Auch Strecke Bielefeld-Rahden ist betroffen
Streiks bei Eurobahn seit Montagfrüh

Rahden/Bielefeld (WB/aha). Beim Unternehmen Keolis/Eurobahn haben am Montag die von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) angekündigten Streiks begonnen. Das hat die Bundesgeschäftsführerin der EVG, Cosima Ingenschay, erklärt.

Montag, 09.12.2019, 13:17 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 14:58 Uhr
Streiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG führen seit Montag zu Störungen auf den Strecken der Eurobahn in OWL. Foto: Jacoby/Keolis
Streiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG führen seit Montag zu Störungen auf den Strecken der Eurobahn in OWL. Foto: Jacoby/Keolis

Die Geschäftsleitung habe der Gewerkschaft kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Deshalb werde die EVG ihren Forderungen „mit einem entschlossenen Arbeitskampf Nachdruck verleihen“, machte Ingenschay deutlich.

Zum Teil Busnotverkehr eingerichtet

Die Pressesprecherin von Keolis, Nicole Pizzuti, bestätigte auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES: „Seit Sonntagnacht hat die EVG in unserer Eurobahn-Werkstatt in Hamm-Heessen die Arbeit niedergelegt.“ Daran beteiligten sich auch einige Kollegen im Ostwestfalen-Lippe-Netz. Deshalb komme es am Montag zu einigen Kapazitätsabweichungen. „Insgesamt gab es acht Zugausfälle, drei von diesen konnten wir mit einem Busnotverkehr bedienen.“ Auf der Strecke Rahden-Bielefeld habe es Montagfrüh zwei Ausfälle gegeben, einer sei durch Busnotverkehr bedient worden. Eine weitere Prognose abzugeben, sei aktuell noch schwierig. Fahrgäste können sich vor Fahrtantritt im Internet unter www.eurobahn.de/verkehrslage/ über die aktuelle Situation informieren.

EVG fordert 7,5 Prozent mehr Geld

Die EVG erklärte, sie halte es für nicht akzeptabel, dass es zu einer Ungleichbehandlung der Beschäftigten kommt, weil die Geschäftsleitung einen Tarifvertrag anwendet, der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlich bezahlt. „Das hat die 94-prozentige Zustimmung zum unbefristeten Arbeitskampf noch einmal deutlich unterstrichen”, sagte Cosima Ingenschay.

Die EVG fordert für ihre bei Keolis/Eurobahn beschäftigten Mitglieder 7,5 Prozent mehr Geld, einschließlich mehr vom EVG-Wahlmodell, die Einführung eines Zeitguthabenkontos sowie die Erhöhung der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersvorsorge. Zudem soll der Tarifvertrag wieder in Kraft gesetzt werden. Dieser war von Keolis/Eurobahn gekündigt worden.

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