Prix Pantheon: Tolles Erlebnis für Julia Geusch und Fabian Großberg von „Marie Diot“
„Es war ziemlich aufregend“

Rahden (WB). Der erste Fernsehauftritt des Kabarett-Duos „Marie Diot“ war in jeder Hinsicht etwas ganz Besonderes

Sonntag, 18.10.2020, 18:00 Uhr
Die Weherin Julia Geusch und ihr Partner Fabian Großberg haben als Duo „Marie Diot“ beim Wettbewerb des Prix Pantheon teilgenommen. Für das junge Duo war es eine große Überraschung, überhaupt nominiert zu werden. Foto:
Die Weherin Julia Geusch und ihr Partner Fabian Großberg haben als Duo „Marie Diot“ beim Wettbewerb des Prix Pantheon teilgenommen. Für das junge Duo war es eine große Überraschung, überhaupt nominiert zu werden.

„Es war ziemlich aufregend für uns. Wir waren ja noch nie im Fernsehen und dann gleich in einer WDR-Sendung mit so vielen doch recht bekannten Leuten. Wir wissen auch bis heute nicht, wie die Verantwortlichen überhaupt auf uns aufmerksam geworden sind“, kommentiert Julia Geusch in der ihr eigenen Offenheit ihre Erlebnisse beim Wettbewerb um den begehrten Satirepreis „Prix Pantheon“ im gleichnamigen Bonner Comedy-Tempel.

Junges Duo

Warum sie nominiert wurden, ist eigentlich keine Frage – jeder, der schon mal die Gelegenheit hatte, das sympathische junge Duo live zu erleben, kann darauf die Antwort geben. Besonders in Wehe, dem Heimatdorf von Julia, einem der über 50 Auftrittsorte im vergangenen Jahr, kennt man die Antwort genau.

Auch der Prix Pantheon wurde natürlich nach den Corona-Schutzmaßnahmen ausgerichtet. Selbst während des aufwändigen Aufbaus der Fernsehbühne herrschten strenge Hygienevorgaben. Die Show selbst beschrieben Julia und ihr Partner, Multiinstrumentalist Fabian Großberg, folgendermaßen: „Mitten auf der Bühne war eine Linie, die man nicht übertreten durfte, um genügend Abstand zum Publikum zu wahren. Für uns kein Problem, da wir ja saßen, aber der Moderator musste sich ganz schön anstrengen, da auch immer dran zu denken. . .“

Friedrich Schepsmeier, Vorsitzender des Heimatvereins, bringt es, stellvertretend für alle Weher Fans, so zum Ausdruck: „Natürlich haben meine Frau und ich am späten Freitagabend das Halbfinale des Prix Pantheon gesehen. Denn dieses Mal war Marie Diot dabei, das eigenwillige Weher Eigengewächs Julia Geusch mit ihrem Gitarristen Fabian Großberg. Am 20. September 2019 bot unsere Kulturscheune an der Weher Bockwindmühle zu wenig Platz für all die Menschen, die sich an diesem ‚Abend mit Marie Diot‘ mit ‚Musik und Quatsch‘ unterhalten lassen wollten. Das gelang den beiden prächtig – und alle anwesenden Weher waren außerordentlich stolz auf ‚unsere‘ Julia“, beschreibt der Studiendirektor a. D. die Stimmung in Wehe.

Daumendrücken

„Dieser Stolz war auch beim Daumendrücken vor dem Fernseher da, als Julia und Fabian gekonnt ihren Wettbewerbsbeitrag präsentierten. Für uns gehörten sie eindeutig zu den Siegern dieses Abends mit zehn frischen Gesichtern aus Kabarett und Kleinkunst. Aber leider entschieden die Jury und das Publikum im Saal anders: Marie Diot zieht nicht ins Finale ein. Ihre eher leise und hintergründige Interpretation von musikalischem Kabarett war in diesem Jahr wohl (noch) nicht gefragt genug.

Aber die beiden stehen ja erst am Beginn einer großen Karriere. Und wir konnten sie trotz Corona erleben. Vielleicht helfen Marie Diot die Berufung in den Prix Pantheon und ihr toller Auftritt dort auch bei der selbstbewussten Bewältigung der Pandemie mit ihren für (vor allem junge) Künstler so verheerenden Auswirkungen“, so Schepsmeier.

Auch wenn seit Februar fast keine Auftritte mehr möglich waren und vielleicht auch weiterhin nur eingeschränkt möglich sein werden, ist das für das Duo kein Grund zur Untätigkeit, ganz im Gegenteil, die bislang „gewonnene“ Zeit wurde in die Fertigstellung des neuen Albums mit dem Titel „Apfel im Strudel der ewigen Liebe” investiert, das am 6. November erscheinen wird und schon jetzt auf der Website www.mariediot.com vorbestellt werden kann.

Videoclip

Zu zwei der Songs des Albums veröffentlichte Marie Diot auf Youtube inzwischen Vorab-Videoclips, zuletzt am 16. Oktober den Song „Heizkörper“, eine witzig inszenierte jahreszeitabhängige Beziehungsgeschichte im typisch puristischen Marie-Diot-Video-Stil.

Der nächste große Auftritt findet am 6. November anlässlich der Veröffentlichung des Albums in Form einer Livestream-Show statt. „Die Zuschauer können über Youtube und Facebook mit uns chatten, wir spielen ein paar Lieder und zeigen Behind-the-Scenes-Fotos von den Videodrehs und aus dem Studio, so dass es bestimmt recht unterhaltsam und hoffentlich trotz Distanz gesellig wird“, sagt Julia Geusch, was nicht nur bei den Freunden und Fans im Marie-Diot-Hotspot Wehe eine gewisse Vorfreude hervorrufen wird. Die virtuelle Release-Party kostet keinen Eintritt, es wird aber einen Spendenlink geben, denn auch die talentiertesten Musiker brauchen hin und wieder mal was zu essen.

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