Helfer wollen die Natur in Oppenwehe fördern – Spende der Firma OKT – scharfe Kritik an Rodungen 
Schützen pflanzen 40 Bäume 

Oppenwehe (WB). »Es gibt in Stemwede immer mehr kahle Wege – als Folge eines rigorosen Abholzens von Bäumen. Und das verstehen wir nicht«, ärgert sich der Ehrenvorsitzende des Schützenvereins Oppenwehe, Friedhelm Bohne.

Dienstag, 31.03.2015, 04:02 Uhr aktualisiert: 01.04.2015, 12:22 Uhr
Die Baumpflanzaktion gehört mittlerweile fest zum Terminkalender der Oppenweher Schützen. Die ehrenamtlichen Helfer haben sich nun zum fünften...
Die Baumpflanzaktion gehört mittlerweile fest zum Terminkalender der Oppenweher Schützen. Die ehrenamtlichen Helfer haben sich nun zum fünften Mal bei ihrem Ehrenvorsitzenden Friedhelm Bohne (ganz links), getroffen, um die Umwelt zu begrünen.

 Vor diesem Hintergrund hatte sich der Verein vor vier Jahren dazu entschlossen, an dem Projekt »Schützenwald 2020« teilzunehmen und jedes Jahr Bäume in der Ortschaft zu pflanzen. Die Aktion ist auf den Westfälischen Schützenbund und den Umweltbeauftragten Arnold Kottenstedde zurückzuführen und mittlerweile feste Tradition des Schützenvereins.

 Bereits zum fünften Mal trafen sich die Grünröcke nun bei ihrem Ehrenvorsitzenden Friedhelm Bohne. Von dort aus zogen die freiwilligen Helfer los, um in ganz Oppenwehe 40 neue Bäume zu pflanzen. Außerdem pflegten sie mehrere Hundert gepflanzte Exemplare aus den vergangenen Jahren. »Unsere Arbeit besteht aus mehr als dem bloßen Pflanzen«, betonte Bohne. Die Schützen entfernten das Unkraut um die Bäume herum und brachten Gitter zum Schutz vor Wildverbiss an. In trockenen Jahren müssen die jungen Bäume zudem regelmäßig bewässert werden. »Es wäre ja schade, wenn unsere Arbeit umsonst gewesen wäre«, meint Bohne.

 Die Begrünung durch heimische Bäume wie etwa Eichen, Ahornbäume und Birken stoße vor allem unter den Jägern auf ein positives Echo. Für sie seien die »kahl gerodeten Wirtschaftswege« laut Bohne ein großes Ärgernis. »Dadurch fehlen den Tieren die Zufluchtsorte.« Den Schützen liege die Bewahrung der Natur und der Schutz des Klimas sehr am Herzen.

 Bohne sieht das Problem des zu großen Kahlschlags in Stemwede als deutlich größer an als etwa in Espelkamp oder Rahden. »Natürlich müssen Bäume mit Pilzbefall entfernt werden. Aber zu häufig sind auch gesunde unter den gefällten.«

 Der Standort der zu pflanzenden Bäume werde in enger Absprache mit der Gemeinde, den Anliegern und den Landwirten entschieden. Letztere müssten schließlich mit ihren großen Maschinen die Wege befahren können.

 Anfangs haben die Schützen die Bäume noch selbst finanziert. Heute funktioniert die Aktion mithilfe von Spenden – unter anderem von der Jagdgenossenschaft. Im vergangenen Jahr hatte der Verein den mit 1000 Euro dotierten Umweltpreis der RWE gewonnen. Bei der Pflanzaktion wurde der Schützenverein zudem von der Oppenweher Firma OKT unterstützt. Harald Wittkötter, der als Firmen-Vertreter bei den Schützen zu Gast war, zeigte sich begeistert von der Aktion. »So etwas fördern wir sehr gern«, sagte der OKT-Vertriebsleiter. Die Motivation zum Sponsoring erklärte er damit, dass ökologisches Handeln zentrales Anliegen des Unternehmens sei. »Leistung und Nachhaltigkeit in Balance« laute das Leitprinzip der Firma. »OKT stellt sich der wachsenden gesellschaftlichen Verantwortung, die Umwelt zu achten und zu ihrer Erhaltung beizutragen«, sagte Wittkötter.

 Nachdem alle Bäume von den ehrenamtlichen Helfern gepflanzt beziehungsweise gepflegt waren, ging es noch einmal zurück zum Ehrenvorsitzenden Bohne, wo man die Aktion bei Bratwurst und Getränken ausklingen ließ. Klar sei schon jetzt, dass der Schützenverein Oppenwehe im nächsten Jahr wieder etwas für den Umwelt-und Klimaschutz tun wolle, hieß es. Zu überlegen sei, ob man eventuell neben Bäumen auch einmal Sträucher pflanze.

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