Do., 27.06.2019

Bürgerversammlung in Dielingen – Mindestens 200 Haushalte müssen mitmachen »Runde« wirbt für Glasfaserprojekt

Mit Interesse haben die Bürger den Ausführungen der Dielinger Runde zugehört. Bis zum 15. Juli können noch Verträge für einen Glasfaseranschluss abgeschlossen werden.

Mit Interesse haben die Bürger den Ausführungen der Dielinger Runde zugehört. Bis zum 15. Juli können noch Verträge für einen Glasfaseranschluss abgeschlossen werden.

Von Peter Götz

Stemwede (WB). Etwa 50 Interessierte haben sich am Dienstagabend im Gemeindehaus in Dielingen eingefunden, um weitere Fakten über die Initiative zum Breitbandausbau des Glasfasernetzes im Ortskern zu erfahren.

Im Gegensatz zu den Außenbereichen, die in Stemwede durchaus flächendeckend die Voraussetzungen für so genannte »Weiße Flecken« (sehr lahmes oder gar kein Internet) erfüllen und somit zur Förderung des Glasfaserausbaus durch den Kreis Minden-Lübbecke vorgesehen sind, besteht im Bereich zwischen Dielinger Bahndamm und Klei kein offizielles Förderungsvorhaben.

Innogy SE ist RWE-Tochter

Dass allerdings die im Dielinger Ortskern zu erreichende Internetbandbreite keinesfalls zufriedenstellend beziehungsweise zukunftssicher ist, stellte Jürgen Gräber, Vorsitzender der Dielinger Runde, erneut heraus. Er wirbt deshalb in Kooperation mit Helge Rakers und Michael Rossol in Eigeninitiative für den Breitbandausbau im Dielinger Ortskern. Hintergrund ist ein konkretes Angebot der RWE-Tochter Innogy SE, ihr bestehendes Glasfasernetz eventuell von der Stemshorner Seite her nach »Dielingen-City« zu erweitern (wir berichteten). »Vor­aussetzung für eine Realisierung des Ausbaus ist allerdings eine Beteiligung von mindestens 40 Prozent sprich 200 Haushalte im entsprechenden Gebiet«, betonte Johannes Geers, Projektmanager der Innogy SE vor Ort. Anders rechne sich die Aktion für sein Unternehmen nicht.

Ansporn für Abschlüsse

Genau hier setzt der Appell von Gräber, Rakers und Rossol an, für den während der Bürgerversammlung erneut intensiv geworben wurde. Bis zum 15. Juli, so hoffen die Initiatoren aus der Dielinger Runde, solle die erforderliche Zahl von Interessenten hoffentlich rekrutiert werden können. Werde man diese Chance verpassen, müssten sich alle Bewohner in Dielingens Ortsmitte für weitere Jahre mit zu geringen Übertragungsraten begnügen und den weiteren technischen Fortschritt eventuell verpassen, hieß es in der Zusammenkunft.

Ein gewisser Ansporn könne durchaus sein, dass Bürger, die in der Entstehungsphase einen Vertrag mit dem Betreiber abschließen würden, die Kosten für den Hausanschluss womöglich nicht bezahlen müssten, hieß es in der Versammlung.

Konkret könnte dies eine Ersparnis von etwa 1200 bis 1500 Euro pro Haushalt bedeuten.

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