Amerikanerin Kate Frost übersetzt Informationsbroschüre des Museumshofs
Heimatgeschichte „in English“

Rahden (WB). Ein gutes Stück internationaler präsentiert sich jetzt die historische Hofanlage an der Burgruine in Rahden-Kleinendorf. Neben dem englischsprachigen „Audio-Guide“ steht den Besuchern des Museumshofs nun auch ein gedruckter Führer auf Englisch für weit gereiste Gäste zur Verfügung. Für die Übersetzung sorgte ehrenamtlich Kate Frost, die seit ihrer Zeit als amerikanische Austauschstudentin mit großem Interesse das Geschehen am Rahdener Heimatmuseum verfolgt.

Dienstag, 14.07.2020, 06:00 Uhr
Gaby Bergsieker (links) vom Förderverein des Museumshofs überreicht Kate Frost als Dank für ihre Arbeit Präsente. Foto: Peter Götz
Gaby Bergsieker (links) vom Förderverein des Museumshofs überreicht Kate Frost als Dank für ihre Arbeit Präsente. Foto: Peter Götz

In Zusammenarbeit mit der ehemaligen Museumshof-Leiterin Magdalene Kottenbrink, bei der Frost damals wohnte, führte sie mit der Übersetzung das weiter, was vor 20 Jahren in der damaligen Spinn- und Webgruppe begann. Schwierigkeiten seien bei der Arbeit an den Texten nicht aufgetaucht. Allerdings: „Für manche Begriffe gibt es eben, trotz penibler Recherche, keine englischen Äquivalente“, berichtet die junge Frau aus North Carolina schmunzelnd, während sie die mit Spezialitäten aus Rahden gefüllte Präsentkiste des Fördervereins als Dank für ihr Engagement entgegen nimmt.

Besucherführer

Die Begriffe für die alten Maßeinheiten Scheffel, Himpten und Metze oder auch „Kaffee und Kuchen“ existieren in diese Form im englischen Sprachgebrauch nicht und sind darum in deutscher Schreibweise mit englischer Beschreibung (zum Beispiel „coffee and cake, served in the afternoon“) im neuen Besucherführer zu finden.

„Die eigentliche Übersetzung war nicht sehr kompliziert. Da ich aber in der Corona-Zeit drei Kinder im Homeschooling betreue, blieb manchmal nur Zeit zwischendurch”, beschreibt Kate Frost in perfektem Deutsch die Herausforderung, der sie sich bei der Arbeit stellen musste. Insgesamt war sie etwa zehn Stunden damit beschäftigt. Für Kate Frost war es nicht die erste Übersetzung für den Museumshof, mit dem sie sich sehr verbunden fühlt – und es wird wohl auch nicht der letzte Beitrag der Amerikanerin sein, auch wenn ihr einjähriger Deutschlandaufenthalt für dieses Mal fast zu Ende ist.

Zählt man die Version in Plattdeutsch dazu, gibt es mittlerweile Museumshof-Infobroschüren in drei Sprachen. Der Audio-Guide darf allerdings momentan nicht ausgeliehen werden.

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