Mo., 16.03.2020

Stadt Rahden reagiert auf Erlass der Landesregierung – Mitarbeiter arbeiten weiter Rathaus bleibt geschlossen

Bürger erhalten von Dienstag an keinen Eintritt mehr ins Rathaus. Die Maßnahme gilt bis zum 19. April.

Bürger erhalten von Dienstag an keinen Eintritt mehr ins Rathaus. Die Maßnahme gilt bis zum 19. April. Foto: Michael Nichau (Archiv)

Rahden (WB/fs). Nach dem Verbot von Veranstaltungen sowie der Schließung von Schulen und Kindertagesstätten bleiben nun auch die öffentlichen Einrichtungen der Stadt Rahden von Dienstag an geschlossen. Gleiches gilt auch für das Rathaus. Das teilte die Stadt am Montagnachmittag mit.

Bereits am Sonntagabend hatte die Verwaltung via Facebook über einige Neuerungen informiert. In einem Statement auf der Social-Media-Plattform wird neben des Erlasses der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, der weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie beinhaltet, auch Bezug zu den hiesigen Einrichtungen genommen. Demnach „bleiben auch in Rahden ab Dienstag öffentliche Einrichtungen wie Hallenbad, Stadtbücherei und der Museumshof“, geschlossen, heißt es bei Facebook.

„Da gibt es kein Ermessen und keinen Spielraum mehr“

Rahdens Bürgermeister Dr. Bert Honsel bestätigte diese Entscheidung am Montag auf Nachfrage dieser Zeitung. Da es sich bei dem Erlass der Landesregierung um eine allgemeine Verfügung handele, müsse sich auch die Stadtverwaltung daran orientieren. „Da gibt es kein Ermessen und keinen Spielraum mehr“, sagte Honsel.

Am Montag tagte zudem ein Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke im Mindener Kreishaus, bei dem über weiteres Vorgehen beraten wurde und an dem auch Bert Honsel teilnahm. Einen städtischen Krisenstab gebe es zudem auch im Rahdener Rathaus, erklärte der Bürgermeister weiter. In diesem kämen täglich jeweils um 9 Uhr die drei Fachbereichsleiter sowie die Sachgebietsleiter zusammen, um die Situation zu beurteilen und zu reagieren.

Eine neue Entscheidung ist nun, das Rathaus ebenfalls zu schließen. „Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass es besser ist, das Rathaus ab Mittwoch für den Besucherverkehr zu schließen“, erklärte das Gemeindeoberhaupt. Diese Maßnahme solle zunächst bis zum 19. April gelten. So lange bleiben laut Erlass der Landesregierung auch die Schulen und Kitas geschlossen.

Mitarbeiter sind telefonisch und per E-Mail erreichbar

Als Begründung nannte die Stadtverwaltung in einer offiziellen Mitteilung, dass unbedingt sichergestellt werden solle, „die Leistungsfähigkeit und das breite Angebotsspektrum der Verwaltung langfristig zu sichern“. Honsel ergänzte im Gespräch, dass die Gefahr natürlich erhöht sei, sich mit Corona anzustecken, wenn viele Menschen ins Rathaus kämen. „Deshalb müssen wir unsere interne Infrastruktur natürlich schützen und erhalten.“ Im Klartext bedeutet die Schließung des Rathauses, dass keine Besucher mehr in das Gebäude hineinkommen. In dringenden Notfällen, etwa wenn wichtige Dokumente benötigt werden, wenn es um Bestattungen geht oder Geldauszahlungen für die Sozialhilfe notwendig sind, können sich die Bürger unter Telefon 05771/730 oder per E-Mail an info@rahden.de an die Stadtverwaltung wenden.

Die Mitarbeiter des Rathauses sind dementsprechend weiterhin im Dienst. Jedoch seien auch Home-Office-Einsätze geplant. Der Bürgermeister selbst sagte: „Ich werde selbstredend jeden Tag im Rathaus sein und von dort aus arbeiten.“

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