Veranstalter zählt 4500 Besucher bei »Hai in den Mai« – Open-Air am langen Wochenende 
Festival sorgt für gute Laune 

Wehdem (WB). Wummernde Bässe dringen aus den Lautsprecherboxen am Waldfrieden in Wehdem. Dazu haben die Besucher auf mehreren Open-Air-Flächen tanzen können. Das Wetter spielte mit, so dass »Hai in den Mai«, eines der Freiluft-Festivals in Stemwede, zu einem Erfolg wurde.

Dienstag, 05.05.2015, 04:01 Uhr aktualisiert: 06.05.2015, 17:26 Uhr
Feuersäulen haben es jeden Abend auf der Tanzfläche richtig heiß werden lassen. Die Besucher haben es genossen....
Feuersäulen haben es jeden Abend auf der Tanzfläche richtig heiß werden lassen. Die Besucher haben es genossen.

Vier Tage lang haben über das verlängerte Wochenende etwa 4500 Freunde von elektronischer Tanzmusik die Veranstaltung besucht. Die meisten Gäste an der Erlebnis-Gaststätte »Waldfrieden« in Wehdem gehören zu einem durchaus speziellen Publikum. Sie wirken auf den ersten Blick wie Rucksacktouristen oder Hippies der 70-er Jahre.

Aus Europa Dabei kommen die Gäste aus ganz Deutschland und dem benachbarten Europa. »Es ist uns von den Ordnern mitgeteilt worden, dass es für sie so ruhig und friedlich gewesen sein soll, wie lange nicht mehr«, sagte Sebastian Tellke, vom Veranstaltungsteam.

Getanzt werden konnte – Tag und Nacht – zur Musik von etwa 50 DJs, die unter anderem aus Schweden, England, Italien, Frankreich, Dänemark und Israel nach Wehdem kamen. Die große Haupt-Bühne war eine freie Fläche umgeben vom Wald, aufgefüllt mit Wesersand. Von oben herab schallte die Musik auf die Besucher.

»Das neue Soundkonzept wurde von unseren Gästen sofort – und zu unserer Freude auch von den Bürgen aus Stemwede, die nicht bei uns waren – gelobt«, erklärte Sebastian Tellke, Er war einer von etwa 300 ehrenamtlichen Helfern und Dienstleistern, die zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen.

»Wann sollen wir denn kommen: tagsüber oder nachts?«, werden wir häufig von den interessierten Tagesgästen gefragt, erklärte Tellke. »Erlebt beides«, antwortete er ihnen, wobei die meisten Gäste auch gleich mehrere Tage blieben.

Tagsüber beeindruckte sie die aufwändige, bunte Dekoration im Sonnenlicht, umgeben vom Grün des Stemweder Berges. Nachts faszinierte die Dekoration fluoreszierend im Neonlicht. Außerdem gab es eine permanente Feuershow über der Tanzfläche.

Schall nach innen »Auf der Tanzfläche war es richtig schön laut«, sagte Florian aus Holland. Andre Münnich, der für die Technik mitverantwortlich war, erläuterte, dass im Dorf von dem Festival so gut wie nichts zu hören gewesen sein müsse. Sogar der Einzelhandel im Ort hätte sich auf das Festival eingestellt und am Sonntag geöffnet.

Viele Besucher des Festivals, die an diesem verlängerten Wochenende durch das Dorf spazieren gingen, sorgten auf den Bürgersteigen für Leben und durch ihre ungewöhnliche Kleidung für ein buntes Bild.

Neu sei das Tagesticket gewesen. Der Veranstalter meinte, auch aus diesem Grund, mehr Besucher aus der Region auf dem Festivalgelände gesehen zu haben, die sonst nicht erschienen wären. Bewährt habe sich seit Jahren der Bustransfer von den umliegenden Bahnhöfen sowie die Fernbusse, die aus Hamburg, Bremen und Bielefeld anreisten.

»Bio« und »Vegan« lautete das Motto an den Verzehrständen: egal ob es um Pizza, Brotfladen oder Pommes ging. Obst, wie Bananen oder Äpfel, gab es für die Gäste sogar kostenlos.

Etwas abseits der zwei Musikflächen war ein Bereich mit Klangmassage, Trommelkursen, Mantra-Singen, Meditation und vielem mehr eingerichtet. Er lud zum Entspannen und Abschalten fernab des Alltags und des lauten Festivals ein.

Entlang des Waldweges waren Verkaufsstände zu finden, die insbesondere Kleidung und Schmuck aus dem asiatischen Raum anboten.

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