Bürgermeister Gerd Rybak und Ratsmitglieder besuchen Oppenweher Entsorgungsspezialisten 
Wüppenhorst sortiert Müll mit System 

Stemwede-Oppenwehe (WB). Es ist ein ganz anderer Ort als der übliche Ratssaal, in dem die Kommunalpolitiker zusammenkommen: Beeindruckend große Hallen, Berge von gelben Säcken, riesige Maschinen. Ein etwas strenger Geruch liegt in der Luft – denn hier, bei der Firma Wüppenhorst in Oppenwehe, wird Müll aus Stemwede und Umgebung sortiert.

Samstag, 11.04.2015, 04:01 Uhr aktualisiert: 13.04.2015, 14:23 Uhr
Ein Blick in die Halle der Oppenweher Firma Wüppenhorst mit den Gelben Säcken. Ein Radlader schiebt den Berg zusammen....
Ein Blick in die Halle der Oppenweher Firma Wüppenhorst mit den Gelben Säcken. Ein Radlader schiebt den Berg zusammen.

 Eine Gruppe um Bürgermeister Gerd Rybak hat jetzt das Oppenweher Entsorgungsunternehmen besichtigt. Die Motivation Rybaks zu solchen Führungen ist es, den Kontakt zu heimischen Unternehmen zu pflegen und zu intensivieren.

 Der Geschäftsführer Hermann Wüppenhorst begrüßte den Bürgermeister und die Ratsvertreter an der kürzlich general überholten Werkseinfahrt. »In der Vergangenheit hatten wir regelmäßig Diebstähle von Metall. Jetzt ist die Zahl aber deutlich zurückgegangen, da wir den entsprechenden Bereich gänzlich umzäunt haben. Und es lohnt sich für die Diebe momentan wegen der niedrigen Metallpreise einfach auch nicht«, erklärte der Geschäftsführer den interessierten Zuhörern. Unter ihnen waren neben Rybak (CDU) die Ratsvertreter Andrea Herrmann (Grüne), Michael Baude (CDU), Wolfgang Fricke (FDP), Reinhard Lammert (SPD), Jürgen Lückermann (FWG) und Wilhelm Riesmeier (SPD).

 Der Geschäftführer nutzte die Gelegenheit, um seinen Neffen Christian Wüppenhorst vorzustellen. »Er ist seit dreieinhalb Jahren in der Unternehmensverwaltung aktiv und macht einen hunderprozentigen Job«, sagte Hermann Wüppenhorst.

 Rybak dankte schon vorab dafür, einmal hinter die Kulissen der Firma schauen zu dürfen. »Jeder von uns kennt diesen Standort, weil er hier selbst schon einmal Müll abgeliefert hat. Aber wir werden heute sicherlich noch viel Neues über euer Unternehmen erfahren, mit dem die Gemeinde seit Jahren sehr eng zusammenarbeitet«, sagte der Christdemokrat.

 »Wir gehören sicherlich zu einer überschaubaren Zahl von Firmen, die schon so lange die Entsorgung für eine Kommune übernehmen«, sagte Geschäftsführer Hermann Wüppenhorst mit etwas Stolz in der Stimme.

 35 Mitarbeiter arbeiten im Unternehmen, davon ist die Hälfte als Fahrer im Einsatz. »Mit vier Angestellten im Büro haben wir eine recht kleine Verwaltung«, erklärte Hermann Wüppenhorst.

 Neben der Müllabfuhr und der Privatannahme reinigt die Firma mit ihren zwei Kehrmaschinen die Straßen in Stemwede und Rahden. »Wir unterstützen verschiedene Straßenmeistereien. Zudem sind wir für viele Unternehmen der Haus- und Hofentsorger. Beinahe täglich fahren wir etwa zu BASF«, erläuterte der Chef.

 Die Vielzahl der zu entsorgenden Stoffe machte der Geschäftsführer den Kommunalpolitikern in den fünf Hallen deutlich: »Jedes Unternehmen hat im Grunde seine Besonderheiten, was den Abfall betrifft. Und so kommen wir auf insgesamt 150 Artikelnummern in unserer Waage. Im Grunde nehmen wir alles an, was nicht gefährlich ist«.

 Die Materialien, die in der Oppenweher Firma eintreffen, dienen größtenteils der Wiederverwertung. »Über verschiedene Stationen gelangen sie nach dem Recyceln zu Herstellern zurück. Diese tragen auch den Großteil der Kosten«, sagte Wüppenhorst.

 »Aber das muss noch von Hand sortiert werden?«, fragte Gerd Rybak vor einem Schrotthaufen interessiert. »Ja, ganz ohne geht es heute leider auch noch nicht«, antwortete der Oppenweher Unternehmer.

 Weiter ging es zu dem Fuhrpark des Unternehmens. Dieser zählt unter anderem 20 Lastkraftwagen und ein 18000-Liter-Fass. »Damit pumpen wir den Schlamm der Kläranlagen von sieben Kommunen ab«, sagte Wüppenhorst.

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