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Mi., 25.06.2014

Westnetz verlegt Internet-Rohre am Stemweder Berg – schnelle Verbindungen in wenigen Monaten  »Highspeed« zum Jahreswechsel 

Christian Schulte (rechts), Ausführungsplaner bei Westnetz, zeigt eines der Leerrohre,...

Christian Schulte (rechts), Ausführungsplaner bei Westnetz, zeigt eines der Leerrohre,...

Von Michael Nichau

Haldem/Stemwede (WB). In Stemwede-Haldem werden die ersten Leerrohre für Glasfaserkabel in die Erde gebracht. Bis zum Jahresende sollen die Haushalte in den Ortschaften rund um den Stemweder Berg an das schnelle Internet angeschlossen sein. So lautet die Zielvorstellung der RWE-Tochtergesellschaft Westnetz.

 Während die Arbeiten an einer Ringleitung rund um den Stemweder Berg im niedersächsischen Bereich (Brockum/Lemförde) bereits begonnen hatten, stellte Westnetz gestern den Baufortschritt in Haldem vor.

 »Wir beginnen mit den Arbeiten zur Verlegung der Leerrohre in Haldem«, sagte Christian Schulte, Ausführungsplaner bei Westnetz. »Die Tätigkeiten sind in mehrere Bauabschnitte unterteilt. In den nächsten Wochen werden wir für den Breitbandausbau 30 Kilometer neue Leerrohre verlegen und zehn Kilometer bereits vorhandene Rohre für Glasfaserkabel mit ihnen Verbinden«, erläuterte der Experte.

 Arbeiten laufen

Im Moment seien die Bauarbeiter von mehren Fachfirmen mit den Tiefbauarbeiten beschäftigt. Beauftragt sind die Firmen Tepe, Beermann und Kükelhan. Wo es möglich ist, werden die schwarzen, etwa sechs Zentimeter dicken Rohre mit einem Bagger im Straßenseitenbereich vergraben. Sie liegen in einer Tiefe von etwa 60 Zentimetern.

 Dort, wo Straßen und Wasserläufe gequert werden müssen oder Baumwurzeln im Weg sein könnten, kommt das so genante Lenkbohrverfahren zum Einsatz. »Dabei wird nach einer Pilotbohrung der Kanal aufgeweitet und ein Rohr eingebracht, in das die Monteure später die Glasfaserkabel einziehen können«, erklärte Schulte.

 Das Besondere am Lenkbohrverfahren sei, dass der Bohrmeister an der Maschine im Erdreich die Richtung wechseln und somit kleinere Hindernisse »umbohren« könne. »Mit Hilfe dieser Technik stellen wir sicher, dass etwa wertvolle Baumbestände erhalten bleiben. Wir können sogar Gewässer unterqueren. In diesen Fällen sind auch keine umfangreichen Straßenbauarbeiten erforderlich«, sagte Schulte.

 Fünf Kilometer

Inzwischen habe man im Stemweder Bereich etwa fünf Kilometer der Rohre verlegt. »Der Vorteil des Bohrverfahrens ist, dass wir auch Landes- und Bundesstraßen queren können, ohne dass diese gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden muss«, sagte Schulte.

 Etwa zeitgleich würden an bestimmten Stellen – meist in der Nähe von vorhandenen Telekom-Knotenpunkten – Schaltschränke aufgestellt. »Diese dienen dazu, das Signal zu verstärken und auch in das vorhandene Kupferkabel-Netz einzuspeisen«, erläuterte der Fachmann. Es würden im Stemweder Gebiet etwa 24 dieser Schaltschränke aufgestellt.

 In etwa drei Wochen wolle die Firma »Hugo-Internet« einen Bürgerinformationsabend anbieten. Diese wird die schnellen Internetanschlüsse zur Verfügung stellen. »Wer dabei sein möchte, muss also einen neuen Vertrag mit diesem Unternehmen abschließen«, erläuterte Schulte die Bedingungen für die Bürger in Stemwede. Bis zum Ende des Jahres wollen wir mit der Bereitstellung der Netz-Infrastruktur fertig sein«, sagte er. Die nächsten Schritte würden im Herbst erfolgen. Dann wolle Westnetz per Druckluft die Glasfaserkabel in die Leerrohre »einblasen«. Das wird vermutlich im Stemweder Bereich von Schaltschrank zu Schaltschrank erfolgen«, meinte der Ausführungsplaner zur weiteren Ausführung.

stemwede.hugointernet.de

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