegzunehmen: Die Verwaltung schlägt den Fraktionen vor, den vorgelegten Planungen zustimmen. »Der Kreis Minden-Lübbecke als Baugenehmigungsbehörde hat die Stadt Rahden im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens aufgefordert, ihre gemeindliche Stellungnahme abzugeben«, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Das betreffende Grundstück liege bislang in einem Bereich, der entsprechend der Vorschriften der Baunutzungsverordnung als allgemeines Wohngebiet einzuordnen sei.

»Der Bauherr beabsichtigt, das Erdgeschoss umzubauen und umzunutzen. Im westlichen Bereich soll eine Tagpflegestation entstehen, im östlichen Gebäudeteil Büroräume für einen ambulanten Pflegedienst und im hinteren Bereich, wo sich heute die Kegelbahnen befinden, eine betreute Wohngruppe beziehungsweise Wohngemeinschaft«, heißt in der Sachdarstellung der Verwaltung weiter. Jede Nutzungseinheit erhalte einen eigenen separaten Eingang. »Der vorhandene Schießstand wird einschließlich der ehemaligen Saalbühne vom Schützenverein weiterhin genutzt.«

31 Stellplätze

Die vorhandenen Wohnungen im Erdgeschoss und in den Obergeschossen sollen laut der Verwaltungsvorlage zunächst ohne Nutzung bleiben. Auf dem Grundstück seien insgesamt 31 Kfz-Stellplätze vorhanden. Es handele sich hier um eine Umnutzung im vorhandenen Bestand. Die Nutzungen Tagespflege, Pflegeberatungsbüro und Wohngemeinschaft seien in einem allgemeinen Wohngebiet (wie hier) zulässig, so dass das Bauvorhaben bauplanungsrechtlich zulässig sei, heißt es in der Vorlage abschließend.

Gespräche laufen noch

Wie diese Zeitung erfahren hat, laufen zur Zeit noch Gespräche zwischen den beteiligten Parteien. Verträge sollen noch nicht unterschrieben sein und das Projekt wurde als »etwas sehr Interessantes« beschrieben. Die konkreten Pläne würden detailliert und ausführlich vorgestellt.

Die Sitzung beginnt am 19. September um 17 Uhr im Rathaus.

Ein KOMMENTAR von Elke Bösch

Natürlich ist es nicht schön, wenn ein Ort ein Gasthaus verliert. Doch nicht nur in Stelle muss man sich mit dieser Entwicklung abfinden. Und glücklicherweise droht hier nicht wie so oft ein langjähriger Leerstand, sondern es geht mit einer anderen Nutzung weiter. Das ist positiv. Und die Ansichten der Außenfassagen des zukünftigen Gebäudekomplexes, die im Internet auf der Homepage der Stadt Rahden zu sehen sind, sind vielversprechend. Übrigens freuen darf sich der Schützenverein. Er behält – vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrates zu der neuen Nutzung – seinen Schießstand.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6917120?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516046%2F