Mi., 04.12.2019

Haupt- und Finanzausschuss informiert sich Taxi-Bus oder Anruf-Taxi?

Von Michael Nichau

Rahden (WB). Mit einem Antrag der Fraktion „Unabhängig für Rahden“ hat sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung befasst. Die UfR regte an, die Einrichtung eines „Anruf-Sammeltaxis“ wie es bereits in Uchte existiert zu prüfen und Informationen dazu zu liefern.

In Rahden existiert eine ähnliche Einrichtung: der Taxi-Bus. Er unterscheidet sich aber in einigen Angebotsteilen entscheidend von der Uchter Lösung. Christian Benker von der Stadtverwaltung informierte über die beiden Möglichkeiten. Der Taxi-Bus Rahden sei einst als „normaler Linienbus“ angelaufen. Wegen zu geringer Resonanz wurde das Angebot zum Taxi-Bus gewandelt. Die bedeutet: Fahrgäste müssen eine halbe Stunde vorher bei der Taxi-Bus-Zentrale in Detmold anrufen und die Haltestelle angeben, bei der sie aufgenommen werden möchten. Die Haltestellen befinden sich an der regulären Linienbuslinie. Nach der Meldezeit fährt ein Taxi die Haltestelle an und nimmt die Fahrgäste mit. Das Taxi fährt dann die Buslinie ab und setzt die Fahrgäste an der Wunsch-Haltestelle ab. Der Tarif für das Taxi entspricht dem des Busverkehrs. Für die Stadt Rahden sei dieses Angebot kostenneutral.

Preußisch Ströhen anbinden

Außerdem möchte die Busgesellschaft MKB künftig das Ärztehaus Rahden mit einer eigenen Linie an Preußisch Ströhen anbinden. Das soll ab März 2020 erfolgen. „Es könnte aber sein, dass die Stadt Rahden sich ab 2021/22 an den Kosten beteiligen muss.“

„Das ist beim Uchter Anruf-Sammeltaxi anders“, erklärte Christian Benker. Im Uchter Bereich gebe es weit verteilt die Anruf-Sammeltaxi-Haltestellen. Sie seien durch kleine Schilder mit der Rufnummer gekennzeichnet.

„Braucht jemand ein Taxi, so ruft er ebenfalls etwa eine halbe Stunde vorher an und gibt den Namen der Haltestelle an, bei der er abgeholt werden möchte. Uchte halte dafür 193 Haltestellen bereit. „Es muss also niemand weit laufen“, sagte Benker. In Rahden gebe es beim Taxi-Bus 46 bestehende und für die vorgesehene neue Linie Preußisch Ströhen weitere 18 Haltestellen.

Bis vor Haustür

Der Unterschied: In Uchte fahren die Taxen dann genau die ­Adresse an, wo der Fahrgast hin möchte, also direkt bis vor die Haustür des Arztes oder des Supermarktes. Lediglich bei der Rückfahrt müsse wieder eine Haltestelle angegeben werden.

Für die Fahrten gebe es – abhängig von der Entfernung – eine kostenpauschale von drei oder fünf Euro. „Den Rest bezahlt die Gemeinde Uchte. Die Kosten dafür sind allerdings auf 20.000 Euro im Jahr begrenzt“, erläuterte Benker. Dies sei eine rein freiwillige Leistung der Gemeinde Uchte.

Hans-Eckhard Meyer (FDP) bezeichnete das Taxi-Bus-System als „ausreichend komfortabel und funktionierend“.

Gundel Schmidt-Tschech (UfR) bezeichnete das Uchter System als „individueller“. Außerdem müsse man die Verbindung nach Preußisch Ströhen verbessern. Friedrich Schepsmeier (SPD) meinte hingegen „Unser bisheriges System mit dem Taxi-Bus reicht nicht aus, um die Außenortschaften anzubinden. Davon hängt ab, welches System sich besser eignet.“

Der Antrag wurde zur weiteren Beratung in die Fraktionen verwiesen. Ein Beschluss wurde nicht gefasst.

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