SPD Wehe ehrt verdientes Mitglied für 50 Jahre
Fritz Rohde erhält „Gold“

Rahden (WB). „Parteien ohne engagierte Mitglieder sind - jedenfalls in der Bundesrepublik - kaum vorstellbar. Deshalb finde ich es gut, dass Fritz schon so lange dabei ist“, sagte SPD-Bundestagsabgeordneter Achim Post. Der machte sich persönlich auf den Weg nach Rahden, um Friedrich „Fritz“ Rohde zur 50-jährigen Mitgliedschaft in der SPD zu gratulieren und ihn mit der goldenen Ehrennadel auszuzeichnen.

Dienstag, 03.03.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 05:02 Uhr
Friedrich Rohde (Dritter von rechts) ist seit 50 Jahren Mitglied der SPD. Dazu haben ihm neben seiner Frau Hiltrud auch Friedrich Schepsmeier (von links), Achim Post, Udo Högemeier und Horst-Wilhelm Bruhn gratuliert. Foto:
Friedrich Rohde (Dritter von rechts) ist seit 50 Jahren Mitglied der SPD. Dazu haben ihm neben seiner Frau Hiltrud auch Friedrich Schepsmeier (von links), Achim Post, Udo Högemeier und Horst-Wilhelm Bruhn gratuliert.

Als jahrzehntelanger Weggefährte Rohdes ließ es sich der stellvertretende Rahdener Bürgermeister Horst-Wilhelm Bruhn nicht nehmen, die entsprechende Urkunde zu überreichen.

Empfangen wurden Post und Bruhn gemeinsam mit dem stellvertretenden Rahdener SPD-Fraktionsvorsitzenden Friedrich Schepsmeier sowie dem Bürgermeisterkandidaten Udo Högemeier von Friedrich Rohde und seiner Ehefrau Hiltraud in deren Haus in Rahden.

„Ich finde diese Ehrung im privaten Rahmen sehr schön“, betonte Achim Post, der für den 70-Jährigen als Präsent außerdem ein Buch mit dem Titel „50 Jahre NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion“ mitgebracht hatte. Mit einer Widmung dankt er darin dem Jubilar unter anderem für sein „unermüdliches ehrenamtliches Engagement“.

Chronik als Geschenk

Dazu gab es von Friedrich Schepsmeier die Chronik, die zum 100. Geburtstag der SPD Rahden herausgebracht worden war. Udo Högemeier überreichte ein in Glas verpacktes „Flüssig-Geschenk“ der Rahdener Sozialdemokraten: ausgewählte Tropfen für den Weinkennner und -liebhaber Friedrich Rohde. Einen Blumenstrauß erhielt die Dame des Hauses.

Friedrich Rohde dürfte vielen Rahdenern noch als Lehrer an der Grundschule Tonnenheide in Erinnerung sein, die er 23 Jahre lang leitete. Ebenso durch seine Tätigkeit beim TuS Schwarz-Weiß Wehe. Dort war er 20 Jahre lang im geschäftsführenden Vorstand und fünf Jahre Vorsitzender.

Gebürtig stammt Rohde aus Gelsenkirchen. „Mein Vater war Schlosser und unter anderem in der Gewerkschaft. Als wir damals ins Lippische Bergland nach Extertal gezogen sind, trat er der SPD bei und meinte, das könne ich dann auch“, erzählte Friedrich Rohde. Damals war er gerade 19 Jahre alt. So lernte Rohde auch den SPD-Politiker Karl Hermann Haack kennen, der später Bürgermeister in Extertal (1979 bis 1994) war und unter anderem Mitglied des Deutschen Bundestages (1987 bis 2005) sowie Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

Am Aufbau beteiligt

„Hermann Haack meinte, ich könne doch eine Juso-Gruppe im Extertal aufbauen. Und das habe ich dann getan“, sagte Rohde weiter. „Etwa drei bis vier Jahre war ich dort Juso-Vorsitzender. Dann habe ich durch mein Studium und das Referendariat nicht mehr genügend Zeit dazu gehabt“, sagte Friedrich Rohde, der an der Universität in Bielefeld Lehramt für Grund- und Hauptschule mit den Hauptfächern Mathematik, Physik und Chemie studiert hatte und während dieses Studiums seine aus Löhne stammende spätere Ehefrau Hiltrud kennenlernte.

„Als wir 1974 von Extertal zunächst nach Oppenwehe und 1979 nach Rahden gezogen sind, habe ich kommunalpolitisch nichts mehr gemacht.“ Als Grund dafür gibt er seinen Beruf an. Zudem engagierte er sich damals beim TuS Schwarz-Weiß Wehe, in dem er bis heute aktiv ist. Außerdem beschäftige er sich gerne mit seinen drei Enkelkindern. „Mein Sohn wohnt mit seiner Familie nicht weit von hier in Niedersachsen“, erzählte der 70-Jährige.

Anfang der 1970er Jahre war bereits der Kontakt zu dem gleichaltrigen Friedrich Schepsmeier entstanden. „Fritz hat mich damals mit zum Bezirksvorsitzenden der Jusos in OWL gewählt“, erinnerte sich Schepsmeier.

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