Umbenennung in „FDC Next Movement“ – Tanzgruppen des TuSpo Rahden ziehen eine Bilanz von 2020
Ein bewegtes und bewegendes Jahr

Rahden -

Der Freestyle-Dance-Club Rahden hat ein bewegendes Jahr hinter sich. Die Leiterin Steffi Hiller blickt auf die spannenden Momenten zurück und hat viele positive Dinge zu vermelden.

Sonntag, 10.01.2021, 20:10 Uhr
Die Tanz
Die Tanz

Eine Jahresbilanz für 2020 hat jetzt der Freestyle-Dance-Club Rahden gezogen. Leiterin Steffi Hiller berichtet über schöne und weniger tolle Augenblicke:

„Das Jahr 2020 begann sehr erfolgreich: Im Januar wurden eine Kids- und eine Adult-Gruppe des FDC als Show Programm für den Freeway-Cup in Lübbecke gebucht. Vor mehreren Tausend Zuschauern zeigten die Tänzerinnen und Tänzer, dass ein ‚Dorfverein‘ durchaus mit großen Tanzschulen mithalten kann. Sie ernteten viel Lob und Applaus.“

Ebenfalls im Januar vergrößerte sich die Tanzabteilung um zwei weitere Gruppen: Die Erwachsenen-Tanzgruppe „Move Age“ wechselte zum TuSpo Rahden und es wurde eine regelmäßige Fitness-Gruppe mit wechselnden Trend-Kursen ins Leben gerufen.

Anfang März trat die Adult Gruppe „Connecting“ des FDC beim Dance2U Contest, einem der größten Tanzwettkämpfe Norddeutschlands an. Die 21 Tänzerinnen konnten die Fachjury mit ihrer Choreografie zum Thema „Fast and Furious“ überzeugen, setzten sich gegen 23 weitere Mannschaften durch und belegten den ersten Platz. Für den FDC Rahden war dies einer der größten Erfolge bislang.

Beim eigenen Dance Contest wollten die Tänzer des FDC dem heimischen Publikum ihr Können zeigen, doch dann kam alles anders: Anfang März liefen die Vorbereitungen für den Contest, zu dem sich etwa 600 Teilnehmer aus ganz Norddeutschland angemeldet hatten. Zu diesem Zeitpunkt war Corona bereits ein Thema in den Medien und kurzfristig entschied das Trainerteam, alle Urkunden, Pokale und Eintrittsbändchen vorsichtshalber ohne Jahreszahl zu bestellen.

Eine Woche vor dem geplanten Contest kam der Lockdown, eine Situation, an die sich viele FDC-Tänzer wahrscheinlich noch lange erinnern werden: Am Freitag, 17. März, wurde aufgrund der aktuellen Ereignisse ein spontanes Treffen aller Trainerinnen und Tänzer der Teen- und Adult-Gruppen einberufen. In der letzten großen Runde des Jahres 2020 wurden Konzepte erdacht, wie man auch in dieser Zeit die Tanzsparte weiterführen kann.

Am Ende der Versammlung herrschte Stille in der großen Turnhalle und niemand wollte nach Hause gehen. Allen war bewusst, dass dies die letzte Versammlung mit den Freunden für eine lange Zeit sein würde – ein sehr emotionaler Moment.

Schon wenige Tage nach dem Beginn des Lockdowns setzte das Trainer-Team die Konzepte um: Online wurden Tanz-Videos an die Mitglieder gesendet, Choreografie-, Foto- und Video-Aufgaben gestellt.

Besonders große Resonanz gab es bei der Dance-Challenge, bei der bestimmte Schritte möglichst häufig nachgetanzt werden sollten. Dabei absolvierten die Teilnehmer insgesamt 5641 Tänze. Besonders erfolgreich waren dabei Selina Wellensiek bei den Kids mit 573 Tänzen und die Schwestern Emilia und Venja Kramer bei den Minis mit jeweils 183 Tänzen.

Nach Bekanntgabe der ersten Lockerungen für Sportvereine startete versuchsweise zunächst die Fitness-Gruppe des FDC am 13. Mai mit einem Outdoor Cardio- und Krafttraining. Dies klappte so gut, dass nach und nach andere Gruppen Trainingstermine wahrnehmen konnten.

