Do., 15.08.2019

Dietmar Meier aus Stemwede erhält das Bundesverdienstkreuz »Ein Mensch mit klarer Haltung«

Der entscheidende Moment: Landrat Dr. Ralf Niermann heftet Dietmar Meier das Bundesverdienstkreuz an.

Der entscheidende Moment: Landrat Dr. Ralf Niermann heftet Dietmar Meier das Bundesverdienstkreuz an. Foto: Michael Nichau

Von Michael Nichau

Oppenwehe/Minden (WB). »Diese Tätigkeit ist mir nie als Last erschienen«, hat Dietmar Meier, CDU-Lokalpolitiker und Ehrenamtler aus Stemwede-Oppenwehe, eine Bilanz gezogen. Anlass war die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Kreishaus in Minden an ihn.

Dabei hielt Landrat Dr. Ralf Niermann die Laudatio auf den 66-jährigen ehemaligen Kriminalhauptkommissar, der sich sowohl im Personalrat der Polizei als auch als langjähriger Geschäftsführer sowie in der Jugendarbeit des FC Oppenwehe und in zahlreichen Vereinen engagiert hatte.

So zitierte Niermann aus Meiers Bewerbung für den Personalrat: »Ich bewerbe mich, well ich mich für die Interessen meiner Kollegen einsetzen möchte«, hieß es dort. »Fast 30 Jahre haben sie sich für ihre Kollegen eingesetzt«, lobte Niermann den Ex-Polizeibeamten, mit dem er nicht immer einer Meinung gewesen sei.

So konnte es sich der Landrat nicht ersparen, auf die in seinem Namen vorgenommenen Umstrukturierungen bei der Kreis-Polizeibehörde (etwa die Auflösung des Kriminalkommissariats Lübbecke) einzugehen, die Meier vor einigen Jahren nicht unwidersprochen hingenommen und mit offenen Briefen kommentiert hatte.

Vielfältiges Engagement

Der Landrat würdigte jedoch auch diesen Einsatz, wie auch das vielfältige ehrenamtliche Engagement rund um den Sportverein, der unter Meiers Geschäftsführung 250 neue Mitglieder verbuchen konnte. Auch war der Geehrte stellvertretender Vorsitzender im Kreisvorstand des Fußballkreises Lübbecke.

Daneben stand die kommunalpolitische Tätigkeit des Christdemokraten, der 1984 in die Partei eingetreten war, zehn Jahre später in den Rat gewählt und von 1994 bis 2000 als Vorsitzender der CDU-Ortsunion agierte. Zu seinen Tätigkeiten – natürlich ehrenamtlich – zählte auch das stellvertretende Bürgermeisteramt.

Für die Gemeinde Stemwede würdigte Werner Bahnemann die Leistungen Meiers, sein »jahrelanges unermüdliches Wirken«. Er sagte Dank für ein Engagement, das weit über das normale bürgerschaftliche Verhalten hinausreiche.

»Ecken und Kanten«

Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat schilderte – trotz dienstlich bedingter Abwesenheit bei der Zeremonie in Minden – seinen Eindruck von Dietmar Meier: »Ein Kommunalpolitiker mit viel Herz und Engagement und ein Mensch mit klarer Haltung. Nur selten gibt es noch Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten. Dietmar Meier gehört dazu.«

Für die Oppenweher Vereine hielt Karl-Heinz Bollmeier die Laudatio. Er beschrieb Meier als eine »besondere Person in Oppenwehe, Stemwede und darüber hin­aus«. Meier sei nicht Mitglied in der Feuerwehr und nicht bei den Landfrauen, darüber hinaus aber in allen Vereinen, merkte er humorvoll an. »Es ist eine Ehre, Dich zu kennen«, sagte er an die Adresse des neuen Bundesverdienstkreuz-Trägers.

Auch Bianca Winkelmann, CDU-Landtagsabgeordnete, würdigte das berufliche, private und politische Engagement Meiers über Stemwede hinaus. Letztlich sei er auch stellvertretender Vorsitzender des Freundeskreises Rahdener Krankenhaus, stellte sie heraus. Das wiederum veranlasste den Landrat, in Bezug auf die Krankenhaus-Diskussion zu betonen: »Wir werden uns seriös und nachhaltig Gedanken machen, wie wir den Krankenhaus-Standort Rahden halten können.«

Unerwarteter Anruf

Meier selbst ging humorvoll auf seine Haltung gegenüber der Kreisverwaltung ein: »Als sich den Anruf aus dem Büro des Landrates erhielt, schrillten bei mir gleich die Alarmglocken. Doch es ging diesmal um meine eigene Ehrung. Ich freue mich über diese hohe Auszeichnung.«

»Es ging mir mit meiner direkten und manchmal auch verletzenden Art immer um die Sache«, entschuldigte er sich für Misstöne in der Vergangenheit. Weiterhin brach Meier eine Lanze für das Ehrenamt: »Die Gemeinschaft ist auf ehrenamtliche Tätigkeit angewiesen. Diese wird meist als selbstverständlich hingenommen.«

Seiner Ehefrau Elisabeth sagte er mit Tränen der Rührung in den Augen Dank: »Ich weiß, dass Du immer für mich da bist.«

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