Mitmachen erwünscht in der Töpferei von Kathinka Luckmann und Norbert Lammers
Selbstversuch an der Töpferscheibe

Stemwede-Sundern (WB). »Meine Arbeit ist meine Leidenschaft«, sagt die Töpferin Kathinka Luckmann. Ihre Werkstücke und die ihres Mannes Gerd Lammers zeugen von solider Handwerkskunst und der Liebe zum Detail.

Montag, 11.03.2019, 03:00 Uhr
Für die jüngsten Besucher, Miriam und Lars hat sich Kathinka Luckmann (links) gern die genommen Zeit, um Ihnen verschiedene Töpfertechniken näher zu bringen. Foto: Heidrun Mühlke
Für die jüngsten Besucher, Miriam und Lars hat sich Kathinka Luckmann (links) gern die genommen Zeit, um Ihnen verschiedene Töpfertechniken näher zu bringen. Foto: Heidrun Mühlke

Das ist jedem ihrer handgemachten Teller, Tassen, Schüsseln und kreativen Dekostücken auf Anhieb anzusehen. Jedes Teil, das zu sehen ist, ist ein Unikat, das die unverwechselbare Handschrift der beiden passionierten Künstler trägt.

Am Wochenende hatten sie, so wie viele ihrer Berufskollegen auch, die Pforten zu ihrer Werkstatt auf dem liebevoll hergerichteten Bauernhof in Sundern geöffnet und dort war an beiden Tagen ordentlich was los. Nicht nur in der Diele, wo eine umfangreiche Ausstellung zum Bummeln einlud, sondern auch in ihrem Atelier, wo sich die Töpferin gern über die Schulter blicken ließ.

Was bei Kathinka Luckmann spielerisch leicht aussieht und flott von der Hand geht, macht Lust zum Ausprobieren. Kaum ist die Schwungscheibe der Töpferscheibe in Bewegung, wird der Ton zentriert. Jetzt wird es Zeit für den künstlerischen Part. Der Tonklumpen wird geöffnet das Hochziehen beginnt. So entstehen die dreidimensionalen Objekte.

Klingt plausibel! Für mich der passende Zeitpunkt einen Versuch zu starten: »Das sieht nicht so schwierig aus«, freue ich mich, binde die Schürze um und nehme gern an der elektrischen Töpferscheibe Platz um mich eigenhändig in dem Handwerk auszuprobieren.

Recht schnell platzt meine Illusion von »Mal eben eine Schale oder Vase formen«. Mal eben? Pustekuchen! »Aller Anfang ist schwer«, sagt die versierte Töpferin. Geduld sei wichtig und Übung mache den Meister. Schließlich sei für den Beruf des Keramikers eine dreijährige Ausbildung angesagt.

Dank unermüdlicher Hilfestellung von Kathinka Luckmann und viel Fingerspitzengefühl wird aus meinem feuchten Tonklumpen dann doch ein schalenartiges Gebilde und ich freue mich, dass ich mein lasiertes und gebranntes Werkstück demnächst in der Töpferei abholen kann.

Für Werkstätten und Ateliers sind Veranstaltungen wie die Tage der offenen Töpfereien oder Kunsthandwerkermärkte nicht nur wichtige Gelegenheiten, um auf die eigenen Produkte, sondern allgemein auf das Handwerk und seinen Wert aufmerksam zu machen.

Luckmann und Lammers selbst nahmen sich viel Zeit für die unzähligen interessierten Besucher, führten durch Werkstatt und Ausstellung, zeigten, erklärten und gaben einen umfangreichen Einblick in ihr schöpferisches Wirken.

Ihre Arbeit in der Werkstatt füllt nur einen Teil, sie leben vom Verkauf ihrer Produkte und geben ihr Wissen gerne in Workshops an Kinder und Erwachsene weiter, die sich einmal im Töpfern ausprobieren wollen.

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