Auf dem Schäferhof in Stemshorn dreht sich alles um das beliebte Kernobst
Apfel ist der Star des Tages

Stemshorn (WB). Es ist schon Tradition, dass der Verein »Naturpark Dümmer« immer im Oktober zum Aktionstag rund um den Apfel auf den Schäferhof einlädt. Und pünktlich zum Apfeltag hat die Sonne am Samstagvormittag wieder ihre warmen Strahlen auf das urige Gelände geschickt.

Montag, 22.10.2018, 09:00 Uhr
Die Initiatoren haben sich Saft und Apfelkuchen schmecken lassen (von links): Michael Seel, Anne Flenker, Dankwart Seipp, Detlef Tänzer und Oliver Lange. Angelika, Mario und Hartmut Knost (von rechts) waren mit der mobilen Saftpresse auf dem Schäferhof dabei. Foto: Heidrun Mühlke
Die Initiatoren haben sich Saft und Apfelkuchen schmecken lassen (von links): Michael Seel, Anne Flenker, Dankwart Seipp, Detlef Tänzer und Oliver Lange. Angelika, Mario und Hartmut Knost (von rechts) waren mit der mobilen Saftpresse auf dem Schäferhof dabei. Foto: Heidrun Mühlke

Auch in diesem Jahr, zur inzwischen dritten Auflage, waren wieder viele Interessierte nach Stemshorn gekommen, um nicht nur den frisch gepressten Apfelsaft zu verkosten, sondern auch um eigene, bislang unbekannte Apfelsorten vom Fachmann bestimmen zu lassen.

Die Apfelsortenbestimmung lockte über den Tag verteilt stets Neugierige zu dem Pomologen Dr. Dankwart Seipp. Er hatte alle Hände voll zu tun, richtete den Blick auf das Äußere und das Innenleben mit Kerngehäuse und Fruchtfleisch der mitgebrachten Äpfel. Brachte das kein eindeutiges Ergebnis, dann wurde geschnuppert und schließlich probiert, bis sich der Fachmann auf die Sorte festlegen konnte.

Mobile Mosterei

»An Äpfeln mangelt es uns dieses Jahr nun wirklich nicht«, freute sich Angelika Knost aus Niedermehnen, die mit ihrem Mann Hartmut und Sohn Mario vor Ort war und die mobile Mosterei »Saftwerk« betrieb. Die Ernte fiel dieses Mal wesentlich besser aus als im Vorjahr, mancher hatte nach dem extrem regenarmen Sommer eine eher schlechtere befürchtet. »50 Kilogramm sollten mindestens zum Mosten gebracht werden. Das ergibt etwa 35 Liter Saft«, erklärten die Fachleute. Handlich verpackt sei der Saft ungeöffnet etwa zwei Jahre haltbar.

Attraktion Saftpresse

Die Attraktion für die jüngsten Besucher war die handbetriebene Saftpresse. Dort konnten die Mädchen und Jungen selbst Hand anlegen und das Obst zu leckerem Saft verwerten. Mit Begeisterung zerkleinerten sie die Äpfel im hölzernen Obsthäcksler, um dann zu erfahren, wie in der Obstpresse schließlich goldgelber Saft aus der Maische wurde. Dort hieß es mit »ordentlich Muckis« kräftig zu kurbeln, um auch den letzten Tropfen herauszupressen. »So leckeren Saft habe ich noch nie getrunken«, gestand der zehnjährige Erik aus Ströhen und lehrte den Becher in einem Zug.

Obstbauexperte berät

Im alten Schafstall konnten Besucher in unzähligen Körben verschiedene Apfelsorten in Augenschein und in die Hand nehmen. Besonders die alten fanden großes Interesse. Auf der Suche nach einem neuen Apfelbaum ließen sich die Hobbyimker Gerd-Udo und Sieglinde Rausch aus Bohmte beraten. Ihre Wahl fiel auf den Roten Gravensteiner.

Sowieso hatte Obstbauberater Albert Nordmann reichlich Arbeit. Er gab nicht nur wertvolle Tipps für den Anbau des Kernobstes im heimischen Garten, sondern zeigte auch Krankheiten auf, die nicht nur Apfelbäume befallen können. »Am weitesten verbreitet ist die Fruchtfäule Monilia, die bereits am Baum beginnt und bei jeder kleinen Verletzung in die Frucht eindringt und sie faulen lässt«, erklärte der Experte.

Auch Aussteller vor Ort

Mit dabei waren auch erneut einige Aussteller, die Obstprodukte wie Saft, Marmelade, Fruchtaufstrich, Sirup und Essig anboten. Susanne Fleer aus Preußisch Oldendorf gehörte zum Beispiel dazu und hatte leckere Köstlichkeiten aus ihrer eigenen Manufaktur mitgebracht, die gerne gekostet werden durften. Ohnehin galt es an diesem Tag, viele Delikatessen rund um den Apfel zu probieren, nicht zuletzt auch den Apfelkuchen, den Schäfer Michael Seel servierte.

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