Gemeinde lässt am Donnerstag die Standsicherheit der Grabsteine überprüfen 
Rütteltest entlarvt gefährliche Wackler 

Stemwede (WB). Es ist eine vielfach unterschätzte Gefahr: Wenn sich Grabsteine auf Friedhöfen im Laufe der Jahre lösen und nicht mehr fest auf ihrem Sockel sitzen, können sie umstürzen.

Montag, 18.05.2015, 04:01 Uhr aktualisiert: 18.05.2015, 16:20 Uhr
Auf den gemeindeeigenen Friedhöfen, so wie hier in Wehdem, werden am kommenden Donnerstag, 21. Mai, die Grabsteine auf Standfestigkeit überprüft....
Auf den gemeindeeigenen Friedhöfen, so wie hier in Wehdem, werden am kommenden Donnerstag, 21. Mai, die Grabsteine auf Standfestigkeit überprüft. In Wehdem wird der Termin vorraussichtlich zwischen 10.30 und 11 Uhr liegen.

 Dabei stellen sie allein schon durch ihr Gewicht ein Problem dar. Wer von solchen Steinen getroffen wird, kann sich schwerste Verletzungen zuziehen. Bei kleinen Kindern sind die Auswirkungen womöglich noch dramatischer. Deshalb, aber auch aufgrund der Unfallverhütungsvorschriften, ist die Gemeinde Stemwede gesetzlich verpflichtet, die Standfestigkeit der Grabmale auf den gemeindlichen Friedhöfen mindestens einmal jährlich zu überprüfen.

Unternehmen prüft Standfestigkeit

 In diesem Jahr werden die Grabmale durch ein Fachunternehmen am Donnerstag, 21. Mai, mit einem speziell hierfür entwickelten Gerät untersucht. »Die Nutzungsberechtigten der Grabstätte haben selbstverständlich die Möglichkeit, bei der Steinkontrolle dabei zu sein«, teilt die Gemeinde Stemwede mit.

Die Prüfer sind vor Ort erreichbar unter Telefon 0163/6370898 und 0152/29043143. Die Überprüfung soll nach Angabe des Fachunternehmens ungefähr zu folgenden Zeiten erfolgen (plus/minus 20 Minuten): 8 bis 9 Uhr, Friedhof Dielingen; 9 bis 9.30 Uhr, Friedhof Drohne; 9.30 bis 10 Uhr, Friedhof Haldem; 10 bis 10.30 Uhr, Friedhof Arrenkamp; 10.30 bis 11 Uhr, Friedhof Wehdem; 11 bis 11.30 Uhr, Friedhof Oppendorf; 11.30 bis 12 Uhr, Friedhof Twiehausen.

Steine dürfen nicht schwanken oder umfallen

 »Gemäß den Unfallverhütungsvorschriften muss die Prüfung nach einem festgelegten Verfahren durchgeführt werden«, erläutert die Gemeinde. »Dazu wird der Grabstein mit dem Prüfgerät am oberen Ende der Breitseite mit einer Druckkraft von 500 Newton belastet. Ein ordnungsgemäß aufgestellter Grabstein darf bei dieser Prüfmethode nicht schwanken oder gar umfallen.«

 Grabmale, die den Vorschriften nicht entsprechen, müssen mit einem entsprechenden Warnaufkleber versehen werden. »Ist Gefahr für Leib und Leben der Friedhofsbesucher im Verzug, wird das Grabmal mit einem zusätzlichen Warnmittel gekennzeichnet und umgelegt«, erklärt die Gemeinde die Vorgehensweise. »Die Nutzungsberechtigten erhalten eine Aufforderung, die Standsicherheit des Grabmals wiederherstellen zu lassen. Die Instandsetzung des Grabsteins sollte durch eine Fachfirma erfolgen.«

 In diesem Zusammenhang weist die Gemeinde nochmals darauf hin, dass der Nutzungsberechtigte für Schäden, die zum Beispiel durch Umfallen von Grabsteinen an Personen oder Sachen entstehen, voll haftet. »Um derartige Unannehmlichkeiten zu vermeiden, werden alle für die Unterhaltung Verantwortlichen hiermit gebeten, die Grabmale selbst zu überprüfen. Liegt eine ausreichende Standsicherheit nicht mehr vor, ist der Stein durch einen Fachmann zu befestigen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3263121?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516045%2F
Anklage fordert zehn Jahre Haft
Seit Dezember müssen sich Ismet A. (32, vorne) und sein Bruder Ferhan (34) vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Bielefeld verantworten. Die Staatsanwaltschaft will sie für zehn beziehungsweise neuneinhalb Jahre hinter Gittern sehen. Foto: David Inderlied
Nachrichten-Ticker