Stemweder Senioren über 80 befürchten Probleme bei Terminvergabe – Abruszat sichert Unterstützung bei schwierigen Einzelfällen zu
Zu Beginn der Impfaktion ist Geduld gefragt

Stemwede -

Ab dem 25. Januar können Impftermine für die über 80-jährigen Mitbürger, die zu Hause wohnen, in den Impfzentren in NRW gebucht werden

Mittwoch, 20.01.2021, 05:17 Uhr aktualisiert: 20.01.2021, 05:20 Uhr
Ab dem 25. Januar können Senioren im Kreis Minden-Lübbecke Impftermine über die zentrale Telefonnummer 116117 vereinbaren.
Ab dem 25. Januar können Senioren im Kreis Minden-Lübbecke Impftermine über die zentrale Telefonnummer 116117 vereinbaren. Foto: Ted S. Warren

Darüber freut sich auch in Stemwede der größte Teil diese Altersgruppe sehr.

In den Reihen der Senioren gibt es aber Fragen und Bedenken wegen des Anmeldeverfahrens. Auch die Entfernung zum zentralen Impfort des Kreises Minden-Lübbecke in Hille-Unterlübbe bereitet älteren, womöglich eingeschränkten Stemwedern Sorgen. Diese Bedenken formuliert unter anderem unser Leser Erwin Restemeyer aus Dielingen.

Er verfasste diesbezüglich einen Brief an Bürgermeister Kai Abruszat. „Auch ich zähle zu dieser Gruppe der über 80-Jährigen“, schreibt der Rentner. Seine Befürchtung: „Die Crux ist, dass einige Mitbürger nicht mehr in der Lage sind, sich einen Termin selbst zu besorgen oder entnervt aufgeben, wenn sie – wie vorgeschlagen – übers Internet oder telefonisch über die angegebenen Nummern nicht durchkommen und stundenlang nur das Besetztzeichen hören.“

Damit die Mehrheit der Stemweder Senioren ihren Impftermin wahrnehmen können, fragt Restemeyer bei Kai Abruszat an, ob es möglich und sinnvoll wäre, dass die Gemeindeverwaltung Stemwede für alle in Frage kommenden über 80-jährigen Personen einen Impftermin besorgt und diesen per Berechtigungsschreiben mitteilt. „Falls einer der betreffenden Stemweder den vorgeschlagenen Termin ablehnt beziehungsweise nicht wahrnehmen möchte oder kann, musste diese Person selbst aktiv werden und sich um einen Termin kümmern“, schlägt Restemeyer vor.

Im Antwortschreiben an Erwin Restemeyer bedankt sich Stemwedes Bürgermeister für die Hinweise und konstruktiven Vorschläge zu den bevorstehenden Impfaktionen. „Wir alle sind froh. dass es jetzt Impfstoffe gibt, die den Anlass zur Hoffnung auf ein absehbares Ende der Einschränkungen und Belastungen durch diese Pandemie geben“, betont Kai Abruszat. „Das Land Nordrhein-Westfalen hat insgesamt 53 Impfzentren eingerichtet, die jeweils an zentralen Orten in den Kreisen verortet wurden. Leider haben wir als Stemweder im Kreis Minden-Lübbecke einen doch verhältnismäßig langen Anfahrtsweg nach Hille-Unterlübbe zum dortigen Impfzentrum.“

Für die Stemweder Bürgerinnen und Bürger, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht oder nur mit Schwierigkeiten diesen Ort erreichen könnten, versuche die Gemeindeverwaltung den vor kurzem neu gegründeten Stemweder Senioren-Fahrdienst e inzubinden. „Ich hoffe, dass sich dies realisieren lässt und von dort entsprechende Angebote bekannt gegeben werden“, schreibt der Bürgermeister. Die Ehrenamtlichen des neuen Fahrdienst-Vereins um Reinhard Grewe hatten gegenüber dieser Zeitung bereits signalisiert, dass sie Seniorenfahrten zum Impfzentrum anbieten wollen (wir berichteten).

Allerdings hat der Bürgermeister einen Wermutstropfen für die Überlegungen Restemeyers parat. Abruszat schreibt: „Die von Ihnen vorgeschlagene Vereinbarung von festen Impfterminen für Stemweder Bürger wird sich leider nicht realisieren lassen, da die zur Impfung anstehenden Personen von der Kassenärztlichen Vereinigung beziehungsweise dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW individuell eingeladen werden. Somit kann die Vereinbarung von Terminen nur einzeln erfolgen. Dies geschieht dann ab 25. Januar über die zentrale Rufnummer 116117“, schreibt der Bürgermeister. „Die Nummer wird vermutlich an den ersten Tagen nach Freischaltung eine hohe Inanspruchnahme erfahren“, teilt auch Abruszat die Befürchtungen Restemeyers. „Hier ist dann leider etwas Geduld erforderlich.“

Kai Abruszat verspricht: „Sollte im Einzelfall für beeinträchtigte Personen dennoch eine Hilfestellung seitens der Gemeinde Stemwede erforderlich sein, wird dies im Bürgerservice selbstverständlich gern aufgenommen.“

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