Pflegedienst Bonitas renoviert dritte Etage für Pflege-Wohngruppe
Neue Bewohner kommen im Oktober

Rahden (WB). Die dritte Etage wird ausgebaut. Bald wird es in der Wohngemeinschaft für junge pflegebedürftige Erwachsene elf neue Pflegeplätze geben. Die Rede ist von der Einrichtung in den oberen drei Etagen des ehemaligen Bettenhauses des Rahdener Krankenhauses. Betrieben werden die künftig zwei Wohngemeinschaften und die Wohngruppe für sechs Beatmungspatienten (eigenes Stockwerk) vom Pflegedienst Bonitas.

Dienstag, 29.09.2020, 02:00 Uhr
Pflege und Leben mit Umräumaktionen: Norbert Maas zeigt einen der Tagesräume, wo man derzeit Möbel lagert. Foto: Michael Nichau
Pflege und Leben mit Umräumaktionen: Norbert Maas zeigt einen der Tagesräume, wo man derzeit Möbel lagert. Foto: Michael Nichau

Norbert Maas ist dort Pflegedienstleistung. Valentina Hartung ist die Hausleiterin. Beide luden in die noch unfertige neue Etage ein. Denn im Oktober sollen – wegen der Renovierung – zunächst nur zwei neue Bewohner einziehen. „Eigentlich wollten wir dann einen Tag der offenen Tür veranstalten, doch wegen der aktuellen Lage sind selbst Besichtigungen von Interessenten nur mit Anmeldung möglich.“

Interessenten gebe es reichlich, sagte Maas im Gespräch mit dieser Zeitung. Denn: Bonitas habe mit der Wohngruppe für pflegebedürftige junge Erwachsene nicht nur in Rahden, sondern auch im Umkreis ein Alleinstellungsmerkmal. Es handelt sich um ein Konzept für jüngere Menschen, die aber Pflege rund um die Uhr benötigen.

Probleme durch Corona

„Im Vordergrund steht die weitere Teilhabe am Leben. Dafür sind wir mit einem multiprofessionellen Team aus Pflegefach- und -hilfskräften, Betreuungs- und Hauswirtschaftskräften gerüstet“, erläutert Maas. Stichwort sind Aktivitäten für die Bewohner. So standen – vor Corona – auch Besuche bei Großveranstaltungen auf dem Plan. „Das ist derzeit zwar nicht so recht möglich. Wir bemühen uns aber, Möglichkeiten zu schaffen“, erklärt Maas.

Seit fünf Jahren gibt es Bonitas am Standort in Rahden. Seit dreieinhalb Jahren existiert das neue Konzept für so genannte „jugendliche Pflege“. Und der Bedarf steigt ständig. „Wir haben hier Menschen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren, die durch einen Schicksalsschlag oder eine Erkrankung plötzlich pflegebedürftig geworden sind“, sagt Maas. „Normalerweise würden sie – wie Senioren – in einem Pflegeheim landen. Damit geben sich die jüngeren Patienten aber nicht zufrieden“, sagt Valentina Hartung.

„Es sind selbstbestimmte Menschen, denen wir ein möglichst normales Leben auch weiter ermöglichen wollen. Wenn es sein muss, auch mit persönlicher Begleitung“, betont Norbert Maas. Natürlich müsse niemand, der älter werde als 60 Jahre, hier ausziehen.

Vier Wochen pro Stockwerk

Am 1. Februar wurde das Konzept drei Jahre alt. „Der Erfolg gibt uns recht. Wir haben weitere Anfragen aus ganz Deutschland, denn dieses Angebot fehlt vielfach.“ In der Einrichtung gebe es keine Besuchszeiten. Dass Freunde kämen oder übernachteten, sei normal. „Das ist hier wie in einer ganz normalen Wohnung. Nur die Pflege ist 24 Stunden am Tag da.“

Derzeit leben 13 Bewohner in der Gruppe. Sie haben gerade ein wenig Unruhe, denn die komplette Wohngruppe hat das Stockwerk gewechselt, um die Renovierung des eigenen Bereiches zu ermöglichen. Fußböden und Anstriche werden erneuert und es wird deshalb auch ständig umgeräumt.

„Die Renovierung zieht sich noch etwas hin. Wir kalkulieren aktuell mit vier Wochen pro Stockwerk. Das bedeutet, dass wir noch bis November mit Einschränkungen leben müssen“, sagt Maas. Danach allerdings sind alle drei Etagen renoviert und werden mit Leben und neuen Bewohnern gefüllt.

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