Gespräch über die Reaktivierung der Bahnstrecke Rahden – Bremen
Mehr Zusammenarbeit über Grenzen

Rahden (WB). Die CDU-Landratskandidatin Anna Bölling und die heimische CDU-Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann haben mit Vertretern des Aktionsbündnisses Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde (AEBB) über mögliche Perspektiven einer Wiederbelebung der Bahnstrecke Rahden – Bremen gesprochen.

Mittwoch, 19.08.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 19.08.2020, 05:04 Uhr
Frank Imhoff, Anna Bölling und Bianca Winkelmann bei der Fahrt mit der Draisine zum Nordpunkt. Foto:
Frank Imhoff, Anna Bölling und Bianca Winkelmann bei der Fahrt mit der Draisine zum Nordpunkt.

Auch hoher Besuch aus Bremen folgte der Einladung von Anna Bölling zum Fachgespräch zur ländlichen Nahmobilität: Der amtierende Präsident der Bremischen Bürgerschaft, Frank Imhoff, kam nach Preußisch Ströhen zum Nordpunkthaus. „Mangels aktivierter Bahnstrecke musste er mit dem Auto zum Termin anreisen, denn über weite Teile der Strecke besteht bekanntlich kein Bahnverkehr“, sagen Bölling und Winkelmann.

Stattdessen nutzten die Teilnehmer die Draisine und befuhren einen Abschnitt der Gleise nördlich von Rahden, der aktuell zumindest für Draisinenverkehr freigegeben ist.

Landratskandidatin Anna Bölling hob die Bedeutung einer Zugverbindung über die Kreisgrenze hinweg hervor: „Dieses Beispiel zeigt, dass die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarkreisen intensiviert werden muss. Öffentlicher Nahverkehr hört nicht an Kreisgrenzen auf.“

„Es ist sicherlich ein Erfolg, dass in diesem Jahr die Entwidmung einiger Abschnitte auf der Bahnstrecke Sulingen – Nienburg verhindert werden konnte“, meinte die Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann, die sich in diesem Zusammenhang wie das AEBB auch mit einer Stellungnahme an das Eisenbahnbundesamt gewendet hatte.

Im Austausch mit den Vertretern des Aktionsbündnisses informierten sich die CDU-Landratskandidatin und Frank Imhoff über die Historie der Bahnstrecke und den aktuellen Sachstand. Es wurde einhellig als Fortschritt aufgefasst, dass nicht nur die Entwidmung von einzelnen Streckenabschnitten abgewendet werden konnte, sondern ebenfalls auch die Verkäufe einiger Abschnitte auf der Strecke.

Kommentare

Friedrich Büsching  schrieb: 19.08.2020 06:54
Und bitte nicht nur da!
Und wenn man schon dabei ist sollte man auf noch existirenden Bahnstrecken wie z.B. Minden-Nienburg gleich die Zwischenbahnhöfe sopfern noch vorrhanden reaktivieren, die in den 1980ern geschlossen worden sind.
Wenn man auf klimafreundliche Mobilität auch imn ländlichen Regionen setzen will, sind 30 min mit der Bahn attraktiver als 75 min mit dem Bus (bei gleicherm Start-/Zielpunkt)!
1 Kommentare
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