Fahrzeugbelastung und Geschwindigkeiten bewegen sich im normalen Bereich – Pattweg befestigen
Stellerloh: Experte sieht keine Handlungsnot

Rahden (WB). Auf den Straßen Stellerloh und Lange Reihe werde zu schnell gefahren. Auch klagten Anlieger über eine vermehrte Verkehrsbelastung in diesem Bereich durch die Einziehung der Straße „Auf der Welle“ (Werksstraße von Meierguss).

Samstag, 15.02.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 15.02.2020, 05:03 Uhr
Die Kreuzung zwischen Langer Reihe und Stellerloh. Der Experte empfiehlt Poller auf der Sperrfläche (rechts im Bild) Foto: Nichau
Die Kreuzung zwischen Langer Reihe und Stellerloh. Der Experte empfiehlt Poller auf der Sperrfläche (rechts im Bild) Foto: Nichau

Im Auftrag der Stadt Rahden hat das Ingenieurbüro Wallenhorst die Situation vor Ort untersucht. Die Ergebnisse der Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen hat Diplom-Ingenieur Manfred Ramm im Bau- und Planungsausschuss präsentiert.

Was ist notwendig?

„Wir hatten die Aufgabe, Handlungsnotwendigkeiten und Handlungsmöglichkeiten bei der Verkehrsplanung in diesem Bereich aufzuzeigen“, erläuterte Ramm. Dazu habe es am 26. Juni an sieben Knotenpunkten in dem Bereich Zählungen der Fahrzeuge gegeben. Mit den Messungen wurde ein Vergleich zur Zählung im Jahr 2016 gezogen.

Das Ergebnis: Die Höchste Verkehrsbelastung gebe es auf „Stellerloh“ zwischen dem Pattweg und dem Weidenweg. Allerdings seien die Werte von etwa 430 Fahrzeugen täglich nicht allzu hoch. „Sie unterscheiden sich auch kaum von der Zählung im Jahr 2016“, sagte Ramm. Im Bereich der Langen Reihe ab Kreuzung Stellerloh in Richtung Westen seien zudem deutlich weniger Fahrzeuge gezählt worden, als bei der Vergleichsmessung. „Wir liegen sogar unter unseren Vorhersagen“, meinte Ramm. Lediglich im Südlichen Bereich von Stellerloh habe sich die Zahl der durchfahrenden Autos erhöht. Insgesamt ergebe sich durch die Schließung der Werksstraße eine geringere Verkehrsentwicklung als vorhergesagt. „Es gibt hier auf keinen Fall einen unzumutbaren Zuwachs von Fahrten“, sagte der Fachmann.

Auch bei den Geschwindigkeitsmessungen läge alles im so genannten grünen Bereich. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten gab er mit knapp 38 Kilometern pro Stunde an. Auch werde der V85 Index (85 Prozent der Autofahrer halten die Geschwindigkeit ein) erreicht. Höchste Geschwindigkeiten seien im Nordbereich 50/58 65/75 und 52/58 km/h und im südlichen Bereich der Straße Stellerloh 70/71 km/ und ein Auto mit 81 km/h.

Handlungsnotwendigkeiten sieht der Planer keine. Er regte aber an, an der Kreuzung Lange Reihe/Stellerloh Poller auf die verengende Markierung der Fahrbahn zu setzen und eine rechts-vor-links-Regelung zu etablieren. „Damit werden die Geschwindigkeiten reduziert.“

Alternativen für Pattweg

Für den „Pattweg“ zwischen Weher Straße und Stellerloh gebe es mehrere Möglichkeiten: Eine Einbahnstraße würde dem nördlichen Bereich etwa 180 Fahrten pro Tag mehr bringen. Zudem seien die Grundstücke schwerer erreichbar. Er rate zu drei Ausweichstellen am Pattweg (je nach Ausführung 5000 bis 15.000 Euro Kosten) oder aber zu einer generellen Befestigung der Banketten (je nach Ausführungen zwischen 10.000 und 30.000 Euro Kosten.

Marion Spreen (SPD) kritisierte, dass die Verkehrszählung nur an einem Tag durchgeführt worden sei und zweifelte deren Aussagefähigkeit an. Udo Högemeier (SPD) regte blinkende Geschwindigkeits-Anzeigetafel an, die die Autofahrer freundlich an die Einhaltung des Tempos erinnern.

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