Ein besonderes Highlight war das erste Mini-Training. Für einige der Kinder im Kita-Alter war dies die erste Gelegenheit, überhaupt wieder ‚raus zu kommen‘ und mit anderen Kindern zusammen zu sein. Somit war die Freude der Kinder wie auch der Eltern, die es sich auf mitgebrachten Klappstühlen bequem gemacht hatten, riesig.

Auch in Erinnerung bleiben wird das ‚Dancing in the Rain‘-Training. Trotz Regenschauer trafen sich etwa 15 Kinder und drei Trainerinnen. Die Kinder wurden mit Abstand unter den überdachten Gängen auf dem Schulhof aufgestellt, die mit Regenjacke ausgerüsteten Trainerinnen davor. Strahlende und glückliche Kinder ließen die Regentropfen schnell vergessen und das Feedback nach der Stunde durch Kinder und Eltern war überwältigend.

Die Sommerferien bedeuten normalerweise eine Pause für die Tänzer und Trainer des TuSpo Rahden. 2020 wurde jedoch in den Ferien weiter getanzt. Es gab Disco-Party-Stunden für die Kids, Workshops für die Wettkampf-Gruppen und Fitness für die Erwachsenen. Alle Kurse fanden auf dem Schulhof der Grundschule Rahden unter freiem Himmel statt und die Resonanz war beeindruckend.

Die Wettkampfgruppe Security TDP (Tänzerinnen im Alter von 17 bis 21 Jahren) machte Trainings mit unterschiedlichen Schwerpunkten: So gab es Fitness-Workouts, es wurde an Mimik und Gestik gearbeitet, die Frage gestellt, mit welchen Ausdrücken man welche Musik-Stile transportieren kann, und auch Feinheiten wie Koordination und Kinetik verbessert.

„Besonders stolz darauf sind wir, dass wir mit Wiederaufnahme des Trainings allein in dieser Gruppe drei Neuzugänge hatten – und das in einer Altersgruppe, in der der Einstieg zum Tanz-Training selten wird“, sagt Katrin Neumark, Trainerin der Gruppe Security TDP.

Auch die Gruppe „Out-standing“ (Tänzerinnen im Alter von 15 bis 18 Jahren) konnte sich nach den Sommerferien über zahlreiche Neuzugänge freuen, ebenso die vielen Kindergruppen. So hatte der FDC kurz vor den Herbstferien mehr Mitglieder als vor der Pandemie im März.

Auch konnten für einige Monate alle 15 FDC-Gruppen einen regulären Trainingsbetrieb unter Einhaltung von Hygiene-und Abstandsregeln anbieten.

Im Jahr 2020 war die Fortbildung der Trainerinnen aufgrund der Corona-Maßnahmen schwierig. Somit beschloss das Trainerteam im September, selbst eine Fortbildung auszurichten. 25 Trainerinnen und Tänzer hatten sich dazu angemeldet.

Nachdem die Normalität gerade wieder zurückgekehrt war, traf der erneute Lockdown Anfang November mit einem vollständigen Verbot aller Vereinssportarten den FDC sehr hart. Wie bereits im Frühjahr wurde wieder verstärkt auf Online-Angebote gesetzt. „Die Resonanz ist weiterhin gut, aber im Winter fehlt den Tänzern das Training mit anderen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ganz besonders“, so der Verein.

Die ruhige Zeit ohne Trainingsbetrieb nutzte das FDC-Team um das Logo und auch den Namen der Tanzsparte zu überarbeiten: Aus Freestyle Dance Club wurde FDC Next Movement. So kann die Sparte mit einem modernen Image auftreten.

Zum Jahresende musste erneut improvisiert werden: Die Weihnachtsfeiern der Adult-Gruppen und das Trainertreffen fanden als Zoom-Meeting statt, die alljährlichen Dankeschön-Geschenke für die 22 FDC-Trainer konnten nicht wie sonst bei einer Show übergeben werden, sondern wurden jeder Trainerin persönlich vorbei gebracht.

„Für 2021 hofft das gesamte FDC Next Movement-Team darauf, bald wieder Vereinssport anbieten zu können“, endete Hiller ihre Ausführungen zum abgelaufenen Jahr.

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