Öffnung der Grundschulen in Rahden erfolgt mit unterschiedlichen Konzepten
Wechselweise oder per Block

Rahden -

„Endlich wieder zur Schule...“ Für Grundschüler und die Abgangsklassen wird jetzt auch in Rahden der Wechselunterricht eingeführt.

Dienstag, 23.02.2021, 02:00 Uhr
Die medizinische Maske gehört dazu. Mit der Schulöffnung müssen auch Grundschüler ständig Maske tragen.
Die medizinische Maske gehört dazu. Mit der Schulöffnung müssen auch Grundschüler ständig Maske tragen. Foto: dpa/Matthias Balk

Das bedeutet, die Klassen werden geteilt und an wechselnden Tagen jeweils in der Schule oder per Distanzunterricht zu Hause betreut.

Eigentlich eine Regelung, von der man meinen sollte, sie könne einheitlich in ganz Nordrhein-Westfalen verwirklicht werden, doch schon der Blick auf die vier Rahdener Grundschulen zeigt, dass dies unterschiedlich ist.

An der Grundschule Rahden und der Grundschule Varl wechseln die so genannten Präsenztage (also die Tage, an denen die Kinder zur Schule gehen) tageweise. Am Grundschulverbund Rahden (Grundschulen Wehe-Tonnenheide und Grundschule Preußisch Ströhen wurde entschieden, ein Zwei- und Drei-Tagesystem im wöchentlichen Wechsel zu etablieren.

„Wir haben die Klassen jeweils in zwei Gruppen geteilt. Die eine Gruppe kommt in der ersten Woche zwei, die andere drei Tage in die Schule und in der Folgewoche wird gewechselt“, erläutert Schulleiterin Bettina Wehebrink.

„Wir halten dies für besser, weil wir glauben, dass viele Schüler eher zwei oder drei Tage am Stück hier sein sollten“, sagt die Pädagogin.

Für die Kinder sei der Präsenzunterricht dringend notwendig, macht Wehebrink deutlich. Nein, man hätte aus Kinder- und Elternsicht nicht noch zwei Wochen mit der Schul-Wiederöffnung warten sollen. „Das macht keinen Sinn, noch zwei Wochen zu warten. Eine Rest-Unsicherheit, was die Infektionen und die neuen Mutationen des Virus angeht, bleibt natürlich“, sagt die Schulleiterin.

​Auch Achim Prill, Schulleiter der Grundschule Rahden, meint persönlich, dass der Neustart nicht zu früh komme. „Das ist vom Land mit Bedacht so geplant worden. Ich kann es gut nachvollziehen und begrüße den Neustart, da wir beobachten konnten, dass der länger andauernde Distanzunterricht für einige Kinder nur mit großen Problemen zu leisten war“, sagt er. „Mit unserem Hygienekonzept sehe ich uns hier in der Schule gut vorbereitet.

Prill betont, dass die Schulen zehn Tage Planungsvorlauf hatten. „Wir haben den Neustart also gut vorbereiten können. Und auch die Eltern sind frühzeitig informiert worden“, berichtet er.

Die Klassen seien unter pädagogischen Gesichtspunkten in A und B geteilt worden. Tageweise wechsele die Präsenz dieser geschlossenen Lerngruppen in der Schule. Dabei werde der Distanzunterricht des kommenden Tages in der Schule vorbereitet. „Auf der Homepage der Schule findet sich auch ein entsprechender Kalender, der den Eltern die Planung erleichtern soll.“

Leider recht kurzfristig sei – nach seiner Meinung – die Information gekommen, dass jetzt auch die Grundschulkinder am Sitzplatz nach Möglichkeit eine medizinische Maske tragen müssen.

„Mehrere Kinder kamen heute mit völlig ungeeigneten FFP2-Masken an. Wir helfen hier aber immer weiter und finden immer eine geeignete Lösung“, versichert der Schulleiter. Er könne nur an die Eltern appellieren, den Kindern passende Masken zu besorgen.

„Der Neustart hat aber mit der entsprechenden Vorbereitung gut geklappt“, sagt Prill und auch seine Schulleiter-Kolleginnen Karin Thrien (Varl) und Bettina Wehebrink stimmen dieser Aussage am ersten Tag der Neuöffnung der Grundschulen zu.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7832528?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516046%2F
Gymnasialeltern fordern Präsenzunterricht für alle
Gymnasialeltern in NRW fordern, dass alle Jahrgänge in den Schulen unterrichtet werden.
Nachrichten-Ticker