Sa., 22.12.2018

Dirk Priesmeier von »WIR in Oppenwehe« informiert sich über Bürgerradweg-Lösung Wunsch nach Radweg an L 765 ist groß

In Sielhorst, kurz vor der Oppenweher Grenze, endet der Radweg an der L 765. Viele Bürger wünschen sich eine Fortführung.

In Sielhorst, kurz vor der Oppenweher Grenze, endet der Radweg an der L 765. Viele Bürger wünschen sich eine Fortführung. Foto: Dieter Wehbrink

Von Dieter Wehbrink

Stemwede (WB). Wie schön wäre an dieser Stelle doch die Weiterführung des Radwegs: Wer von Rahden aus auf der L 765 nach Oppenwehe radelt, steht am westlichen Ortsrand von Sielhorst vor einem Baum. Nichts geht mehr – hier endet der Radweg abrupt.

Darüber ärgern sich nicht nur die Rahdener, sondern auch die Stemweder. Das Land NRW, das einen solchen Radweg bauen müsste, winkt bei entsprechenden Anfragen aus den Kommunen meist müde ab: »Zu wenig von Radfahrern frequentiert« und »zu hohe Kosten« sind die Argumente aus Düsseldorf. So landet dieses Begehren auf der Radweg-Prioritätenliste des Landes ganz weit hinten – sprich: Es wird auf den St. Nimmerleinstag verschoben.

Direkter Weg zur Mühle

Dirk Priesmeier, Sprecher des Vereins »WIR in Oppenwehe« und zugleich Ortsheimatpfleger, nutzte jetzt die Bürgerfragestunde des Stemweder Rates für eine wichtige Frage: Wie stehen die Chancen, dass zwischen dem Endpunkt in Sielhorst und der Kreuzung »Zur Bockwindmühle/Hammoor« in Oppenwehe, also bis zum Autohaus Wegehöft, ein so genannter »Bürgerradweg« gebaut werden könnte? So wäre zumindest eine Radweganbindung möglich, die einen direkteren Weg zur Oppenweher Bockwindmühle zulässt. Zudem gibt es ab der Wegehöft-Kreuzung bereits einen Radweg in Richtung Mühle und Schule/Sportgelände.

Profitieren würden von dem Lückenschluss zwischen Sielhorst und Oppenwehe auch sehr viele Anlieger, denn der Siedlungsbereich zwischen Wegehöft und der Wagenfelder Straße ist groß.

Gemeinde oder Trägerverein?

Um einen Bürgerradweg zu erstellen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Bauherr könnte beispielsweise die Gemeinde sein, oder ein Trägerverein ermöglicht ehrenamtliche Arbeitseinsätze.

Trotzdem bleiben die Kosten hoch. Im Vorfeld der Ratssitzung hatte Dirk Priesmeier das Anliegen von »WIR in Oppenwehe« bereits angekündigt, so dass der vorbereitete Bürgermeister ausführlich die Sachlage erläutern konnte. Und die war zumindest am Sitzungstag wegen des Themas »Kosten« ernüchternd. Für den Fall, dass die Gemeinde Stemwede als Bauherr des Radweges auftritt, muss mit Gesamtkosten von 715.000 Euro gerechnet werden. Gründe sind die lange Strecke, die vorgeschriebene Trassenbreite von 4,35 Metern und ein Abstand von 1,75 Metern zur Oppenweher Straße.

»Ehrlich diskutieren«

Für diesen Bürgerradweg gewähre das Land NRW zwar einen Zuschuss von 215.000 Euro, doch verbliebe für die Gemeinde immer noch ein Eigenanteil von 500.000 Euro, sagte Abruszat. »Bürgerradwege sind an mehreren Stellen in Stemwede wünschenswert«, sagte der Bürgermeister. »Es ist aber wichtig, dass wir angesichts solcher finanziellen Dimensionen eine ehrliche Diskussion führen.« Grundsätzlich fanden die Überlegungen von »WIR in Oppenwehe« und Dirk Priesmeier aber Anerkennung.

Die Gemeindeverwaltung will deshalb den Ratsfraktionen und auch dem zuständigen Stemweder Betriebsausschuss alle notwendigen Informationen zur Verfügung stellen.

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