Mo., 11.11.2019

DLRG-Ortsgruppe feiert 50-jähriges Bestehen – Erinnerung an die Anfänge Fröhliches Fest mit vielen Ehrungen

Seit 50 Jahren bei der DLRG Ortsgruppe Rahden mit dabei und geehrt: Walter Tegeler, Dieter Lange, Friederike Michel, Hans Lederer und Heinz Barlach.

Seit 50 Jahren bei der DLRG Ortsgruppe Rahden mit dabei und geehrt: Walter Tegeler, Dieter Lange, Friederike Michel, Hans Lederer und Heinz Barlach. Foto: Peter Götz

Von Peter Götz

Rahden (WB). Alles begann für die Rahdener Ortsgruppe der DLRG am 2. Oktober 1969: 26 junge Frauen und Männer trafen sich in der damaligen Gaststätte Grabenkamp in der Langen Straße. Angeführt von Karl Strunk, Georg Franke, Dieter Lange und dem Schwimmmeister Hans Lederer, beschlossen die Anwesenden die Gründung der Rahdener DLRG Gruppe.

Sie verfolgten dies mit dem Ziel, im neu erbauten Hallenbad auch im Winter eine Ausbildung im Schwimmsport anzubieten. Georg Franke, der bei der Gründung als einziger einen Lehrschein besaß, leitete erfolgreich die ersten Übungseinheiten, so dass bereits im ersten Jahr 16 Leistungsscheine und 44 Grundscheine von den 120 Mitgliedern erworben wurden. Dank des Hubbodens im neuen 25 Meter-Becken konnte auch 21 Nichtschwimmern das Schwimmen beigebracht werden.

Tauchgruppe gegründet

Bereits im dritten Jahr entstand das erste ausgebildete Rettungstaucherteam im damaligen Kreis Lübbecke. In den 70er-Jahren wurden dann viele Tauchscheine erworben und die Disziplin des Flossenschwimmens in den Trainingsplan aufgenommen, woraus sich bald die Teilnahmen an Deutschen- und Europameisterschaften ergaben.

Nach dem plötzlichen Tod des technischen Leiters Georg Franke im Jahr 1973, übernahm die jüngere Generation mit Günter Masbruch und Dirk Metzen das Ruder. Sie forcierten das Rettungstauchen und Flossenschwimmen und erzielten bis in die 90er Jahre beachtliche Wettkampferfolge mit ihren Mannschaften.

Auch legendäre Partys wurden im Hallenbad zelebriert, allen voran die deutschlandweit erste Sockenfete innerhalb der »Rahdener Woche« zum Abschluss des Rettungs-Vergleichs-Wettkampfs im Jahr 1983. Dazu wurde im Sommer, nach dem Ablassen des Wassers, der Hubboden unterfüttert, damit das Becken als Tanzfläche dienen konnte.

Lager fehlte

Problematisch waren in der Anfangszeit die fehlenden Lagermöglichkeiten für das Material der Rettungsgruppe. Trotz Renovierung des Bades Ende der 80er, wurde die Ausrüstung in den Privaträumen der Familien Riemer und Quade aufbewahrt, wo man sogar einen Tauchraum mit eigenem Kompressor einrichtete.

Vereinsheim gebaut

Der erste Anstoß für den Bau des eigenen Vereinsheims kam durch eine Spende der Stadtsparkasse, die Horst Brinkmann anlässlich des Weihnachts-Boßelns 1991 überreichte: Schnell kamen die damals Verantwortlichen überein, die 2000 DM in den Bau von Lagerräumen zu investieren. Ein Grundstück wurde von der Stadt Rahden zur Verfügung gestellt, und so konnte – nach beinahe drei Jahren Bauzeit und unzähligen Arbeitsstunden der mehr als 60 Helfer – 1996 das heutige Vereinsheim bezogen werden.

»Treibende Kraft dahinter war der ›ewige Kassierer‹ Wilhelm Brüning, der immer wieder betonte: ›Macht mal, das kriegen wir hin‹«, berichtete Walter Tegeler, langjähriger Vorsitzender der Ortsgruppe.

»Dass die Arbeit der DLRG Ortsgruppe Rahden eine gewisse Kontinuität hat, liegt sicher auch an den Verantwortlichen. Es gibt eine gesunde Mischung aus erfahrenen, junggebliebenen und jungen DLRGlern. In 50 Jahren gab es nur vier Vorsitzende, und diese sind heute alle hier«, freute sich Tegeler. Gemeint waren Dieter Lange, Hans Lederer, Walter Tegeler selbst und die aktuelle Vorsitzende Friederike Michl.

Vielfältige Arbeit

»Der heutige Vorstand ist gut aufgestellt und mit dem Schwerpunkt Ausbildung in erster Hilfe und Sanitätswesen, ist ein neuer Aspekt unserer Arbeit hinzugekommen. Dass das Schwimmen, gerade aus medizinischer Sicht, eine große Bedeutung hat ist unbestritten. Um so wichtiger ist die Tätigkeit einer Ortsgruppe wie Rahden, unseren jungen Menschen die Fähigkeit zum Schwimmen, Tauchen und letztlich auch zum Retten nahezubringen, da die Vermittlung solcher Kompetenzen im öffentlichen Bereich stark nachgelassen hat. Ich bin mir sehr sicher, dass die DLRG-Ortsgruppe Rahden in der nächsten Zukunft mehr denn je benötigt wird Schwimmfähigkeiten zu vermitteln, und ich bin mir ebenfalls sehr sicher, dass das mit der heutigen Führungsmannschaft sehr gut gelingen wird«, ist Walter Tegeler überzeugt.

Gutes Team

Die aktuelle Führung besteht aus Friederike Michl und Olaf Quade als Vorsitzende, Andreas Krohn als Kassenwart, Geschäftsführer ist Ralf Peters. Technische Leiter sind Jan-Erik Dörgeloh und Dirk Tielbürger, Tauchwarte Dirk Metzen und Thorsten Krüger. Der Jugendvorstand besteht aus Hendrika Fräger und Tanisha Pauls, das Vereisarchiv führt Hendrik Kersten. Die medizinische Leitung hat Anja Klüver.

Grußworte und Geschenke gab es anlässlich des Jubiläums von Bürgermeister Dr. Bert Honsel, von Rosemarie Keller vom Landesverband der DLRG, von Tina Koehler vom Stadtsportverband sowie von Dr. Groß vom Kreissportverband.

360 Mitglieder

Die Ortsgruppe hat im Moment 360 Mitglieder, davon sind 160 Personen in vier Gruppen aktiv: Fünf- bis Elfjährige, ab 13 Jahren, die Tauchgruppe und »Realistische Unfall- und Notfall-Darstellung«.

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