Leverner Jungtier fliegt bis nach Tansania, stirbt dort aber
Tafel informiert über Störche

Stemwede-Levern (WB/nokem). Auf einer Informationstafel in der Leverner Niederheide können sich jetzt Storchenfreunde über die Rückkehr der Rotschnäbel ins beschauliche Levern informieren. Seit ein paar Jahren ist Levern wieder Storchendorf, nachdem über Jahrzehnte hinweg kein Brutpaar gesichtet wurde. Die jetzt wieder in Levern aufgezogenen Jungstörche, die hier in der Niederheide vom Storchenexperten Stefan Bulk regelmäßig mit einem Wiedererkennungsring versehen werden, gehen im Herbst auf die Reise ins Winterquartier und verbringen die ersten Lebensjahre im fernen Afrika. Wenn sie dann geschlechtsreif sind, kommen sie in ihre Brutgebiete zurück und sorgen hierzulande für Storchennachwuchs.

Dienstag, 10.05.2016, 14:38 Uhr aktualisiert: 12.05.2016, 12:41 Uhr
Dieter Pape hat die Storchen-Informationstafel in der Leverner Niederheide ehrenamtlich aufgestellt. Foto: Martin Nobbe
Dieter Pape hat die Storchen-Informationstafel in der Leverner Niederheide ehrenamtlich aufgestellt. Foto: Martin Nobbe

Anhand des Rings kann die Reiseroute der Weißstörche verfolgt werden. Leider gibt es jetzt eine traurige Nachricht. Ein in Levern aufgewachsener Jungstorch hatte es sogar ins 7000 Kilometer entfernte Tansania geschafft. Das Schicksal meinte es aber nicht gut mit dem Jungvogel. Er ist in der Nähe des Rufu-Flusstales unweit der tansanischen Stadt Hedaru tot aufgefunden worden. Wie der Jungstorch aus Levern dort ums Leben kam, ist unbekannt.

Windräder tagsüber abgestellt

Die Informationstafel wurde vor wenigen Tagen in mühsamer Arbeit von Dieter Pape in der Niederheide aufgestellt. Neben umfangreichen Informationen über die Leverner Störche findet der Wanderer auch als Krönung ein kleines Storchennest auf dem Dach der Tafel.

Zur Zeit sind die Leverner Weißstörche mit dem Brutgeschäft beschäftigt. Dies ist auch schon von weitem sichtbar, denn zwei riesige Windkraftanlagen stehen auf Anordnung des Kreises Minden-Lübbecke tagsüber still, um die Vögel nicht zu gefährden. Storchenfreunde hoffen jetzt darauf, dass sie sich spätestens Mitte Mai über Storchennachwuchs freuen können.

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