Heidi und Rainer Pernotzky stellen regionales Produkt vor – Bürgermeister probiert
Stemweder Honig schmeckt

Stemwede (WB). Stemweder hat ab sofort eigenen Honig. Imker Rainer Pernotzky kümmert sich mit seiner Ehefrau Heidi um 70 Bienenvölker rund um den Stemweder Berg. »Ob auf der Stemweder Seite in Arrenkamp, Drohne und Westrup oder nördlich des Berges in Lemförde, Quernheim und Brockum, die Bienen fühlen sich überall wohl«, weiß Pernotzky.

Montag, 13.06.2016, 18:25 Uhr aktualisiert: 13.06.2016, 18:37 Uhr
Rainer Pernotzky und Bürgermeister Kai Abruszat befüllen das erste Glas des neuen Stemweder-Berg-Honigs. Foto: Niklas Schmalholz
Rainer Pernotzky und Bürgermeister Kai Abruszat befüllen das erste Glas des neuen Stemweder-Berg-Honigs. Foto: Niklas Schmalholz

Täglich bei den Bienen

Jeden Tag fahren die Inhaber des Regenbogenhofes in Drohne zu ihren Völkern und kümmern sich um die fleißigen Insekten. Seit ungefähr sechs Wochen wird auch täglich geerntet. »Momentan sind wir täglich bei den Bienen und schleudern dann bei uns den Honig aus den Waben und bringen die leeren Rahmen wieder zurück«, sagte Imker Rainer Pernotzky. Dadurch stecke in einem Glas Honig vom Stemweder Berg der Geschmack von allen sechs Standorten.

Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat nahm für die Teilnahme an der Präsentation des neuen regionalen Produktes sogar die lange Fahrt von einem Termin aus Detmold in Kauf. »Wir haben hier ein echtes Stück Heimat im Honigglas, mit dem sich die Region identifizieren kann«, lobte der Bürgermeister, der den frischen Honig direkt aus der Schleuder probierte.

Teilgewinn dient Naturflächen

»Unser Anliegen ist nicht nur die Herstellung von gutem Honig, sondern wir wollen die Landschaft rund um den Stemweder Berg nachhaltig verändern«, meinte Pernotzky. »Wegen der Ausbreitung von Monokulturen haben die Bienen immer weniger Nahrung. Heidi und Rainer Pernotzky investieren einen Teil des Gewinns in die Pacht von Ackerflächen, auf denen Bienenpflanzen frei wachsen können. »Dank der Einnahmen aus dem Honiggeschäft und der Hilfe unseres Förderkreises für Bienenpflege konnten wir auf zwei Hektar Ackerland bereits Wildblumen aussähen«, erklärte Heidi Pernotzky.

Bienenfreundlicher Garten

Auch ihren eigenen Garten hat sie bienenfreundlich angelegt. Am Rand von Drohne hat das Ehepaar ein kleines Paradies im Grünen geschaffen. »Nachdem wir unsere Imkerarbeit in Schloss Holte-Stukenbrock nicht mehr fortsetzen konnten, fanden wir diesen schönen Ort«, schwärmte Heidi Pernotzky. Die Pernotzkys stehen auch in Kontakt mit Stemwedes Gemeindeheimatpfleger Klaus Winkelmeier und der Landschaftspflegerin Inge Uetrecht.

Mit dem Heimatverein wurden im Frühjahr drei verschiedene Wildblumenmischungen in unmittelbarer Nähe der Wilhelmshöhe am Straßenrand ausgesät.

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