Gemeinsame Aktion von Heimatpfleger, Stadt Rahden und Firma Meier-Guss
Der Rahden-Deckel

Rahden (WB). Rahden trifft Berlin. Klingt ungewöhnlich, ist aber so. Was verbindet die nördlichste Stadt in Nordrhein-Westfalen und die Bundeshauptstadt? Kurz und knapp gesagt, ein Gullydeckel.

Montag, 15.06.2020, 11:00 Uhr
Im Lokschuppen haben Bürgermeister Dr. Bert Honsel (von links), Angela Wlecke, Claus-Dieter Brüning, Lena Meyer und Andreas Rehmer den Rahden-Gully vorgestellt. Er zeigt acht Motive aus dem Rahdener Stadtgebiet, von der Johanniskirche bis zum Großen Stein. Foto:
Im Lokschuppen haben Bürgermeister Dr. Bert Honsel (von links), Angela Wlecke, Claus-Dieter Brüning, Lena Meyer und Andreas Rehmer den Rahden-Gully vorgestellt. Er zeigt acht Motive aus dem Rahdener Stadtgebiet, von der Johanniskirche bis zum Großen Stein.

Vor einigen Jahren entwarf die heimische Firma Meier-Guss einen Deckel für eine Schachtabdeckung mit den bekanntesten Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt. Mittlerweile dienen diese Schachtabdeckungen nicht nur dazu, Abwasserkanälen ein „Gesicht“ zu geben, sondern auch bei kreativen Menschen hat der „Berlin-Deckel“ großen Anklang gefunden. So wurden beispielsweise im Rahmen eines „Street-Printing-Projekts“ schon T-Shirts und Taschen mit dem Deckel-Motiv aus dem Hause Meier-Guss bedruckt.

Darauf wurde auch Rahdens Stadtheimatpfleger Claus-Dieter Brüning aufmerksam. Bereits im vorigen Jahr hatte Brüning über das soziale Netzwerk Facebook die Rahdener dazu aufgerufen, Fotos von den besonderen Schachtabdeckungen aus Rahden zu posten. „Die Aktion wurde sehr gut angenommen. Es sind über 100 verschiedene Motive in die Gruppe gestellt worden. Vielen Rahdenern geht es wohl wie mir, dass sie jetzt häufiger bei Urlauben oder Stadtbesuchen den Blick auf den Boden werfen“, sagt Brüning.

Skyline als Motiv

Dass Städte oder Gemeinden ihre Straßen mit Motivdeckeln, wie beispielsweise dem Stadtwappen, aufhübschen, ist keine Seltenheit. „Viele Städte erhöhen die Attraktivität von Fußgängerzonen oder besonderen Plätzen mit individuell gestalteten Deckeln“, berichtet Meier-Guss-Geschäftsführer Michael Kintzel. Schon im vorigen Jahr kam Claus-Dieter Brüning die Idee, dass man auch für Rahden einen besonderen Deckel entwickeln könnte.

Konkreter wurden die Vorstellungen dann nach einem Gespräch zwischen Brüning und Angela Wlecke. Als Vorlage wurde die Rahdener „Skyline“ genommen, die vielen Rahdener Bürgern sicherlich schon von anderen Produkten der Stadt Rahden bekannt sind. Angela Wlecke zeichnete einen Entwurf mit den Wahrzeichen der Stadt Rahden und der umliegenden Ortschaften. Final angepasst wurden die Vorschläge von der Entwicklungsabteilung von Meier-Guss.

So enthält der Rahdener Deckel die Umrisse der Kleinendorfer Burgruine, der Rahdener St.-Johannis-Kirche, der Preußisch Ströher Stehlen vom Nordpunkt, des Glockenturms von Varl sowie des Großen Steins aus Tonnenheide. Außerdem zu sehen sind die Weher Bockwindmühle, der Rahdener Funkturm und das Sielhorster Göpelhaus.

Viel Engagement

Ebenfalls eng in das Projekt eingebunden war die Rahdener Tourismusbeauftragte Lena Meyer. „Von Beginn an waren wir von der Idee begeistert. Und die Deckel sehen in natura wirklich sehr schön aus“, erklärt Meyer.

Hocherfreut zeigte sich auch Rahdens Bürgermeister Dr. Bert Honsel. Die ersten Deckel werden in Kürze im Rahdener Stadtgebiet zu sehen sein. „Vorgesehen ist der Einbau auf dem neugestalteten Kirchenvorplatz. Aber auch vor Schulen planen wir, die Deckel auszutauschen. Die Nachhaltigkeit ist auf jeden Fall auch gegeben, da wir die bisherigen Deckel weiterverwenden können“, so der Bürgermeister.

Natürlich kosten solche individuellen Anfertigungen mehr als Standardgullydeckel. Dazu der Meier-Guss-Geschäftsführer: „Die angefallenen Modellkosten werden von uns gerne übernommen, da viel Engagement der Beteiligten in dieses Projekt geflossen ist und sich das Ergebnis im wahrsten Sinne wirklich sehen lassen kann“, erklärt Michael Kintzel.

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