Do., 21.05.2020

Sekundarschulausbau: CDU-Fraktion weist Vorwürfe gegen Stadtverwaltung zurück „UfR hätte sich ja informieren können”

Die Stadt Rahden will die Sekundarschule ausbauen. Die CDU-Fraktion im Rat verteidigt das Vorgehen der Stadtverwaltung und kritisiert die UfR-Fraktion für deren Äußerungen.

Die Stadt Rahden will die Sekundarschule ausbauen. Die CDU-Fraktion im Rat verteidigt das Vorgehen der Stadtverwaltung und kritisiert die UfR-Fraktion für deren Äußerungen. Foto: Dieter Wehbrink

Rahden (WB/weh). „Mit großer Verwunderung nimmt die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Rahden die Mitteilung der zwei Personen umfassenden Fraktion UfR zur Kenntnis.“ Mit einer Stellungnahme reagieren die Rahdener Christdemokraten auf die Vorwürfe von Gundel Schmidt-Tschech , die als Fraktionsvorsitzende der UfR der Stadtverwaltung Versäumnisse in Sachen Sekundarschulausbau gemacht hatte.

„Dazu beziehe ich als angesprochenes Mitglied im Schulausschuss, auch im Namen unserer Fraktion, folgendermaßen Stellung“, schreibt Bianca Winkelmann. „Das Rahdener Schulzentrum genießt über die Grenzen unserer Stadt hinaus einen hervorragenden Ruf. Damit das so bleibt und Rahden seine Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort behält, sind Investitionen am Schulzentrum nötig. Das ist unstrittig. Denn, die Sekundarschule benötigt mehr Platz.“

Größte Investitionen der Stadt in nächsten Jahren

Unter anderem seien steigende Schülerzahlen prognostiziert und auch die Ausrichtung des Unterrichts erfordere andere Raumkonzepte, als man sie beispielsweise zurzeit im ehemaligen Realschulgebäude vorfinde. Bereits im Mai 2018 habe sich daher ein Arbeitskreis aus Mitgliedern aller Fraktionen gegründet, um sich intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen. „Als CDU-Fraktion haben wir von Anfang an zu dem Projekt gestanden und zugleich ganz klar auf die Kosten geschaut“, schreibt Winkelmann. „Im Schulausschuss habe ich im Namen meiner Fraktion auf die positiven, fraktionsübergreifenden Entscheidungen der Vergangenheit hingewiesen. Ich habe aber auch deutlich gemacht, dass wir mit dem Ausbau der Sekundarschule vor einer der größten Investitionen der Stadt Rahden der nächsten Jahre stehen.“

Und aufgrund genau dieser Dimensionen habe die CDU gerne das Angebot der Verwaltung angenommen, sich in einer Sonderfraktionssitzung ausführlich über den aktuellen Planungsstand informieren zu lassen. „Es steht jeder Fraktion frei, auf so ein Angebot zurückzukommen. SPD und FDP haben es zum Beispiel auch gerne genutzt“, betont Winkelmann. „Die UfR hielt dies hingegen offensichtlich nicht für nötig. Der Verwaltung hier nun Vorwürfe zu machen, erschließt sich uns nicht. Wer Informationsangebote nicht nutzt, ist schlichtweg selbst schuld.“

Ortstermin gehört dazu

Die Rahdener Christdemokraten würden jedenfalls auf der Grundlage der vorgestellten Planungen die Zeit intensiv nutzen, um sich abzustimmen. „Offene Fragen aus der Fraktionssitzung gilt es, von Seiten der Verwaltung klären zu lassen. Und auch ein Ortstermin am Schulzentrum gehört für uns selbstverständlich dazu. Entscheidungen solcher Dimension werden wir nicht vom Rathaussaal oder über Tischvorlagen entscheiden. Jeder Fraktion sei es aber natürlich freigestellt, ob man sich darauf beschränke, öffentlich Vorwürfe zu erheben oder selbst aktiv zu werden.“

Jede Investition der Stadt Rahden in die Schulen sei eine gute Investition, denn es gehe um die Zukunft der Kinder, betont Bianca Winkelmann. „Die Rahdenerinnen und Rahdener können sich sicher sein, dass uns an einer baldigen Lösung gelegen ist, doch hier muss aus Sicht der CDU Rahden noch viel mehr als sonst Sorgfalt vor Schnelligkeit gelten. Alles andere wäre aufgrund der Finanzen fahrlässig.“

Überall dort, wo sich vielleicht noch Fenster für Einsparungen eröffnen würden, müssten diese genutzt werden. „Daher halte ich, wie in der Sitzung des Schulausschusses angesprochen, den Zeitplan, eine finale Entscheidung bis zur letzten Ratssitzung vor der Sommerpause zu treffen, für sehr ambitioniert“, schreibt die CDU-Ratsfrau. „Es geht bei allem nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie und das Wann.“

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