Di., 17.09.2019

Polizei meldet Ermittlungserfolg nach Brand in Haldemer Wohnhaus 13-Jähriger steht unter Tatverdacht

Die Feuerwehr, die mit 30 Einsatzkräften zur Bohmter Straße in Haldem gerufen wurde, hatte den Brandherd in diesem leer stehenden Haus schnell unter Kontrolle. Ein 13-Jähriger steht unter dem Verdacht, in dem Gebäude gezündelt zu haben.

Die Feuerwehr, die mit 30 Einsatzkräften zur Bohmter Straße in Haldem gerufen wurde, hatte den Brandherd in diesem leer stehenden Haus schnell unter Kontrolle. Ein 13-Jähriger steht unter dem Verdacht, in dem Gebäude gezündelt zu haben. Foto: Dieter Wehbrink

Stemwede (WB/weh). Ein 13-Jähriger Jugendlicher steht nach Angaben der Polizei unter dem dringenden Verdacht, das Feuer in einem leer stehenden Haus in Haldem verursacht zu haben.

Zu dem Einsatz an der Bohmter Straße in Haldem wurden die Löschgruppen Haldem, Dielingen, Drohne und Arrenkamp sowie die Polizei am Montagnachmittag gerufen (wir berichteten in der Dienstag-Ausgabe). Verletzt wurde durch das Feuer niemand, allerdings klagte ein Feuerwehrmann nach seinem Einsatz mit Atemschutzgerät unter Unwohlsein. Vorsorglich riefen seine Kameraden den Rettungswagen, dessen Besatzung den Mann betreute.

Schüler räumt Vorwurf ein

»Dank der Aufmerksamkeit des Hausmeisters der nahegelegenen Grundschule konnten wir die Ursache für das Feuer schnell klären«, teilte die Polizei am Dienstag mit. »Ein 13-Jähriger steht unter dem Verdacht, in Begleitung eines gleichaltrigen Freundes in dem Haus gezündelt zu haben.« Der Schüler räumte in einer Anhörung den Vorwurf ein. Zuvor war das Duo dabei beobachtet worden, wie es in der Bushaltestelle der Grundschule Haldem Toilettenpapier angezündet hatte.

»Der Hausmeister hatte die beiden in einer Jugendeinrichtung wohnenden Schüler kurz vor dem Brand auf dem Grundstück bemerkt«, schreibt die Polizei. »Als der Mann wenig später erneut die Stelle passierte, traf er die beiden 13-Jährigen in unmittelbarer Nachbarschaft an. Fast gleichzeitig stiegen erste Rauchwolken aus dem Haus auf.« Daraufhin alarmierte der Mann die Polizei und forderte das Duo zum Bleiben auf. Als die Beamten vor Ort ihre Ermittlungen aufnahmen, berichtete der Hausmeister umgehend von seinen Beobachtungen. »Die von den Polizisten zur Rede gestellten Schüler bestritten zunächst eine Beteiligung an dem Brand«, schreiben die Ermittler. »Allerdings fanden die Beamten in deren Rucksäcken mehrere Rollen Toilettenpapier, ein Feuerzeug sowie Grillanzünder.«

Noch nicht strafmündig

Letztlich gaben die Schüler zu, in dem Haus gewesen zu sein. Dort habe einer von ihnen das Toi­lettenpapier in Brand gesteckt. Als plötzlich eine Stichflamme entstanden sei, habe er es vor Schreck fallen lassen, sagte einer der Jungen, Als die Flammen auf dem Boden schnell Nahrung gefunden hätten, sei man aus dem Haus gelaufen. Die Polizei geht davon aus, ihre Ermittlungen zeitnah abschließen zu können. »Zunächst muss die Brandstelle noch genauer untersucht werden. Die Schüler sind mit ihren 13 Jahren noch nicht strafmündig. Laut §19 des Strafgesetzbuchs (StGB) ist schuldunfähig, wer bei Begehung der Tat noch nicht 14 Jahre alt ist.«

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