Mi., 09.10.2019

Dank des Vereins »Lebensperspektiven«: nach Rahden jetzt auch Standort in Lemförde Auf Wunsch: »wellcome« entlastet Eltern

Begrüßten den neuen wellcome-Standort in Lemförde: (v.l.) Melanie Petring (wellcome-Koordinatorin), Dr. med. Holthaus (Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe Krankenhaus St. Elisabeth in Damme), Bernd Richter(Geschäftsführender Gesellschafter Rila Feinkost Importe und amtierender Präsident des Rotary Clubs Stemwede-Dümmer), wellcome Gründerin Rose Volz-Schmidt, Dr. Carola Reimann (niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) Lothar Pannen (Geschäftsführender Vorstand Lebensperspektiven e. V.), Cord Bockhop (Landrat des Landkreises Diepholz) und Jessica Trylus (wellcome-Koordinatorin).

Begrüßten den neuen wellcome-Standort in Lemförde: (v.l.) Melanie Petring (wellcome-Koordinatorin), Dr. med. Holthaus (Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe Krankenhaus St. Elisabeth in Damme), Bernd Richter(Geschäftsführender Gesellschafter Rila Feinkost Importe und amtierender Präsident des Rotary Clubs Stemwede-Dümmer), wellcome Gründerin Rose Volz-Schmidt, Dr. Carola Reimann (niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) Lothar Pannen (Geschäftsführender Vorstand Lebensperspektiven e. V.), Cord Bockhop (Landrat des Landkreises Diepholz) und Jessica Trylus (wellcome-Koordinatorin).

Lemförde/Stemwede (weh). Es ist groß gefeiert worden: In Lemförde eröffnete jetzt ein neuer »wellcome«-Standort. In Rahden ist diese Organisation bereits in der Feldstraße Nr. 4 vertreten.

Ziel von »wellcome« ist es, Eltern nach der Geburt ihres Kindes zur Seite zu stehen und dort zu entlasten, wo es möglich ist. Sie bekommen auf Wunsch im ersten Lebensjahr des Kindes für einige Wochen oder Monate praktische und unbürokratische Unterstützung von Ehrenamtlichen (bislang vier), ein- bis zweimal in der Woche für zwei bis drei Stunden. Dadurch können sie sich entlasten – so, wie es gebraucht wird.

Koordinatorinnen

Interessenten können unter Telefon 05474/8903285 (Melanie Petring) oder per E-Mail an lemfoerde@wellcome-online.de Kontakt aufnehmen. Die Koordinatorinnen Melanie Petring und Jessica Trylus bieten ein unverbindliches Gespräch an. Wenn es Eltern wünschen, wird ihnen zu verschiedenen Problematiken Hilfestellung angeboten.

Ein Beispiel: Ist die Mutter allein zu Hause, während der Vater berufstätig ist und hat wegen des Babys keine Möglichkeit zum Einkaufen, können »wellcome«-Mitarbeiter eine Zeitlang auf das Kind und dessen Geschwister aufpassen, während die Mutter einkauft. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Eltern und Alleinerziehende mit ganz kleinen Kindern.

Geringer Kostenbeitrag

Allerdings kostet die Leistung einen kleinen Betrag: Für die Vermittlung der Ehrenamtlichen berechnet »wellcome« eine einmalige Gebühr von maximal zehn Euro. Der Einsatz zu Hause kostet bis zu fünf Euro pro Stunde, um Versicherung und Fahrtkosten der Ehrenamtlichen zu finanzieren. Falls Eltern zu wenig Geld haben, wird beraten, welcher Betrag für sie möglich ist. Wichtig: »wellcome« lebt nur von Spenden – die beiden Mitarbeiterinnen sind Angestellte des Stemweder Vereins »Lebensperspektiven«.

Zu den Feierlichkeiten in den Räumen an der Lemförder Hauptstraße 85 begrüßte Lothar Pannen, Geschäftsführer von »Lebensperspektiven«, auch Sozialpädagogin Rose Volz-Schmidt, die in Hamburg das Unternehmen »wellcome« gegründet hat. Mittlerweile gibt es mehr als 230 Standorte in Deutschland, der Schweiz und Österreich. »Nach der Geburt eines Kindes verändert sich extrem viel für die Familien – für viele ganz unerwartet und stärker als gedacht«, sagte Volz-Schmidt. »Andere nennen das Chaos, wir nennen es Familie.«

Ehrenamtliche Helfer

Zum Start des Standortes in Lemförde war auch Schirmherrin Dr. Carola Reimann (niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) anwesend. Sie wünschte viel Erfolg: »Das braucht unsere Gesellschaft. Der Bezug, den Kinder in dem Alter zu ihren Eltern haben, ist wichtig und beeinflussend für das spätere Leben.« Wenn Eltern überlastet seien, könne dies schlechte Auswirkungen auf die Zukunft des Kindes haben. »Das Schöne ist, wie familiär die ehrenamtlichen Helfer ihre Aufgabe bewältigen. Dadurch sind nicht nur die Eltern entlastet, sondern die Kinder oft ebenfalls glücklich. Sie finden darüber hinaus Bezugspersonen, die eine große Rolle in der Entwicklung des Kindes spielen können«, sagte Reimann.

Auch Dr. Bernd Holthaus, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe Krankenhaus St. Elisabeth in Damme, begrüßte das neue Angebot ausdrücklich: »Die Geburt ist die Basis unseres Lebens. Ich lebe seit 20 Jahren hier und finde »wellcome« sehr gut und sinnvoll.« Schließlich herrsche auch ein großer Mangel an Hebammen.

Abschließend berichtete Bernd Richter, Geschäftsführender Gesellschafter Rila Feinkost Importe aus Levern und amtierender Präsident des Rotary Clubs Stemwede-Dümmer, anschaulich über seine eigenen Erfahrungen als Vater von zwei Kindern: »Ich kenne die Schwierigkeiten und weiß, wie wichtig es ist, junge Familien nach der Geburt zu unterstützen.« Und zwar Landesgrenzen übergreifend, wie er bemerkte. Weitere Infos gibt es unter www.wellcome-online.de

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