Sa., 13.10.2018

Haldem: Gemeinde stellt Konzept zur zeitgemäßen Anpassung vor Ehrenmal soll neu gestaltet werden

Das Ehrenmal in Haldem, wie es früher aussah. Der Adler fehlt und die Abdeckung wurde beschädigt. Jetzt soll ein Konzept zum Erhalt und zur Modernisierung vorgestellt werden.

Das Ehrenmal in Haldem, wie es früher aussah. Der Adler fehlt und die Abdeckung wurde beschädigt. Jetzt soll ein Konzept zum Erhalt und zur Modernisierung vorgestellt werden.

Stemwede-Haldem (WB/ni). Einstimmig haben die Stemweder Ratsmitglieder in ihrer Sitzung am Donnerstag die Umgestaltung der Freifläche an der Heilig-Kreuz-Kapelle beschlossen. Der Plan beinhaltet auch die Inte­gration des bestehenden Ehrenmals als Denkmal in das Ensemble. Aus der Entscheidung herausgenommen wurde die Sanierung des Ehrenmals selbst.

Sie soll allen Bürgerinnen und Bürgern in einer öffentlichen Versammlung am Donnerstag, 15. November, in der Zeit von 17 bis 18.30 Uhr im Gasthaus Rosengarten vorgestellt werden.

Große Diskussionen um die Gestaltung des »Dorfplatzes« gab es in der Ratssitzung nicht mehr. Lediglich Hermann Gesenhues (Bündnis90/Grüne) hatte Bedenken: »Wir sollten nicht immer das Ziel haben, möglichst viele Fördergelder zu bekommen«, meinte er, stimmte aber dem Generalentwurf für den Platz zu.

Wie es mit dem Ehrenmal weitergeht, beschreibt die Gemeindeverwaltung Stemwede in einer Mitteilung:

»Der gefundene Konsensvorschlag, der als Grundlage für einen Förderantrag zur Umgestaltung der Freifläche diente, beinhaltet den Verbleib des Ehrenmals am jetzigen Standort«, heißt es dort ganz klar.

Seitens der Denkmalbehörde wurde 2015 das förmliche Verfahren zur Unterschutzstellung des als Kulturgut verzeichneten Ehrenmals als Denkmal eingeleitet, aber die Unterschutzstellung des Ehrenmals als Denkmal hat der LWL letztlich im Oktober 2015 negativ beschieden.

»Die Gemeinde Stemwede sieht sich aber auch ohne Denkmalstatus nach wie vor in der Pflicht, das Ehrenmal in einem der Bedeutung angemessenem Zustand zu erhalten«, heißt es in der Mitteilung weiter.

In der Nacht zum 8. März 2018 hatten Unbekannte versucht, die Kupferabdeckungen des Ehrenmals zu stehlen. Dabei war die Kupferabdeckung und der auf dem Ehrenmal thronende Adler aus Zinkguss zerstört worden. Die Polizei wurde eingeschaltet, aber der oder die Täter konnten nicht ermittelt werden.

»Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus hat daraufhin die Verwaltung beauftragt, im Dialog mit dem Ortsheimatpfleger, der Bürgerstiftung Haldem- Arrenkamp, den Ratsmitgliedern aus der Ortschaft Haldem sowie Interessierten aus der Bevölkerung ein Konzept zu erarbeiten, das die Restaurierung des Ehrenmals zum Gegenstand hat. Ein Kostenbudget von 10.000 Euro brutto Gemeindeanteil soll nicht überschritten werden«, macht die Gemeindeverwaltung in ihrem Schreiben deutlich.

Die Verwaltung sollte prüfen, ob und in welcher Weise aus Mitteln insbesondere der Heimatförderung des Landes NRW eine Unterstützung bei der Finanzierung erfolgen kann. Gesichtspunkte einer angemessenen Erinnerungs- und Gedenkkultur in Verbindung mit Aspekten zur Mahnung an die Erhaltung des Friedens und die Weiterentwicklung des europäischen Gedankens sollten in das Konzept einfließen, so lautete das Ziel.

Das Ergebnis dieser Bemühungen wird nun in der öffentlichen Versammlung im November präsentiert.

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