Stadt zeichnet Menschen aus, die sich vorbildlich für das Allgemeinwohl einsetzen
Unverzichtbar wertvolles Ehrenamt

Rahden (WB). Helga Wöstehoff, Silvana Langhorst und die Hospizgruppe Rahden haben den Ehrenamtspreis der Stadt Rahden erhalten. Am Donnerstagabend überreichte Bürgermeister Dr. Bert Honsel im Bahnhof die Urkunden als besondere Anerkennung ihrer Leistungen für das Allgemeinwohl. Er würdigte gemeinsam mit der Familien- und Gleichstellungsbeauftragten diesen Einsatz.

Freitag, 06.12.2019, 19:44 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 19:46 Uhr
Mitglieder der Hospizgruppe Rahden – mit Sabine Wüppenhorst (2. von rechts) und Bert Honsel – Anette Henke, Siegfried Kreft, llona Lehmann, Lothar Schinke, Annegret Schinke und Karin Wittkötter begleiten Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Foto: Peter Götz
Mitglieder der Hospizgruppe Rahden – mit Sabine Wüppenhorst (2. von rechts) und Bert Honsel – Anette Henke, Siegfried Kreft, llona Lehmann, Lothar Schinke, Annegret Schinke und Karin Wittkötter begleiten Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Foto: Peter Götz

Helga Wöstehoff

Helga Wöstehoff und Silvana Langhorst sind ausgezeichnet worden.

Helga Wöstehoff und Silvana Langhorst sind ausgezeichnet worden. Foto: Peter Götz

Nahezu endlos erscheint die Aufzählung der Einsatzgebiete und Verdienste von Helga Wöstehoff aus Tonnenheide. In sechs Jahrzehnten hat sie die Verantwortung für vier Kinder und den gemeinsam mit ihren inzwischen verstorbenen Mann geführten landwirtschaftlichen Betrieb sowie die ganze große Familie getragen. Daneben zeigte Helga Wöstehoff Einsatz für das Allgemeinwohl. Sie engagierte sich bei den Landfrauen, war Vorsitzende, brachte sich in die Dorfgemeinschaft ein und war Mitglied in Chören sowie der Heimatkapelle. Seit 2006 leitet sie den MGV „Sangeslust“. Alle diese viele tollen Projekte habe sie mit hohem persönlichen Aufwand sowie viel Herz begleitet und dadurch das öffentliche Leben enorm bereichert, würdigte Dr. Honsel das Engagement der Tonnenheiderin.

In ihrer Funktion als Landfrauenvorsitzende habe sie sich zudem für den Erhalt des Krankenhauses eingesetzt, tausende Unterschriften gesammelt und den damaligen NRW-Justizminister Rolf Krumsiek (SPD) ins Boot geholt. Das Ergebnis: Das Rahdener Krankenhaus sei saniert worden.

Silvana Langhorst

Überwiegend im Jugendbereich ist Silvana Langhorst unterwegs. Bereits seit 2011 gestaltet sie Bildungs- und Freizeitangebote für junge Leute. Ihr Engagement trägt zu einem interessanten und kreativen Angebot für Kinder und Jugendliche in Rahden bei, so steht es in der Urkunde.

Hospizgruppe

Am anderen Ende des Lebenslaufs ist der dritte Preisträger anzusiedeln – die Hospizgruppe Rahden, deren zwölf Mitglieder sich im ambulanten Dienst an Sterbenden und Schwerkranken verdient machen. Ihre Gründung erfolgte auf Initiative von Pfarrerin Wirwe Grau-Wahle. Unter der Schirmherrschaft von „PariSozial“ sind die Ehrenamtler seit zehn Jahren mit viel Einfühlsamkeit dort zur Stelle, wo andere sich abwenden. „Sie lassen die Menschen nicht alleine, kümmern sich und stehen ihnen zur Seite“, sagte der Bürgermeister. Anette Henke, Siegfried Kreft, llona Lehmann, Lothar Schinke, Annegret Schinke und Karin Wittkötter nahmen die Urkunden für alle Mitglieder entgegen. Ein kurzes Extra-Dankeschön für diese Gruppe gab es im Anschluss noch von Sabine Wüppenhorst vom „PariSozial“ aus Lübbecke.

Ehrenamtskarten

Ehrenamtskarten haben Vertreter von Freiwilliger Feuerwehr und TuSpo 09 Rahden als Dank für ihren Einsatz von Sarah Golcher (4. von links), Heike Krüger (3. von links) und Bert Honsel erhalten.

Ehrenamtskarten haben Vertreter von Freiwilliger Feuerwehr und TuSpo 09 Rahden als Dank für ihren Einsatz von Sarah Golcher (4. von links), Heike Krüger (3. von links) und Bert Honsel erhalten. Foto: Peter Götz

Aber bei der Veranstaltung im Bahnhof spielten nicht nur die Ehrenamtspreise, sondern auch die Ehrenamtskarten eine gewichtige Rolle. Das sind goldfarbene scheckkartengroße Ausweise, deren Inhaber bei zur Zeit 165 „Vergünstigungspartnern“ Rabatte auf Waren, Dienstleistungen oder Gebühren genießen. „Von diesen kreisweit 165 Partnern kommen 45 aus Rahden, damit liegt Rahden im Kreis an der Spitze“, betonten Bert Honsel und Heike Krüger, die diese Karten als verdienten Ausgleich für persönliche Einsatzbereitschaft und den dazugehörigen Aufwand betrachten.

100 Mal vergeben

Bereits seit dem Sommer 2018 existiert die Projektgruppe „Ehrenamtskarte Rahden“ und so konnte am Donnerstag bereits die 100. Karte überreicht werden. Sie ging an Finja Treichel vom TuSpo Rahden. Sie ist ehrenamtliche Trainerin im Kinder- und Jugendbereich des Sportvereins, der ohne den unermüdlichen Einsatz aller Ehrenamtler nicht funktionieren würde.

Reiner Langhorst und Carsten Kunter von der Freiwilligen Feuerwehr Rahden nahmen weitere 25 Karten für sich und ihre Kameraden aus den Händen von Koordinatorin Heike Krüger, Sarah Golcher vom Kreis Minden-Lübbecke und Bürgermeister Dr. Bert Honsel entgegen.

Unterhaltung

Für den harmonischen musikalischen Rahmen sorgte an diesem Nachmittag das „Trio Smooth & Groovy“. Für Heiteres gastierte das Laienspieltheater der Volkshochschule (VHS) Lübbecker Land, „Schatulle“, mit einer kurzen Darbietung.

Es wirkten (ehrenamtlich) mit:

Friedlind Thane, Edith Stöver, Wolfgang Hanke und Uwe Brettholle als Schauspieler, Andrea Brockschmidt, Georgia Gavriilidou und Michael Streich als Musiker. Die Organisation vor Ort übernahmen Lea Hartlage und Milena Grote (Azubis) und Nancy Döring (Praktikum) von der Familien- und Gleichstellungsstelle des Rahdener Rathauses.

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