Brandschutzbedarf einstimmig auf den Weg gebracht
Rat stimmt Feuerwehrplan zu

Stemwede (WB). Einstimmig haben die Mitglieder des Stemweder Gemeinderats dem Brandschutzbedarfsplan für die kommenden zehn Jahre zugestimmt. Er sieht unter anderem den Neubau von fünf Gerätehäusern vor.

Samstag, 14.05.2016, 04:00 Uhr
Das Feuerwehrgerätehaus in Dielingen. Wie die meisten dieser Gebäude stammt es aus den 60-er Jahren. Der vom Rat der Gemeinde beschlossene Brandschutzbedarfsplan sieht vor, ein gemeinsames Gebäude für Dielingen und Drohne neu zu bauen. Foto: Michael Nichau
Das Feuerwehrgerätehaus in Dielingen. Wie die meisten dieser Gebäude stammt es aus den 60-er Jahren. Der vom Rat der Gemeinde beschlossene Brandschutzbedarfsplan sieht vor, ein gemeinsames Gebäude für Dielingen und Drohne neu zu bauen. Foto: Michael Nichau

»Die Feuerwehr hat vorbildlich dazu beigetragen, diesen Baustein für die Gemeindeentwicklung zu schaffen«, lobte Bürgermeister Kai Abruszat die Einmütigkeit, mit der die Wehrleute sich vom »Kirchturmdenken« verabschiedet hätten. Noch vor einigen Jahre sei undenkbar gewesen, dass die Brandbekämpfer einige Standorte der Feuerwehrgerätehäuser in der Gemeinde aufgeben würden.

Neubauten sollen entstehen

Nun ist es beschlossene Sache: Die Gemeindeverwaltung soll mit der Entscheidung für den Bedarfsplan auch den Neubau der Gerätehäuser vorantreiben und auch den Plan für den schrittweisen Austausch der in die Jahre gekommenen Wehr-Fahrzeuge jährlich fortschreiben. Ab einem Alter von zehn Jahren solle über neue Fahrzeuge nachgedacht werden, heißt es im Brandschutzbedarfsplan.

Wehrführer Joachim Lübke – er konnte an der Sitzung des Rates nicht teilnehmen – ließ durch seine Stellvertreter eine persönliche Stellungnahme an den Rat übermitteln. Diese ging den Mitgliedern vorher schriftlich zu und äußert sich positiv über die Entwicklung. Dem hatten auch seine Stellvertreter Matthias Maler und Dietmar Meier nichts hinzuzufügen.

Keine zentrale Jugendfeuerwehr

In den Beschlussvorschlag aufgenommen wurde auch die Tatsache, dass für die Jugendfeuerwehr kein zentraler Standort vorgesehen werden soll. Dementsprechend müssen aber auch an mindestens zwei Standorten die räumlichen Voraussetzungen für die Jugendfeuerwehr (separate Umkleiden, Lager- und Ausbildungsraum mit erhöhter Quadratmeterzahl pro Mitglied) vorgesehen werden, was sich finanziell auf die Neubauten der Gerätehäuser auswirken wird.

»Es wird in den kommenden Monaten eine Fülle von Entscheidungen für den Rat geben, vor allem auch, was den Verkauf der aufzugebenden Gerätehäuser und Grundstücke angeht«, kündigte Bürgermeister Abruszat an. Auch das Fahrzeugkonzept sehe notwendige Investitionen vor, die die Ratsmitglieder mit tragen müssten, meinte er. In zwei Wochen erwarte er in Stemwede eine Delegation des Kreises Minden-Lübbecke. Bei diesem Besuch gehe es auch um Feuerwehrbelange des Kreises, die sich auf Stemwede auswirken könnten. »Da gibt es einiges zu erfahren, was für Stemwede wichtig ist«, sagte Abruszat.

Kleine Korrekturen

Die SPD-Fraktion hatte erst kurzfristig über den Brandschutzbedarfsplan diskutiert. Vorsitzender Wilhelm Riesmeier kündigte die grundsätzliche Zustimmung zum Bedarfsplan an, hatte aber einige geringfügige »redaktionelle Korrekturen« anzumerken, die in das Werk aufgenommen wurden, etwa die Umänderung der »Stadt Stemwede« in »Gemeinde Stemwede«.

Andreas Weingärtner erklärte die Zustimmung der CDU-Fraktion zu dem umfassenden Werk. »Es ist hier vorbildlich gearbeitet worden und in den kommenden Jahren werden andere Kommunen vermutlich neidisch nach Stemwede schauen. Wir hoffen jetzt, dass dieses Konzept umgesetzt wird und dass die Verwaltung – Vor allem bei den Finanzen – mit Augenmaß an die Sache herangeht.

Keine einzige Gegenstimme und auch keine Enthaltung gab es daraufhin bei der Abstimmung im Rat.

Gutachter empfiehlt acht Standorte

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