Oppendorfer restaurieren ehemaliges Fahrzeug der Löschgruppe – sechs Jahre Arbeit
Der »Tanker« darf wieder fahren

Stemwede (WB). Die Straßenzulassung ist da. Das ehemalige Tanklöschfahrzeug der Löschgruppe Oppendorf steht wieder mit glänzendem lack und Chrom vor dem neuen Gerätehaus. In sechsjähriger Arbeit haben es Ehrenamtliche aus Oppendorf restauriert und fahrbereit gemacht.

Samstag, 07.05.2016, 04:00 Uhr
Die Kennzeichen sind da. Es freuen sich (von links): Herbert Winkelmann, Hartmut Kramer, stellvertretender Gemeindebrandmeister Dietmar Meier, Löschgruppenführer Andreas Meeske, Hartmut Franke und stellvertretender Löschgruppenführer Michael Thane. Foto: Michael Nichau
Die Kennzeichen sind da. Es freuen sich (von links): Herbert Winkelmann, Hartmut Kramer, stellvertretender Gemeindebrandmeister Dietmar Meier, Löschgruppenführer Andreas Meeske, Hartmut Franke und stellvertretender Löschgruppenführer Michael Thane. Foto: Michael Nichau

»2009 haben wir das Fahrzeug aus einem Schuppen geholt«, berichtet Hartmut Kramer. Das ehemalige Fahrzeug der Oppendorfer Löschgruppe hatte bis da hin bereits eine bewegte Geschichte hinter sich.

Das Tanklöschfahrzeug im Jahr 2011 Foto: Michael Nichau

Nach der Ausmusterung aus dem aktiven Feuerwehrdienst wurde das Tanklöschfahrzeug – es war schon zu dessen zu seiner Indienststellung ein sehr modernes Auto – zum Spülen von Hausbrunnen benutzt. Es wurde damals für 1000 Mark an die Firma verkauft.

Fahrzeug eingemottet

Bis 1985 verrichtete das 1956 gebaute Feuerwehrfahrzeug auf diese Weise noch seinen Dienst. Dann aber wurde der Tank für die 2500 Liter Wasser an Bord undicht und der Lastwagen wurde »eingemottet«. Es stand danach etwa zwölf Jahre bei Herbert Winkelmann in der Scheune.

»Zum Oppendorfer Ortsjubiläum im Jahr 2009 haben wir uns das Projekt der Renovierung des Löschfahrzeuges vorgenommen«, ließ Hartmut Kramer die Geschichte des Autos nochmals lebendig werden.

Grundsolides Fahrzeug

Eigentlich sei das Tanklöschfahrzeug grundsolide, doch waren die gebogenen

Hartmut Kramer mit dem Auto im Jahr 2011. Foto: Michael Nichau

Türen unten völlig durchgerostet und das ganze Auto musste einer grundlegenden Renovierung unterzogen werden. Das bedeutete aber auch, es nicht nur von außen wieder topfit erscheinen zu lassen, sondern auch wieder verkehrssicher zu machen.

Nach zwölf Jahren in der Scheune reichte ein Meter Anschleppen, um den robusten 110 PS Motor wieder zum Anspringen zu bringen. Völlig desolat zeigte sich die Bremsanlage, die in einem ersten Schritt komplett erneuert wurde.

Erste Bemühungen

Das war im Jahr 2011, als die STEMWEDER ZEITUNG zum ersten Mal über die Aktion der Oppendorfer berichtete, die »ihr« altes Feuerwehrfahrzeug wieder restaurieren wollten.

Es schien schier unmöglich zu sein, aus dem verrosteten und verstaubten Fahrzeug wieder etwas zu machen. Doch die Oppendorfer gaben nicht auf. Eine Anzeige im Feuerwehr-Magazin brachte Hilfe: Die Münchner Firma Lentner zeigte sich bereit, die Türen des TLF kostenlos zu restaurieren. Da dies neben der normalen Ausrüstertätigkeit der Firma erfolgte, brauchte auch dies mehrere Jahre. Privatpersonen übernahmen dafür die Speditionskosten.

Ur-Zustand hergestellt

Jetzt blitzt das Auto wieder, die Beschriftung entspricht dem Ur-Zustand und das Autohaus Piper hat die erneute Straßenzulassung und TÜV-Überprüfung organisiert. »Die Kennzeichen als historisches Fahrzeug sind jetzt da«, freute sich Kramer gemeinsam mit Vertretern der Löschgruppen- und Wehrführung. Herbert Winkelmann stellt zudem eine Halle für das Löschfahrzeug zur Verfügung.

Es soll künftig für Ausstellungszwecke, Hochzeitsfahrten und Werbezwecke der Feuerwehr eingesetzt werden. Auch an Oldtimer-Treffen wollen die Oppendorfer teilnehmen. Das Auto ist so gut in Schuss, dass es auch wieder zum Löschen eingesetzt werden könnte.

 

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