Positive Resonanz bei der Rahdener Kaufmannschaft – Viele Besucher in der Stadt
„Trödelsamstag“ kommt gut an

Rahden(WB). Rahden ohne Trödelmarkt... Eigentlich kaum noch vorstellbar, aber in Corona-Zeiten nicht zu realisieren. Umso wichtiger war es dem Gewerbebund Rahden, mit dem „Trödelsamstag“ endlich einmal wieder Leben in die Stadt zu bringen.

Dienstag, 22.09.2020, 02:00 Uhr
Gundi Müller (rechts), Luftballonkünstlerin, hat mit ihren bunten Ballons für Frohsinn gesorgt. Hier freuen sich Erna Reuter aus Tonnenheide und Enkelin Mara. Fotos: Andreas Kokemoor

„Die Rückmeldungen der Einzelhändler in Rahden sind durchweg positiv, aber diese erweiterten Öffnungszeiten am Samstag sind natürlich mit dem bisher bekannten Trödelmarkt oder verkaufsoffenen Sonntagen nicht zu vergleichen“, sagte Marin Wlecke, Vorsitzender des Gewerbebundes.

„Es ist schon schön gewesen: Die Band ‚30 Minutes‘ bot an unterschiedlichen Stellen ihre Musik dar. Gundi Müller hat ihre Luftballons gefertigt und verteilt. Und schon laufen zahlreichen Mädchen und Jungen mit Luftballons durch die Stadt“, bilanzierte Wlecke.

„Wir haben das gemacht, was möglich war, was mit Anstand ging“, sagte er. Das Wetter habe – typisch für das Trödel-Wochenende – natürlich gepasst. Und es seien wohl auch einige Extra-Umsätze generiert worden, die es ohne den Trödelsamstag nicht gegeben hätte.

„Mache Leute sind eigens an diesem Samstag nach Rahden gekommen, um auch die entsprechenden Dienstleistungen der Fachbetriebe in Anspruch zu nehmen. Dafür war dann an diesem Tag doch mehr Zeit“.

„Ein Trödelsonntag hätte da mehr geholfen. Das war – wie schon gesagt – kein Vergleich. Dennoch haben auch die Restaurants und die Eisdiele von den vermehrten Besuchern profitiert“, meinte Wlecke auf Anfrage dieser Zeitung.

Auch sei der Trödelsamstag eine Art Probe für den kleinen Weihnachtsmarkt gewesen. „Wir testen aus, was zulässig und machbar ist. Das hängt auch von den jeweiligen Auflagen ab, wie so ein Event zu gestalten ist“, sagte Wlecke. „Wir können auch noch gar nicht sagen, wie so etwas tatsächlich aussehen könnte“, meinte Wlecke.

Die Dezemberträume könnten jedenfalls in der bisherigen Form so nicht stattfinden. „Die Auflagen sind nicht zu erfüllen“, sagte Wlecke über die zukünftigen Veranstaltungen. Man könne auch keine Bühne aufbauen. „Es ist vorstellbar, etwa mobile Musikgruppen durch die Stadt zu schicken. Wir arbeiten an einen Konzept, können aber noch überhaupt nichts dazu sagen“, erläuterte der Gewerbebund-Chef angesichts noch fehlender Vorschriften und Vorgaben.

Er sparte jedoch nicht mit Kritik an der Gewerkschaft, die sich gegen offene Sonntag ohne Veranstaltungskopplung ausgesprochen hatte: „Die Gewerkschaft handelt hier gegen die Interessen des stationären Einzelhandels. Das kann so nicht richtig sein.“

Ein KOMMENTAR von Michael Nichau

Schön, dass in Rahden am Samstag so richtig was los war und die Bevölkerung das Angebot des Trödelsamstags angenommen hat.

Zu lange schon müssen die Rahdener und ihre Gäste ohne Volksfeste auskommen. Das wird allerdings – angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen – auch in den kommenden Monaten nicht anders werden.

Umso schöner ist es, wenn sich der Gewerbebund Mühe gibt, wenigstens mit kleinen Aktionen für Freude zu sorgen. Wie schön ist es doch, wenn sich bunte Luftballons durch die Einkaufsmeile bewegen und auch Musik durch die Straßen klingt.

 

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