Delegation begleitet Vorstellungsbesuch des Bürgermeisterkandidaten Udo Högemeier
SPD setzt auf Zusammenarbeit mit Meierguss

Rahden (WB). Der Bürgermeisterkandidat der SPD, Udo Högemeier, hat seine Vorstellungsrunde bei Rahdener Unternehmen fortgesetzt. Gemeinsam mit einer Delegation aus Mitgliedern des SPD-Stadtverbandes und der Ratsfraktion wurde er bei der Firma Meierguss begrüßt. Das Anliegen der Besucher war es zudem, aktuelle Informationen aus erster Hand zu erhalten, wie die Fraktionsvorsitzende Dorothee Brandt betonte.

Dienstag, 30.06.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 05:01 Uhr
Von links: Timo Maruszczyk, Udo Högemeier, Dorothee Brandt, Horst-Wilhelm Bruhn, Friedrich Schepsmeier (alle SPD), Bernhard Rehbock und Andreas Rehmer von Meierguss. Foto:
Von links: Timo Maruszczyk, Udo Högemeier, Dorothee Brandt, Horst-Wilhelm Bruhn, Friedrich Schepsmeier (alle SPD), Bernhard Rehbock und Andreas Rehmer von Meierguss.

Högemeier nutzte somit neben der Gelegenheit, sich der Geschäftsführung persönlich vorzustellen, das Treffen dazu, um Fragen zu aktuellen Themen und künftigen Vorhaben die Firma Meierguss betreffend zu stellen. Bereits in der Vergangenheit habe die SPD in Rahden die Vorhaben der Firma stark unterstützt, besonders im Hinblick auf die Mitarbeiter und deren Arbeitsplätze.

Geschäftsführer Andreas Rehmer sowie die beiden Mitgeschäftsführer Michael Kintzel und Dr. Marc Mateika hatten die Gruppe in Empfang genommen. An­dreas Rehmer betonte, dass der Standort Rahden neben dem in Limburg sehr wichtig sei und bleiben soll. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die hochwertigen Gussteile mit einer Fertigungstiefe – also dem Anteil der im eigenen Unternehmen durchgeführten Produktionsschritte – zu 99 Prozent in Deutschland hergestellt werden.

Udo Högemeier plädierte stark dafür, dass dies so bleibt, da hier vor Ort die Arbeitsschutz- und Umweltstandards gewissenhafter eingehalten würden, als es bei vielen ausländischen Mitbewerbern der Fall sei.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde berichteten die Vertreter von Meierguss unter anderem, dass sich die logistischen Vorteile der eingerichteten Werkstraße wie erhofft eingestellt hätten. Der kurz vorher errichtete elektrisch betriebene Warmhalteofen für die Schmelze habe sich im Einsatz bewährt, sowohl im Hinblick auf die Gießqualität als auch beim Management von Störungen. Dieser Themenkomplex endete mit einem Austausch über das Verhältnis zu den durch die Einrichtung der Werkstraße betroffenen Anwohnern und ebenso die daraus resultierende verkehrliche Situation im Umkreis der Firma.

Anschließend diskutierten Udo Högemeier und die Delegierten mit der Unternehmensführung über den bei der Produktion solcher Gussteile unvermeidlichen CO2-Ausstoß sowie die technischen Möglichkeiten zu dessen Reduzierung, Energieeinsparungen und mögliche Weiternutzung der Wärme.

Dazu erläuterte Dr. Mateika, Geschäftsführer für den technischen Bereich, unter anderem einige Ideen, um zukünftig die Emissionen weiter zu verringern. Ein für die Wettbewerbsfähigkeit wichtiges Problem stelle demnach die Einführung der deutschen CO2-Steuer dar. Ausländische Gießereien, wie etwa aus Indien, die in der Regel einen deutlich höheren CO2-Ausstoß haben, müssen diese Abgabe nicht entrichten und können somit ihren Marktanteil in Deutschland steigern.

Grundsätzlich jedoch sieht der Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing, Michael Kintzel, Meierguss gut für den Wettbewerb innerhalb Europas aufgestellt. Mögliche Projekte zur Verbesserung des Standorts wurden ebenfalls angesprochen.

Inwieweit die Corona-Pandemie Einfluss auf die aktuelle wirtschaftliche Situation des Unternehmens genommen hat, erläuterte der kaufmännische Geschäftsführer Andreas Rehmer. Der Markt biete Chancen aufgrund der eingeschränkten Lieferfähigkeit einiger Konkurrenten, berge aber auch mittelfristig Risiken für das Rahdener Unternehmen. Die aktuellen Zahlen lägen bei Meierguss nur etwas hinter den Zahlen von 2019. Kurzarbeit sei zum Glück aus heutiger Sicht kein Thema. Den Abschluss des Besuchs bildete eine kurze Führung durch die Produktion, bei der auch der Warmhalteofen besichtigt werden konnte.

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