Eichen, Blühlandschaften, Öko-Gemüseanbau: Familie Fenne gewinnt Wettbewerb
Insektenfreundlich: Haldemer Garten siegt

Stemwede (WB/weh). Der »Hortus Quercuum (Garten der Eichen)« der Familie Fenne aus Haldem hat beim bundesweiten Pflanzwettbewerb der Initiative »Deutschland summt!« den Sieg in der Kategorie »Privatgärten, Gärten von Mietwohnungen« errungen. Die Prämierungsfeier erfolgt am 15. September im Ökowerk Berlin.

Samstag, 01.09.2018, 12:00 Uhr aktualisiert: 01.09.2018, 16:44 Uhr
Auch »Stemwede summt!« – zumindest im naturnahen Garten der Familie Fenne, der einen Wettbewerb gewann. Foto: Lena Fenne
Auch »Stemwede summt!« – zumindest im naturnahen Garten der Familie Fenne, der einen Wettbewerb gewann. Foto: Lena Fenne

»In Zeiten des Insektenschwunds haben wir ein deutliches Zeichen dagegen gesetzt und die Vielfalt zurück in unseren privaten Garten geholt: Stemwede summt«, sagt Lena Fenne. »Unser Garten ist ein sehr naturnah gestalteter Drei-Zonen-Bereich nach dem Hortus-Konzept von Markus Gastl. Deshalb nennt sich unser Areal ›Hortus Quercuum‹. Eine Pufferzone grenzt den Garten nach außen ab, die Hotspot-Zone beinhaltet die Blühlandschaften. Die Ertragszone besteht aus Gemüseanbau, wo die Nährstoffe aus der Hotspot-Zone dem Humusaufbau dienen. Es werden weder Chemie noch Gifte eingesetzt.«

Naturnahe Flächen

Unter dem Motto »Be happy! Make a bee happy!« hat die Initiative »Deutschland summt!« vom 1. April bis 31. Juli 2018 dazu aufgerufen, gemeinschaftlich naturferne Flächen für die Wild- und Honigbienen und die Natur zurückzuerobern. Ob Firmenkollegen oder Vereinsmitglieder, ob Kitas oder Sportvereine, alle durften mitmachen. Von Privat-, Schul- oder Unternehmensgärten bis hin zu kommunalen Parks – überall sollen heimische Pflanzen blühen.

Im Wettbewerbszeitraum stand vor allem das Pflanzen von Stauden, Kräutern und das Anlegen von Blühwiesen im Vordergrund. Aber auch das Anlegen von Gartenstrukturen mit Lesesteinen oder Totholz, Wasserstellen oder Reisighaufen, Sandarien und anderen Wildbienen-Nisthilfen wurde von der Jury prämiert.

»Ich war sofort infiziert«

»Vielleicht inspiriert unser Erfolg ja andere Leute dazu, ihren Garten ebenfalls insektenfreundlich zu gestalten«, hoffte Lena Fenne gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie lebt mit ihrem Mann Thomas sowie den Kindern Tom und Ole seit fünf Jahren in Haldem. Die Familie kaufte dort ein Grundstück mit Garten sowie direkt nebenan ein noch nicht bebautes Grundstück, auf dem der jetzt preisgekrönte Garten entstand. »Wir hatten an unseren Mietwohnungen in München und Brockum keinen Garten«, sagt Lena Fenne. »Die Grundidee in Haldem war: Wie gestalten wir den Garten möglichst pflegeleicht? Da bot sich die naturnahe Gestaltung an. Im Internet stieß ich auf das Drei-Zonen-Garten-Prinzip und war sofort infiziert.«

Neben Insekten wie Bienen, Wildbienen oder seltenen Schmetterlingen wie dem »Schwalbenschwanz« tummeln sich auf dem Haldemer Areal auch Igel, Wildvögel und andere Tiere. »Jetzt ist der Garten komplett angelegt und macht wirklich wenig Arbeit«, sagt die Haldemerin. »Die Blumenwiese muss nur einmal im Jahr gemäht werden. Das Mähgut tragen wir ab. Ansonsten ernten wir Gemüse. Mehr ist nicht notwendig.«

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