Exkursion führt morgen, Samstag, durch das große Oppenweher Natur-Areal
So reizvoll ist das Moor 

Stemwede-Oppenwehe (WB/weh). Die zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin Michaela Meyer führt am Samstag, 30. Mai, durch das Oppenweher Moor und deckt dabei dessen Geheimnisse auf. Die öffentliche Exkursion beginnt 10 Uhr am Wanderparkplatz in Oppenwehe bei Summann (Navi-Adresse: »Im Moor 17«).

Freitag, 29.05.2015, 04:11 Uhr aktualisiert: 29.05.2015, 08:38 Uhr
Einsame Landschaft unter weitem Himmel, dunkle Wasserkuhlen, aber auch viele seltene Pflanzen und Tiere – dafür ist das Oppenweher Moor...
Einsame Landschaft unter weitem Himmel, dunkle Wasserkuhlen, aber auch viele seltene Pflanzen und Tiere – dafür ist das Oppenweher Moor bekannt. Am kommenden Samstag können Naturfreunde bei einer Exkursion viel über diesen Lebensraum erfahren.

 Die große Naturoase zwischen Oppenwehe und Wagenfeld gilt für viele Menschen aus dem Altkreis Lübbecke als Naherholungsziel. Vom Wanderparkplatz bei Summann aus sind es nur wenige Meter bis ins Naturschutzgebiet Moor. Die Teilnehmer der Exkursion können sich von den endlosen Weiten des Oppenweher Moores, den weißen Wollgraswiesen und den seltenen Tier- und Pflanzenarten begeistern lassen. Zusammen mit Michaela Meyer wandern sie durch die einzigartige Hochmoorlandschaft.

 Derzeit blüht das Wollgras wattebäuschig. »Es blüht allerdings nicht wirklich, es fruchtet«, klärt Meyer auf. »Die weißen Wollschöpfe sind nicht die Blüte – die ist wesentlich unspektakulärer, erinnert eher an eine Ähre und erfolgt zwischen März und Mai. Danach verlängern sich die so genannten Hüllfäden der Blütenhülle um bis zu zweieinhalb Zentimeter. Die Hüllfäden sind weiß und flauschig und bilden den weißen Wattebausch. Die Samen sollen damit durch den Wind oder auf dem Wasser schwimmen.«

 Das Oppenweher Moor auf der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist eines von 15 Hochmooren in der Diepholzer Moorniederung und gehört zum Naturpark Dümmer. Aufgrund der fehlenden industriellen Abtorfung weist es noch intakte Restflächen mit Hochmoorbildung auf, die von hochmoortypischen Pflanzen besiedelt sind.

 Die Bekassine, der Vogel des Jahres 2013, hat hier ihren landesweit höchsten Brutbestand. Auch seltene Insektenarten können mit Glück auf der etwa fünf Kilometer langen Exkursion beobachtet werden.

 Die Kosten betragen acht Euro. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 05441/9762222, direkt bei Michaela Meyer, Telefon 0162/5199887, und im Internet.

www.naturpark-duemmer.de

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