Di., 21.05.2019

Gemeinde Stemwede bietet am Wasserwerk Destel kostenlos Trinkwasser an Am Lohneweg wartet ab sofort eine Erfrischung auf die Radler

Ideen-Geber Friedhelm Levermann probiert die Zapfstelle aus. Kostenlos können sich Passanten mit frischem Trinkwasser stärken. Ulrich Hüffmann (von links), Kai Abruszat und Wasserwerker Meik Schwolow freuen sich über das Angebot.

Ideen-Geber Friedhelm Levermann probiert die Zapfstelle aus. Kostenlos können sich Passanten mit frischem Trinkwasser stärken. Ulrich Hüffmann (von links), Kai Abruszat und Wasserwerker Meik Schwolow freuen sich über das Angebot. Foto: Dieter Wehbrink

Von Dieter Wehbrink

Stemwede (WB). Der Desteler Süden, vor allem der Bereich Lohneweg und Halingerort, hält sehr beliebte Strecken für Radfahrer bereit. Wer jetzt am Wasserwerk im Lohneweg vorbeikommt, auf den wartet eine Überraschung.

Dort ist eine Erfrischungsstation installiert worden. Wer anhält, einen Becher dabei hat oder geschickt aus dem Wasserstrahl trinken kann, stärkt sich dank der Zapfstelle kostenlos mit bestem Stemweder Trinkwasser. Es stammt aus dem Gebäude des Wasserwerks, das sich nur wenige Meter entfernt befindet. Das Wasser hat dieselbe Qualität wie jenes, das in den Stemweder Haushalten aus den Kränen fließt.

Schlank, blitzblank und hygienisch einladend

Es war Destels Löschgruppenführer Friedhelm Levermann, der diese Idee hatte, um den Tourismus in seinem Heimatort zu fördern. Bei der Gemeinde Stemwede, vor allem bei Wasserwerksleiter Ulrich Hüffmann, Wasserwerker Meik Schwolow und Bürgermeister Kai Abruszat, stieß Levermanns Idee auf Begeisterung. Hüffmann und Schwolow machten sich Gedanken, entwickelten einen technischen Plan für die Erfrischungsstelle. Schwolow setzte diese Idee handwerklich um. Die »Marke Eigenbau« kann sich sehen lassen: Schlank, blitzblank und hygienisch einladend präsentiert sich die Entnahmestelle direkt neben dem Lohneweg. Dank einer Druckminderungstechnik kommt per Knopfdruck etwa fünf bis sechs Sekunden lang Wasser aus dem Hahn – etwa ein halber Liter. »Das Stemweder Wasser hat beste Qualität und ist geschmacklich sehr gut«, betont Ulrich Hüffmann. Meik Schwolow oder ein Kollege werden die Entnahmestelle täglich auf Funktionstüchtigkeit und Sauberkeit kontrollieren.

Rechtzeitig vor 1050-Jahr-Feier

Friedhelm Levermann und die Desteler Heimatfreunde wollen diesen Platz demnächst noch mit einer Sitzgruppe aufwerten. Außerdem werden Hinweisschilder auf dieses neue Angebot hinweisen, über das sich gestern auch Kai Abruszat sehr freute. »Die Zapfstelle ist rechtzeitig vor der 1050-Jahr-Feier , die am kommenden Sonntag gefeiert wird, fertig geworden«, sagte der Bürgermeister. »Mit diesem Angebot für Radfahrer hat Stemwede ein Alleinstellungsmerkmal mehr.«

Abruszat dankte Ulrich Hüffmann und Meik Schwolow für ihr Engagement: »Es ist nicht selbstverständlich, dass öffentlich Bedienstete so viel Kreativität an den Tag legen und so ein Projekt derart pfiffig umsetzen.«

Destel hatte ein Eisen-Bad

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass Destel von seiner Historie her eine besondere Beziehung zum Thema Wasser habe. »Bis etwa zum Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Destel im Harlingerort ein Bad mit sehr eisenhaltigem Wasser, das die Gäste damals sehr geschätzt haben müssen«, sagte Abruszat. Die Gemeinde wolle demnächst mit einer Info-Tafel über die Desteler Bad-Tradition erinnern, damit die Touristen einen Eindruck von der Ortschaft Destel bekämen.

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