Sa., 18.01.2020

Busverkehr muss aus dem Bereich Brullfeld/Gartenstraße weichen Lösung soll dieses Jahr kommen

Ziel des neuen Busbahnhofes am Nordweg ist, den Verkehr aus der Straße Brullfeld herauszubekommen.

Ziel des neuen Busbahnhofes am Nordweg ist, den Verkehr aus der Straße Brullfeld herauszubekommen. Foto: Michael Nichau

Von Michael Nichau

Rahden (WB). Die Anlieger der Gartenstraße sind sauer: Zu viele Autos fahren durch die – eigentlich verkehrsberuhigte – Nebenstraße im Herzen der Stadt. Durch die zunehmende Bebauung in Kleinendorf würden viele Bürger die Gartenstraße als direkten Weg zum Einkaufszentrum nutzen.

Hinzu kämen noch Busfahrer, die bei der An- oder Abfahrt vom kleinen „Busbahnhof“ an der Stadtsporthalle (Brullfeld) die doch recht schmalen Straßen zum Teil mit Gelenkbussen befahren würden.

„Wenn Fahrradfahrer unterwegs sind, ist gefahrloses Überholen für die Autofahrer kaum möglich“, sagte ein Anwohner beim Ortsteilgespräch im Rahdener Bahnhof. Dort standen Bürgermeister Bert Honsel und sein Vertreter Dieter Drunagel Rede und Antwort. Neben Ortsvorsteher Frank Holtmann informierten sie zudem über Aktuelles aus der Stadt.

„Wir wollen das Thema Gartenstraße in diesem Jahr wieder aufgreifen“, sicherte der Bürgermeister zu. Bereits 2010 sei das Thema im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Busbahnhofs für das Schulzentrum aufgekommen.

Honsel schlug eine Übergangslösung vor, um den Busverkehr aus dem angesprochenen Innenstadtbereich herauszubekommen: Die Busse sollten dann vorübergehend über die Weher Straße in den Nordweg einfahren, meinte er. Er werde entsprechende Gespräche mit den Busunternehmen führen, kündigte Honsel an.

„Vielen Autofahrern scheint nicht bewusst zu sein, dass dort Tempo 30 gilt“, meinte einer der Anwohner und schlug vor, mit deutlich sichtbaren Fahrbahnmarkierungen zu arbeiten.

Dieter Drunagel ging detaillierter auf die Situation in der Gartenstraße ein. „Dort sind an beiden Seiten schmale Bürgersteige, die für sich gesehen wegen der geringen Breite kaum nutzbar sind. Wir erwägen, einen der Gehwege aufzugeben und dafür einen breiteren anzulegen“, erläuterte er.

Auch sei der vorgesehene zentrale Busbahnhof am Schulzentrum dringend erforderlich, um den Busverkehr aus dem Brullfeld herauszubekommen. Für dieses Projekt gebe es unterschiedliche Varianten: Verlängerung der bisherigen Busbuchten am Nordweg, Bau eines ZOB auf dem Gelände an der Schule oder Erweiterung der Bushaltestellen in Richtung Norden mit Querung des Nordweges.

Honsel kündigte an: „Wir werden dieses Thema 2020 mit Hilfe der Politik beenden.“ Das würde auch den Kindergarten am Brullfeld freuen. „Zumindest den Busverkehr müssen wir damit aus diesem Bereich herausbekommen“, meinte er.

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