Sa., 10.11.2018

Ausschuss will Bebauungsplan für Rila-Gelände ändern Chile-Dorfplatz darf bleiben

Der chilenische Dorfplatz bei Rila wird künftig unter den Begriff »Gartenanlage« gefasst. Damit wird der Bau genehmigt.

Der chilenische Dorfplatz bei Rila wird künftig unter den Begriff »Gartenanlage« gefasst. Damit wird der Bau genehmigt. Foto: Michael Nichau

Von Michael Nichau

Levern (WB). Der Bebauungsplan »Hinterm Teich« in Levern soll geändert werden. Damit befasst sich der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Stemwede in seiner Sitzung am 21. November. Hintergrund ist auch die planerische Absicherung der Gartenanlagen der Firma Rila.

Hintergrund: Rila hatte im Bereich der Gartenanlagen einen chilenischen Platz mit Turm errichten lassen. Darin sah die Bauaufsichtsbehörde, der Kreis Minden-Lübbecke, ein Bauvorhaben, das seinerzeit nicht genehmigt worden sei. Inzwischen hatte der Planungsausschuss beschlossen, einen Planentwurf vorzulegen. Auf diese Weise kann die Änderung des Bebauungsplanes erfolgen und damit die Legalisierung des schon vorhandenen Baus.

»Inzwischen konnte geklärt werden, dass es wohl ausreichen dürfte, den Bereich der im Flächennutzungsplan als Grünfläche mit der Zweckbestimmung ›Parkanlage‹ ausgewiesen ist, in den Geltungsbereich des Bebauungsplanes einzubeziehen«, schreibt die Gemeindeverwaltung in der Sitzungsvorlage. Damit könne sichergestellt werden, dass im Bereich der Grünfläche auch die vorhandenen baulichen Anlagen, wie der chilenische Dorfplatz mit Turm planerisch abgesichert werden.

»Diese Vorgehensweise wurde auch schon für eine vorhergehende Änderung des Bebauungsplanes angewandt«, schreibt die Verwaltung. Damals ging es um die Einbeziehung des Weinpavillons und der griechischen Taverne.

Rila beantragt auch, den Wohnmobilstellplatz im Süden des Werksgeländes künftig als solchen auszuweisen. Bisher war dort Gewerbefläche eingetragen. »Das Grundstück wird nicht mehr für eine Erweiterung benötigt. Der bisher dort vorgesehene Neubau des Verwaltungsgebäudes erfolgt nun auf dem Schotter-Parkplatz neben Rila-Erleben«, sagte Firmenchef Helmut Richter am Freitag auf Anfrage dieser Zeitung. Eine Baugenehmigung dafür liege bereits vor, bestätigte er.

Auch Änderungen weiterer Bebauungspläne hat der Ausschuss zu beraten. So geht es etwa um den Plan »Kalberkamp« in Levern. Dort will die Gemeinde auf einem Dreieck zwischen den Straßen Obere Horst, Obere Masch und Leverner Straße ein Wohnquartier errichten. Dazu sei aber erforderlich, den seit nunmehr 20 Jahren bestehenden Bebauungsplan an moderne Verhältnisse anzupassen, heißt es in der Vorlage.

Thema im Ausschuss sind auch die künftigen Abfallgebühren ab 1. Januar 2019. Eine gute Nachricht für die Verbraucher: Die Gebühren sinken. Vorgesehen sind folgende (Vorjahr in Klammern): Restmüll 60 Liter 4,70 Euro (5,40); 80 Liter 5,20 Euro (6); 120 Liter 6,20 Euro (7,10) und 240 Liter 9,90 Euro statt 10,40. Beim Biomüll sinken die Beträge ebenfalls um bis zu 12 Prozent: 60 Liter 6,50 Euro statt 7,40 Euro; 80 Liter 7,20 Euro (8 ); 120 Liter 8,40 Euro (9,30). Lediglich die 240 Liter Biotonne kostet künftig für die Bürger bald mehr: 13,90 Euro statt bisher 13,30 Euro.

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