Fr., 13.07.2018

Gemeinnütziges Stemweder Unternehmen schafft weitere Arbeitsplätze Servicehaus setzt Erfolgskurs fort

Von Kunden geschätzt: Mitarbeiter, die am Haldemer Hahme-Markt die Autowaschanlage betreuen. Das Servicehaus Stemwede, eine gemeinnützige GmbH betreibt neben dem Haldemer Markt auch einen Einkaufsmarkt in Hunteburg.

Von Kunden geschätzt: Mitarbeiter, die am Haldemer Hahme-Markt die Autowaschanlage betreuen. Das Servicehaus Stemwede, eine gemeinnützige GmbH betreibt neben dem Haldemer Markt auch einen Einkaufsmarkt in Hunteburg.

Stemwede (WB/weh). Gute Nachrichten kommen aus dem Servicehaus Stemwede. Die gemeinnützige gGmbH hat in ihren Stemweder und überregionalen Einrichtungen weitere zehn Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen.

»Dazu kommen 17 neue therapeutische und heilpädagogische Plätze in der Gemeinde Bohmte und der Stadt Diepholz sowie sechs neue regionale Büros (FliO) in der Region zur Beratung von Menschen mit Behinderung und deren Familien«, berichtete Lothar Pannen zu Beginn einer Dienstbesprechung der Unternehmensgruppe des Vereins Lebensperspektiven. 280 Mitarbeiter hörten zu. Das Servicehaus betreibt unter anderen den Hahme-Markt in Haldem und einen Einkaufsmarkt in Hunteburg.

Tarifliche oder ortsübliche Löhne

Mit einer Behinderung ist es oft schwer, einen Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden. Die Tätigkeit in einem Inklusionsbetrieb kann hierfür eine gute Brücke sein. Das Inklusionsunternehmen Servicehaus Stemwede bietet seit neun Jahren erfolgreich dauerhafte Arbeitsplätze zu tariflichen oder ortsüblichen Löhnen an. Die Umsätze werden durch die Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsleben erwirtschaftet.

In den Inklusionsbetrieben erbringen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Dienstleistungen und erstellen marktfähige Produkte. Untermauert wird das Arbeiten durch das Angebot »Betreutes Wohnen (BeWo)«. Dort können Menschen mit einer psychischen oder geistigen Behinderung oder mit einer Behinderung aufgrund einer chronischen Abhängigkeitserkrankung unterstützendes Wohnen erfahren. Finanziert wird das in der Regel durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Mitarbeiter helfen den Betroffenen bei der Antragsstellung.

Träger ist der Verein Lebensperspektiven

Als Träger in der Sozialwirtschaft bietet der Verein Lebensperspektiven zahlreiche Möglichkeiten für Mitarbeit und berufliche Weiterbildung in seinen regionalnahen Einrichtungen.

Die Unternehmen des Lebensperspektiven e.V. sind heute in den Landkreisen Minden-Lübbecke, Osnabrück und Diepholz aktiv. Sie bieten mit den FliO-Stützpunkten (»Familienleben im Ort) in den Gemeinden Bohmte, Lemförde und Stemwede sowie in den Städten Espelkamp, Damme, Preußisch Oldendorf und Rahden offene Familienarbeit an.

»Wichtig ist«, erklärt Pannen, »dass Menschen mit Behinderungen als Mitarbeiter eine hohe Anerkennung erfahren und ihnen die durch begleitende Inklusionshilfe Fachlichkeit, soziale Kompetenzen wie Empathie, Achtsamkeit und Kommunikationsbereitschaft vermittelt und entgegengebracht werden. Bei der täglichen Arbeit richten wir uns nach christlichen Werten. Sie sind die Grundlage unserer Offenheit und Toleranz auch gegenüber den Menschen mit Behinderungen, die eine andere Werteorientierung haben.«

In der Kirche verwurzelt

Man sei ein Träger mit Beheimatung in der Kirche. »Ausgangspunkt ist das Evangelium – also Jesus Christus. Bei uns muss kein Angestellter evangelisch oder katholisch sein, wichtig ist uns aber, dass er das christliche Menschenbild teilt«, sagt Pannen.

Früher waren die Einrichtungen des Servicehauses kleiner, die Mitarbeiter lebten mit den Bewohnern und Patienten in familienähnlichen Strukturen. Im Laufe der Jahre wurden die Einrichtungen größer, die familienanaloge Gemeinschaft dagegen immer kleiner. »Auch, wenn wir heute nicht mehr so vor Ort sein können wie früher, müssen wir auf unternehmensphilosophischer Ebene Impulse setzen«, erklärt Pannen. »Wir sind natürlich auch ein Unternehmen, das wirtschaftlich denken muss, aber wir sind kein reiner Managementbetrieb.«

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