Neuer Pächter für Draisinenstrecke – Fahrzeuge und Strecke auf neuem Stand
Draisinenspaß mit Hygiene-Regeln

Rahden (Art). Die Draisinen zwischen Rahden und Wagenfeld-Ströhen sollen wieder rollen. Eigentlich sollte der Pächterwechsel bereits zu Saisonbeginn am 1. April erfolgen, doch Corona machte wie so vielem einen Strich durch die Rechnung.

Samstag, 23.05.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 23.05.2020, 05:01 Uhr
In den Draisinen-Bahnhof an der Weher Straße kommt wieder Leben. Es gelten aber Hygieneregeln für die Benutzer. Foto: Nichau
In den Draisinen-Bahnhof an der Weher Straße kommt wieder Leben. Es gelten aber Hygieneregeln für die Benutzer. Foto: Nichau

Seit Dienstag haben die Draisinen endlich ihren Fahrbetrieb aufgenommen. "Man merkt, dass die Menschen ins Freie wollen. Die Nachfrage zieht sofort an", freut sich der neue Betreiber Jörg Hespos. „Es ist toll, dass wir einen Nachfolger gefunden haben, der das Metier kennt", sagte Rahdens Bürgermeister Dr. Bert Honsel, der beim offiziellen Startschuss ebenso wie sein Wagenfelder Pendant Matthias Kreye insbesondere den Tourismusbeauftragten der beiden Kommunen Lena Meyer (Rahden) und Sven Schröder (Wagenfeld) für ihren Einsatz bei der Findung eines neuen Betreibers dankte.

Im Vorfeld hatten die Kommunen die gesamte Strecke freischneiden lassen. Während der Saison vom 1. April bis 31. Oktober übernimmt dies der Betreiber, der zum Start die Draisinen generalüberholt und aufgehübscht hat, selbst. „Die Streckenbeschilderung werden wir in den nächsten Tagen zudem noch erneuern“, erläuterte Lena Meyer.

Eingeschränkt, gemäß den Vorgaben der Hygiene- und Abstandsregelungen im Rahmen der allgemeinen Lockerungen, gehen zunächst ausschließlich Vierer-Draisinen auf die rund 14 Kilometer lange Strecke. „Derzeit richtet sich das Angebot hauptsächlich an Personen aus maximal zwei Haushalten. Größere Gruppen werden erst nach weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen mit den Draisinen fahren können“, machte Jörg Hespos deutlich. "Gerade in diesen Zeiten eine tolle Idee für Familienausflüge", betonte Matthias Kreye, und Bert Honsel ergänzte mit Blick auf bereits bestehende Tourismuskooperationen: „Wir wollen die schönen Mosaiksteine unserer Kommunen zu einem großen Ganzen zusammenfügen."

Hespos seinerseits lobte die bisherige und aktuelle Zusammenarbeit mit beiden Kommunen und gab einen Vorgeschmack, wohin die Reise mit fortschreitenden Lockerungen gehen könnte. "Neben den beliebten Gruppenausflügen plane ich auch Abendfahrten und bei milden Wintern Fahrten über das Saisonende im Oktober hinaus, vielleicht sogar das ganze Jahr durch." Der neue Draisinenchef freute sich, bereits bestehende Tourismusverbindungen ebenso wie die Homepage der Auenland-Draisinen weiter nutzen zu können. Durch seinen jüngst erweiterten Wohnmobilstellplatz, eine geplante Kontaktaufnahme zum neuen Marissa-Ferienpark in Lembruch und Busreiseunternehmen verspreche er sich weitere Auslastung.

Mit einer Moorbahnfahrt ab seinem Lokschuppen und dem Besuch der Moorwelten lasse sich solch ein Ausflug gerade in Zeiten, in denen Urlaub in Deutschland einen größer werdenden Stellenwert genießt, gut abrunden oder zu einem Gesamtpaket ausweiten. Preise und Öffnungszeiten hat Jörg Hespos übernommen und plant vorerst keine Änderungen.

14 Kilometer Naturidylle, Spaß und Bewegung – die rund 14 Kilometer lange Strecke führt durch eine Grünlandschaft mit ruhiger Atmosphäre und mit vielfältigen Zwischenstopp-Angeboten von Rahden nach Wagenfeld-Ströhen und wieder zurück. Dabei wird die nordrhein-westfälisch niedersächsische Grenze passiert. Die Dauer je Fahrt liegt etwa bei zwei bis drei Stunden. Am nördlichsten Punkt NRWs, dem Nordpunkt, kann ein Zwischenstopp zur Besichtigung des Sonnenuhrenparks eingelegt werden. Es kann zudem auch nur eine Strecke gebucht und ein Ausklang im Ströher Lokschuppen genossen werden. „Dies eignet sich auch als Zwischenstopp zum ,Auftanken’, um vielleicht eine Moorbahnfahrt anzuschließen, die auch an den Moorwelten einen Haltepunkt hat“, erläutert Hespos. Auch eine Erkundung des Moorpads ist möglich.

Hygiene-Regeln für Draisinen-Fahrten

- Es sind maximal zwei Personen pro Draisine gestattet, es sei denn, es handelt sich um eine Familie oder nachweislich um Personen aus maximal zwei häuslichen Wohngemeinschaften.

- Gäste bekommen die geltenden Regeln schriftlich ausgehändigt.

- Auch an den Rastplätzen sind die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten; eine Gruppenbildung ist zu vermeiden.

- Ein Wechsel von Personen von einer Draisine zur nächsten, ist verboten.

- Die Draisinen werden nach jeder Fahrt desinfiziert.

- Auch bei der An- und Abreise sollten Gäste auf geltende Abstandsregelungen achten.

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