Wirtschaftsförderin Victoria Hoffmann, stellt Zukunfts-Möglichkeiten für die Stadt vor
Imagekampagne soll Rahden aufwerten

Rahden (WB). Googeln sie mal den Begriff Leitbild und Rahden“, hat Victoria Hoffmann, die neue Wirtschaftsförderin der Stadt Rahden, die Mitglieder des Fachausschusses aufgefordert. „Sie werden diesen Begriff nicht in Zusammenhang mit Rahden finden, wohl aber mit anderen Städten in Ostwestfalen“, meinte sie.

Samstag, 19.09.2020, 06:14 Uhr aktualisiert: 19.09.2020, 06:18 Uhr
Der Rahdener Kirchplatz mit Blumenpracht. Reicht das Image „Eine Stadt zum Älterwerden“ tatsächlich aus Foto: Michael Nichau
Der Rahdener Kirchplatz mit Blumenpracht. Reicht das Image „Eine Stadt zum Älterwerden“ tatsächlich aus Foto: Michael Nichau

Und nur mit einem Leitbild könne man eine Kommune wettbewerbsgerecht verkaufen, den Städtebau vorantreiben, sich von anderen Kommunen abheben und auch die Bedürfnisse von Bürgern und Unternehmen wahrnehmen. Dazu ermögliche ein städtisches Leitbild auch klare Orientierungen in der Projektarbeit, sagte Hoffmann.

Es gehe darum, eine so genannte „Kernkompetenz“ für Rahden zu entwickeln. Das bedeute etwa ein Alleinstellungsmerkmal. Es gehe um eine „Stadtmarke“, ein Leitbild, das Idealbild einer Kommune sei. Dazu müsse man lang- und kurzfristige Ziele sowie tatsächliche Maßnahmen definieren und festlegen.

Slogan wäre gut

Victoria Hoffmann regte an, einen Arbeitskreis zu gründen und auch eine Bürgerbeteiligung zu organisieren, um gemeinschaftlich ein Leitbild für Rahden zu entwickeln.

Die Kernkompetenz könne etwa der „Gesundheitsstandort Rahden“ sein, mit dem vorhandenen Krankenhaus und einer Ärzteversorgung vor Ort. „Hier kann man gut alt werden“, wäre ein möglicher Slogan, deutete die Wirtschaftsförderin an.

Sie hatte aber auch die im Zuge des IKEK entwickelten Leitbilder vor Augen. Auch dafür hatte es bereits eine Beteiligung der Bürger in Arbeitskreisen gegeben, „Rahden – stark und lebendig“ sei damals dabei herausgekommen. Dies gelte es mit Inhalt zu füllen, etwa durch die Erschließung neuer Wohngebiete oder generationsübergreifendem Wohnen.

„Nein, es gibt noch keinen konkreten Fahrplan“, antwortete Victoria Hoffmann auf die Rückfrage von Ausschuss-Mitglied Florian Haase (FDP).

Ein weiteres Ziel der Wirtschaftsförderin sei eine Imagekampagne. „Darunter versteht man eine befristete Aktion mit definiertem Ziel“, klärte sie die Lokalpolitiker, die noch in Vorwahl-Besetzung im Ausschuss saßen, auf.

Eigene Identität

„Wir müssen eine Marke für Rahden entwickeln, das Image dann auch verbreiten und damit den regionalen Bekanntheitsgrad der Stadt steigern“, sagte sie. Damit verbunden sie auch die Entstehung einer eigenen Identität der Stadt nach außen und nach innen.

„Wir müssen dabei alle Anspruchsgruppen mitnehmen“, betonte Hoffmann. Teile der Imagekampagne seien etwa ein Imagefilm, ein Werbeslogan, Plakatierungen, Vermarktung von Werbemitteln für die Stadt und vor allem die Kooperation mit dem Gewerbebund.

„Das ist leider ein bisschen teuer“, schränkte die Wirtschaftsförderin ein. „Die Kosten liegen nach Schätzungen bei etwa 80.000 Euro.“

Da es sich bei der Vorstellung der Zukunftsvisionen für Rahden erst um eine Information handelte, erbaten sich die Fraktionen zunächst auch Beratungszeit. Deutlich wurde aber, dass man eine Prioritätenliste für Maßnahmen in der Stadt aufstellen müsse, in der auch die Imagekampagne mit der genannten Summe auftauchen solle. „Darüber muss dann entscheiden werden“, betonte Friedrich Schepsmeier (SPD).

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