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Mo., 07.07.2014

Zum achten Mal: Rasentraktoren-Rennen auf der Wiese neben der Gaststätte »Moorhof« in Oppenwehe  Trecker-Piloten wollen den Sieg 

Die zahlreichen Zuschauer am Rand der Piste haben in jeder Runde mitgefiebert und die Fahrer angefeuert.

Die zahlreichen Zuschauer am Rand der Piste haben in jeder Runde mitgefiebert und die Fahrer angefeuert. Foto: Detlef Hillekes

Von Detlef Hillekes

Oppenwehe (WB). Beim achten Rasentreckerrennen auf dem feuchten Ackerboden hinter der Gaststätte »Moorhof« in Oppenwehe, haben sich die Rennteilnehmer in unterschiedlichen Klassen mit ihren getunten Rasentraktoren spannende Wettkämpfe geliefert.

 »Seit zehn Jahren haben wir Spaß an unserem Rasentrecker-Hobby und fahren mit selbstgebauten Rasentreckern spannende Rennen«, berichtete Axel Jacobmeyer aus Oppenwehe vom Team »Fire Fox«. »Auch wenn wir beim Rennen nicht immer vorn mit dabei sind heißt es doch für uns ›Dabei sein ist alles‹ und dies bei vier Rennen im Jahr«, betonte Jacobmeyer.

 Seit vier Jahren ist das Team mit Friedrich Büttemeier, Rainer Henke, Michael Droste, Axel Jacobmeyer und Heiko Holle, der aus gesundheitlichen Gründen an diesem Renntag nicht mit dabei sein konnte, in der offenen Klasse mit ihrem 23 PS starken in etwa 500 Arbeitsstunden selbst gebauten Honda-Trecker unter den Teilnehmern der Rennen.

 »Auf meine drei Schrauber kann ich mich zu hundert Prozent verlassen, die alles was beim Rennen am Rasentrecker kaputt geht schnell und zuverlässig reparieren«, erzählte Fahrer Michael Droste, der Friedrich Büttemeier einen Schraubenschlüssel reichte, damit er die gebrochene Lenkachse auswechseln konnte. Die Lenkachse haben die Hobbymechaniker für ihren Rennflitzer von einem Golf GTI ausgebaut.

 »Mit unserem Werkstattanhänger sind wir in der Lage, die häufigsten und wichtigsten Reparaturen schnell vor Ort durchzuführen«, berichtete stolz Rainer Henke, der dabei auf seinen großen schwarzen Werkzeugkoffer zeigte. Am häufigsten gehen – nach Aussage der Teammitglieder – während eines Rennens die Lenkung, Lenkstange, Lenkzüge, Kette oder der Achsschenkel kaputt.

 So eine Reparatur kann schon mal bis zu 30 Minuten dauern. Besonders wird beim Team auf den Motor geachtet, da eine neue Maschine etwa 1500 Euro kostet. Kein preiswertes Hobby also.

 Einige Teams reisten bereits schon einen Tag vor Veranstaltungsbeginn an und hatten dabei eine Fahrtstrecke von bis zu 700 Kilometern hinter sich gelassen, um beim Oppenweher Rennen mit dabei zu sein. Besser hatte es da das Team »Fire Fox«, das morgens pünktlich im Fahrerlager ihre Zelte aufbauen konnte.

 Als erstes geht es vor dem Start zu Fuß über die Rennstrecke, um als Fahrer einen ersten Eindruck vom Zustand der Bahn zu bekommen. Dann erfolgt eine technische Abnahme der Renntraktoren und beim Zeitfahren entscheiden sich die einzelnen Platzierungen der Teilnehmer.

 In der offenen Klasse gingen 35, in der Standardklasse zwölf und in der 13 PS Klasse acht Teilnehmer um 10 Uhr an den Start und fuhren um die besten Plätze. Eine Renngeschwindigkeit von locker 85 Kilometern pro Stunde erreichen die Rasentrecker auf der kurvenreichen Piste der Huckschen Weide.

 »Zwölf Runden müssen die umgebauten Rasentraktoren auf der 600 Meter langen Piste absolvieren«, berichtete Organisator Erhard Martens von der Rennleitung, die vor Jahren das Rennen als Jux-Veranstaltung ins Leben gerufen hatten. Die perfektionierte Technik verlangt von den Fahrern Höchstleistungen und absolute Konzentration. Dies haben die Rennfahrer dem Publikum – das die Rennen mit staunenden Blicken verfolgte – eindrucksvoll bewiesen.

 Erhard Martens konnte bei der Siegerehrung den Siegern in den unterschiedlichen Rennklassen ihre verdienten Trophäen überreichen. Für Start- und Zielsignale war Torsten Meeske verantwortlich. Die örtliche Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und viele Sponsoren haben die Veranstaltung unterstützt.

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