Elfjährige mit Down Syndrom für ihren ersten Platz beim OWL-Schwimmcup geehrt
Finja freut sich über ihre Urkunde

Stemwede-Wehdem(WB). Einmal im Jahr lädt die Gemeinde Stemwede die erfolgreichsten Sportler und Mannschaften und ihre Trainer und Betreuer zur großen Sportlerehrung ein. Die Begegnungsstätte verwandelte sich förmlich in ein einen Sport- und Revuepalast mit Tanzvorführungen Stemweder Kinder, Darbietungen in sportlichem Seilspringen (Rope skipping) des SV Brackwede sowie einer Biegsamkeits- und Hula-Hoop-Darbietung von Josephine Müller aus Potsdam.

Montag, 14.11.2016, 04:00 Uhr
Jürgen Gläscher und Bürgermeister Kai Abruszat haben Finja Pröpper für ihre sportlichen Leistungen beim Inklusins-Cup ausgezeichnet. Foto: Andreas Kokemoor
Jürgen Gläscher und Bürgermeister Kai Abruszat haben Finja Pröpper für ihre sportlichen Leistungen beim Inklusins-Cup ausgezeichnet. Foto: Andreas Kokemoor

Brigitte Bollmeier kündigte Darbietungen voll dramatischer Anmut und tempogeladene, farbenfrohe Tanzshows mit jugendlichem Charme voller Lebensfreude an. Sie versprach nicht zu viel. Die Ehrungen erhielten dadurch einen würdigen Rahmen.

Finja Pröpper lachte. Es schien bald so, als wenn die Elfjährige bei der Sportlerehrung der Gemeinde Stemwede die glücklichste Geehrte unter etwa 200 Ausgezeichneten war. Finja Pröpper ist OWL-Meisterin im Schwimmen: Sie erreichte den 1. Platz beim OWL-

Sportlerehrung der Gemeinde Stemwede

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Inklusions-Schwimmcup in der Klasse D-Jugend. Finja Pröpper leidet unter dem Down-Syndrom.

Über 25 Meter Freistil war sie aber in ihrer Altersklasse (Jugend D, weiblich) nicht zu schlagen. Für Finja, die in Dielingen wohnt und ihre Trainerin Karen Gülker aus Haldem war dies ein toller Erfolg. Für Finja war es der erste richtig große Wettkampf überhaupt. Der OWL-Inklusions-Schwimmcup, der in Lübbecke ausgetragen wurde, ist die erste Veranstaltung dieser Art im gesamten Bezirk gewesen – mit 133 Aktiven wurde der Schwimmcup super angenommen. Finja Pröpper, die regelmäßig auch in Bohmte trainiert, ging für den FC Oppenwehe an den Start.

Bürgermeister betont Wert des Sports

Bürgermeister Kai Abruszat hat bei seiner Begrüßung die sportliche Vielfalt in der Gemeinde Stemwede hervorgehoben, ohne sie alle aufzählen zu wollen. Ein Beispiel dafür ist die Schwimmgruppe des FC Oppenwehe. »Ob Kinder mit Down-Syndrom oder mit anderen Handicaps, die Schwimmkurse des FC Oppenwehe waren schon immer offen für Kinder mit Beeinträchtigungen«, erklärte Karen Gülker.

Jürgen Gläscher und Gernot Schwettmann vom Schützenverein Levern sind die erfolgreichsten Sportler des Gemeinde Stemwede – gemessen an der Anzahl ihrer Titel. Die beiden Sportschützen haben jeweils zwölf Meisterschaften von der Kreisliga bis zur Bezirksliga in den verschiedenen Disziplinen errungen. Somit durfte Gläscher nicht nur jede Menge Urkunden überreichen. Einen ganzen Stapel durfte er auch selbst behalten.

Spitzenreiter mit neun Titel bei den Schützen

Mit neun Titeln war Siegward Steinkamp, Sportschütze des FC Oppenwehe, der dritterfolgreichste Sportler. Der Schützenverein Levern ist die Mannschaft mit den meisten Titeln (28).

Nathalie Döhnert vom Reit- und Fahrverein Wehdem-Oppendorf errang in diesem Jahr den höchsten Titel. Auf ihrem Pferd Hendrikx und an der Longe von Antje Döhnert wurde sie Westfalenmeisterin im Einzelvoltigieren der Damen. Außerdem wurde sie in der gleichen Disziplin Kreismeisterin.

Gleich zwei Urkunden für zwei Disziplinen

Maren Struckmann hatte doppelten Grund zur Freude: Zusammen mit Jacqueline Kanning landete sie in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga im Radpolo der Damen auf dem dritten Platz und löste damit das Ticket in die höchste Liga. Ebenfalls in diesem Jahr wurde sie mit der Damenmannschaft des TuS Stemwede Kreismeisterin und stieg damit in die Bezirksliga auf.

Sportamts-Leiter Jörg Bartel erläuterte noch einmal die Bedingungen: Ein Sportler, der bei der Sportlerehrung der Gemeinde Stemwede geehrt werden soll, müsse mindestens Kreismeister geworden sein. Ein Aufstieg – zum Beispiel aus der Fußball-Kreisliga B in die Kreisliga A – reiche nicht. Außerdem wies Brigitte Bollmeier darauf hin, dass die Vereine selbst ihre Vorschläge bei der Gemeinde abgeben müssten.

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