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Fr., 27.06.2014

Sven Dittmann (20) veranstaltet Wohltätigkeitsfestival auf dem Wehdemer Gelände  Waldfrieden im Reggae-Feeling 

Sven Dittmann (20) mit dem Plakat, mit dem deutschlandweit zu dem Festival in Wehdem eingeladen wird. Am Beginn stand die Idee zum Wohltätigkeits-Event. Danach hat Dittmann eineinhalb Jahre lang neben Schule und Arbeit organisiert und geplant.

Sven Dittmann (20) mit dem Plakat, mit dem deutschlandweit zu dem Festival in Wehdem eingeladen wird. Am Beginn stand die Idee zum Wohltätigkeits-Event. Danach hat Dittmann eineinhalb Jahre lang neben Schule und Arbeit organisiert und geplant. Foto: Michael Nichau

Von Michael Nichau

Stemwede (WB). »Feeling Fine« lautet der Titel eines Reggae-Charity-Festivals, das Sven Dittmann am 19. Juli auf dem Gelände der Erlebnisgaststätte Waldfrieden in Stemwede-Wehdem (Kreis Minden-Lübbecke) veranstaltet. Die Einnahmen der Veranstaltung sind für die Arbeit der Organisation »Gemeinsam für Afrika« bestimmt.

»Ich möchte etwas bewegen und etwas für die Menschen in Afrika tun«, sagt Dittmann, gerade 20 Jahre alt, der derzeit sein Freiwilliges Soziales Jahr beim Stadtsportverband Rahden absolviert. Neben dem Abitur im Vorjahr und dem FSJ hat der junge Frotheimer bereits seit eineinhalb Jahren Arbeit und Mühe in das Musikprojekt investiert.

Die Projekte in Afrika

Dittmann möchte über »Gemeinsam für Afrika« zwei Projekte fördern: Zum einen das Schulprogramm des Vereins »Don Bosco«, das 2500 Afrikanern von der Grundschule bis zur Ausbildung Perspektiven bietet. Zum anderen betreibe die Kinder-Nothilfe in Äthiopien eine Anlaufstelle für Straßenkinder (bevorzugt Mädchen) die im Heim, in dem bereits 250 von ihnen untergebracht sind, auch psychologische Betreuung erfahren würden. Ihre Perspektiven seien Berufsausbildungen etwa als Kosmetikerinnen oder Friseurinnen, erläuterte Dittmann.

Seine Motivation: »Der Wohltätigkeits-Gedanke ist mir besonders wichtig. Ich möchte eine Botschaft an die Menschen, an die Besucher des geplanten Festivals rüber bringen: mehr Menschlichkeit!«, sagt er. »Musik und Menschen sind mein Leben und mein Ziel ist es, mit der Musik auch für andere zu leben«, erläutert er den eigenen Idealismus.

Sich gut fühlen

Wohl würden ihm Freunde bei der Organisation helfen, aber »ich mache das meiste schon selbst«, sagt Dittmann, der mit Oliver Hollwede vom Waldfrieden in Wehdem einen Mit-Veranstalter gefunden hat. Dennoch bleibt für den 20-Jährigen ein Risiko: »Ich bin letztlich verantwortlich«, sagt Dittmann, selbst Musiker (Saxophon) und Sänger.

Armut und Kriegsgebiete seien Probleme, denen die Welt mehr Aufmerksamkeit widmen müsse, sagt er. »Da kann Musik viel bewegen und das Festival kann den Gedanken transportieren.«

»Feeling Fine« (»Sich gut fühlen«) sei ein Geist der Veranstaltung, für die jetzt die Tickets im Vorverkauf in der Buchhandlung Lienstädt und Schürmann (Espelkamp), im Autohaus Pieper (Twiehausen) und online erhältlich sind. »Letztlich kann man sich nur gut fühlen, wenn man etwas Gutes tut«, regt Sven Dittmann zum Spenden an, was nicht nur über den Ticketpreis erfolgen könne.

»Das Gelände eignet sich hervorragend«

Dittmann, erklärter Bewunderer von Bob Marley, wollte das Event eigentlich in Espelkamp ausrichten. Das habe sich aber zerschlagen und so wird das Festival, ausschließlich mit Reggae-Gruppen besetzt, jetzt in Wehdem veranstaltet. »Das Gelände eignet sich hervorragend.«

Auftreten werden »Sisyphos«, »Ganjaman«, »Dreadnut Inc.«, »Martin Zobel & Soulrise« und die »Tree of Life Band«. »Meistens denken die Leute bei Reggae an Bob Marley. Es gibt aber auch moderne Bands, die modernen Reggae spielen«, sagt Dittmann. Seine Lieblingsband ist »Dreadnut Inc.«. »Ich freue mich schon sehr auf den Auftritt. Die Musiker arbeiten mit vielen Funk- und Hip-Hop-Elementen. Das wird sehr flott. Das ist einfach gute Musik«, sagt der junge Veranstalter über die Gruppe, die bereits zweimal beim Stemweder Open-Air-Festival und auch im Life House aufgetreten ist. Deren Akteure kommen aus der Region (Paderborn, Münster und Lübbecke). Top Musik komme auch von »Sisyphos« aus Südtirol (Italien). »Aufstrebende Bands, von denen man noch hören wird«, kündigt Dittmann an.

Warm-Up-Party mit DJ

Er habe bewusst nicht mit einer Haupt-Gruppe geplant: »Wir haben fünf Bands im Programm. Die machen schon Stimmung.« Außerdem ist für den Vortag, Freitag, 18. Juli, eine Warm-Up-Party mit DJ-Musik auf den Gelände vorgesehen. Dittmann rechnet – je nach Wetter – mit einer Besucherzahl um die 1000 bis 1500. Nach den Vorankündigungen im Internet hätten bereits 850 Besucher zugesagt, erklärte er.

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